Das Diesel-Desaster – Umrüsten, verkaufen, verschrotten?

Das Diesel-Desaster – Umrüsten, verkaufen, verschrotten?

Ein Film von Thomas Becker

Längst sind Fahrverbote ein reales Szenario, denn es gibt kaum andere Möglichkeiten, die zu hohen Stickoxid-Werte in den Innenstädten in den Griff zu kriegen. Diesel gelten als einer der Verursacher für die zu hohen Werte.

Die Verunsicherung ist groß unter Deutschlands Dieselfahrern - und die Wut auch. Lange als umweltfreundlich gepriesen gelten Dieselmotoren plötzlich als Dreckschleudern. Fahrverbote drohen und teils neuwertige Autos verlieren mit einem Mal dramatisch an Wert. Was sollen Autofahrer mit ihrem Diesel, der nicht den neuesten Schadstoffnormen genügt, machen? Verkaufen, umrüsten oder gar verschrotten? In welche Städte kommen sie in Zukunft mit ihrem Diesel überhaupt noch rein? Welche Möglichkeiten hat man als Autobesitzer überhaupt, seinen Diesel sauberer zu machen – und wer trägt die Kosten?

VW- Fahrer Werner Kusche vor seinem Auto

VW- Fahrer Werner Kusche ist sauer auf den VW-Konzern. Was soll er mit seinem Diesel machen?

Ist Umrüsten eine Alternative?

Die Story ist unterwegs mit einem Diesel, 5 Jahre alt, mit der Schadstoffklasse Euro 5 – und damit vom alten Eisen. Schon in wenigen Monaten könnten für den eigentlich noch recht modernen Familien-Van deutsche Innenstädte tabu sein. Unser Story-Autor hakt nach, welche Chancen die Technologie überhaupt noch hat und was man als Autobesitzer tun kann. Ist das jetzt von der Auto-Industrie angebotenen Software-Update die Lösung, um den Diesel sauberer zu machen? Und wie steht es mit der viel teureren Hardware-Nachrüstung, die gerade erprobt werden? Die Story testet mit dem Familien-Van, was eine Umrüstung bringen würde. Hält der Diesel dann auch im Fahrbetrieb die Grenzwerte ein und würde drohenden Fahrverboten entgehen? Wie tief müssten die Autofahrer dafür in die Tasche greifen – und sind nicht eigentlich die Hersteller in der Pflicht?

Das Diesel-Desaster – Umrüsten, verkaufen, verschrotten?

Messstationen registrieren die Luftbelastung durch Stickoxide.

Drohende Fahrverbote

Längst sind Fahrverbote ein reales Szenario, denn es gibt kaum andere Möglichkeiten, die zu hohen Stickoxid-Werte in den Innenstädten in den Griff zu kriegen. Diesel gelten als einer der Verursacher für die zu hohen Werte. Die Story fragt in NRW-Städten nach, wie sich Verwaltung, Einwohner und die Wirtschaft auf die mögliche Sperrung vorbereiten. Und wollen von der Politik wissen: Ist der Diesel noch zu retten?

Autor: Thomas Becker
Redaktion: Nicole Kohnert, Martin Suckow

Stand: 10.10.2017, 12:31

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16 Kommentare

Neuester Kommentar von "Menig Andreas", 12.01.2018, 02:21 Uhr:

Es gibt eine Lösung ! Diese ist lange bekannt ! Würde ich diese jetzt nennen ,wird sofort verstanden das dieses funktioniert. Partikel würden gebunden ! Temperaturen von Verbrennungen gesenkt. Leistung erhöht ! Verschleißteile geschont ! Stickoxyde gesenkt ! Wäre das nicht verlockend ? Statt dessen werden irgendwelche Partikelfilter für viel Geld zum nachrüsten angepriesen. Säufz Mony bringt Korruption so richtig in Schwung. Die Bevölkerung wird bestimmt auch die nächste Kröte schlucken schließlich hat die neue Kröte das neueste an Software Update. Ha. Ha ! Gruß an alle die sich an einen Diesel geklammert haben ! Grüße Andreas

Kommentar von "Eugen Bärwolf", 31.12.2017, 18:15 Uhr:

Ich habe vor Wochen schon gebeten, mir mitzuteilen, ob ich meinen PKW Euro 5 entsprechend umrüsten kann und bitte eine kurze Information über den Stand der Zulassung. Leider habe ich bis heute keine Antwort enthalten.

Kommentar von "schmitz", 30.12.2017, 02:56 Uhr:

Guten Tag, heute war ich bei der Daimlerniederlassung in Frechen. Ich habe dort nachgefragt ob es eine Möglichkeit gibt meinen 9 Jahre alten 220 t Diesel auf Schadstoffstufe 6 zu bringen. Ein Meister in dieser Filiale verneinte diese Möglichkeit! Daraufhin habe ich mir ein Angebot für einen neuen Benzinerkombi machen lassen und auch schon bei meiner Bank bezüglich einer Finanzierung angerufen. Mein Fahrzeug hat mal grade 100000 km gelaufen. Jetzt habe ich mich im Internet mal schlau gemacht. Was ist das für eine unqualifizierte Aussage der Mercedeswerkstatt? Ich hätte fast ein neues Auto gekauft obwohl es eine Möglichkeit gibt mein Auto schadstoffarm zu machen und das ohne in die softwear des Autos einzugreifen. Nicht nur das die Autohersteller die Abgaswerte verfälschen, in den Werkstätten bekommt man auch noch falsche Informationen. Das kann doch wohl nicht wahr sein!!

Kommentar von "Anonym", 30.12.2017, 02:45 Uhr:

Guten Tag, heute war ich bei der Daimlerniederlassung in Frechen. Ich habe dort nachgefragt ob es eine Möglichkeit gibt meinen 9 Jahre alten 220 t Diesel auf Schadstoffstufe 6 zu bringen. Ein Meister in dieser Filiale verneinte diese Möglichkeit! Daraufhin habe ich mir ein Angebot für einen neuen Benzinerkombi machen lassen und auch schon bei meiner Bank bezüglich einer Finanzierung angerufen. Mein Fahrzeug hat mal grade 100000 km gelaufen. Jetzt habe ich mich im Internet mal schlau gemacht. Was ist das für eine unqualifizierte Aussage der Mercedeswerkstatt? Ich hätte fast ein neues Auto gekauft obwohl es eine Möglichkeit gibt mein Auto schadstoffarm zu machen und das ohne in die softwear des Autos einzugreifen. Nicht nur das die Autohersteller die Abgaswerte verfälschen, in den Werkstätten bekommt man auch noch falsche Informationen. Das kann doch wohl nicht wahr sein!!

Kommentar von "Hillo - Wilfried Markert", 12.12.2017, 11:07 Uhr:

Habe mir den Bericht von Herrn Becker mehrfach angesehen. 1. Die Antworten von Herrn Rotter ( VDA ) sind eine Frechheit. Dass die Autoindustrie die Käufer betrogen hat, leugnet er. Da fällt mir nichts mehr dazu ein. 2. Was ist aus Ihrem umgebauten Ford geworden ?? Ohne ABE vom KBA "gibt`s" den Ford doch gar nicht. Ich fahre einen MB mit Euro 5 seit 2013. Habe Twintec zu einer Umrüstung befragt, die verweisen an das KBA bzw. MB. MB verweist an das KBA. Ohne Regierungsbeschluss passiert nichts. Bedauerlich, aber bei diesen handelnden Personen ( Wissmann, Dobrindt, u.a. ) leider nicht anders zu erwarten.

Kommentar von "Reinhold H.", 02.12.2017, 13:53 Uhr:

Dieselfahrer: Wut ist noch kein Ausdruck. Habe, so wie viele andere auch, nach besten Wissen einen PKW gekauft, der mir vom Hersteller als "sauber" angepriesen wurde und der sich nun als "Dreckschleuder" offenbart. Stinksauer bin nicht nur ich, dass es der GROKO in den letzten Jahren nicht gelungen ist, den Hersteller in die Pflicht zu nehmen. Die Kanzlerin und ihr lächelnder Verkehrsminister Do.... scheint das alles nicht zu berühren. Nach der Wahl die Aussage, ich wüsste nicht was anders zu machen wäre, halte ich für reine "Volksverdummung". Zum Glück habe ich meine Wählerstimme.

Kommentar von "Dieselfahrer", 30.11.2017, 22:10 Uhr:

Hallo, einfach mal bei Wikipedia MAK-Wert eingeben. Dann kommt man über einen Link auf die Seiten der DFG. Da kann man auch alle wissenschaftlichen Untersuchungen über NOX lesen. Dann weiß man, dass der Beitrag bull shit ist! Be Wikipedia kann man auch etwas über die Power to luiqid Tecnologie lesen!

Kommentar von "Alex", 30.11.2017, 14:44 Uhr:

Die Autohersteller fühlen sich wie alle Konzerne hauptsächlich den Aktieninhabern verpflichtet und somit wären die Umrüstungskosten obwohl durchaus bezahlbar für diese reichen Konzerne dennoch eine Belastung für die Hersteller. Ein Kleinbetrieb würde sich mit solchen Geschäftsmethoden nicht halten können. Ich finde dass dieses Thema durch den VW Betrug sehr stark hochgekocht wird und dadurch die generelle Frage nach der Wirtschaft der Zukunft in den Hintergrund rückt. Wie wollen wir jemals nachhaltig wirtschaften wenn jeder weiterhin daran festhält dass er 1,5 Tonnen täglich mit hoher Geschwindigkeit von A nach B und wieder zurück bewegt? Auch wenn es mit Elektrizität geschieht - es werden immer Ressourcen verbraucht die wir in Zukunft nicht mehr verbrauchen dürfen. Niemand scheint ein Zukunftkonzept zu haben wie wir nachhaltig leben können ohne einen wirtschaftichen Absturz zu erleben. Klimaschutzverträge unterschreiben, schöne Bilder liefern aber dann weiter so wirtschaften...

Kommentar von "Reiner Brida", 30.11.2017, 12:18 Uhr:

Hallo, mir ist was aufgefallen zu dem Thema Diesel usw. Ich fahre seit Sommer 2013 einen Toyota Prius+, die Entscheidung viel mir erst nicht leicht, weil ich immer Diesel gefahren bin (300000 km/ Jahr). Da beim Hybrid kaum Steuern anfallen, die Inspektionskosten geringer und die Versicherung ziemlich gleich waren wie bein Diesel, habe ich mich für diese neue Technik entschieden. Ich bin nun froh diesen Schritt gewagt zu haben, denn all das mit dem Fahrverbot geht mich nichts mehr an. So weit so gut, jetzt kommt die Dieselkriese und viele sind verärgert, wer umsatteln kann tut dieses und kauft sich auch einen Hybriden und plötzlich geht die Versicherung in die Höhe. Ich habe ein wenig rumgehört und man sagte mir bei Toyota, dass alle Hybriden in der Versicherung gestiegen sind (Typenklasseneinstufung). Ich weiß, dass die Typenklasseneinstufungen von vielen Faktoren abhängt, aber mir kommt das trotzdem spanisch vor. Wenn da mal ein Reporter nachschauen würde, der entdeckt bestimmt was.

Kommentar von "J.Worseg", 30.11.2017, 11:59 Uhr:

Ich habe gestern Abend diese Sendung und Akte D geschaut. Warum ist die Musik teilweise so laut das man den Text nicht mehr versteht. MFG

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