Ab ins Steuerparadies! – Kleinunternehmer wollen auch sparen

Ab ins Steuerparadies! – Kleinunternehmer wollen auch sparen

Ein Film von Michael Houben

Amazon, Starbucks, Ikea und Co. – Große internationale Konzerne nutzen zahlreiche Steuerlücken, die von vielen Staaten geradezu bereitwillig zur Verfügung gestellt werden. Für kleine Einzelhändler, die normal ihre Steuern zahlen, ein brutaler Wettbewerb.

Große internationale Handelsketten und Onlinehändler nutzen Steuerschlupflöcher in zahlreichen Ländern, wie Malta, Luxemburg, Jersey, den Niederlanden oder anderswo und können dadurch viel Geld sparen. Das ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, den kleine lokale Unternehmen nicht haben. Einige von Ihnen wollen sich das nicht mehr bieten lassen. Sie wollen es den Großen gleich machen – und so auf die ungerechten Steuersysteme aufmerksam machen.

Kleinunternehmer auf dem Weg in die Steueroase

Kleinunternehmer auf dem Weg in die Steueroase

Ein Dutzend kleine und mittlere Einzelhändler aus Deutschland, die beispielhaft für den Kampf gegen ein ungerechtes Steuersystem stehen. Auch sie wollen ihre Gewinne steuervermeidend in Europa verteilen, um die Steuerlast zu senken und damit auf die Ungerechtigkeiten in den Steuersystemen aufmerksam zu machen. Mit Hilfe einer der führenden Steueranwälte in Deutschland läuft der Plan an. Gemeinsam mit den lokalen Geschäftsleuten erarbeitet er eine Strategie, wie auch sie mit einer Firmengründung in einer der europäischen Steueroasen Steuern sparen können.

Ilona Schönle und Michael Riethmüller

Ilona Schönle und Michael Riethmüller, zwei Mittelständler erkunden Steueroasen.

Die Story „Ab ins Steuerparadies! – Kleinunternehmer wollen auch sparen“ zeigt am Beispiel, wie internationale Steuervermeidungs-strategien funktionieren, wie sich Unternehmen Vorteile verschaffen können, und wie sie dazu auch von europäischen Staaten wie Malta, Luxemburg oder den Niederlanden eingeladen werden. Sie stellt die Geschäftsleute vor und zeigt, welche Auswirkungen dieser Wettbewerbsvorteil der Großen auf die lokalen Händler hat. Die EU-Kommission, die OECD und die G20 haben sich zwar den Kampf gegen die Steueroasen auf die Fahnen geschrieben, doch vieles davon sind bislang nur Absichtserklärungen, die der Film auf den Prüfstand stellt.

Autor: Michael Houben
Redaktion: Michael Grytz

Stand: 10.04.2017, 14:56

Kommentare zum Thema

Kommentar schreiben

*Pflichtfelder

Die Kommentartexte sind auf 1.000 Zeichen beschränkt!

Sie sind schlauer als Spam-Automaten. Bitte antworten Sie auf folgende Frage:

Welche Zahl kommt nach 1, 2, 3?

Warum stellt der WDR diese Fragen?

3 Kommentare

Neuester Kommentar von "Kaspar Vollnhals", 25.05.2017, 08:44 Uhr:

Ein sehr guter Bericht, ausgezeichnet. Gibt es eine Liste von den "Steuerflucht-Firmen" auch unvollständig, damit wir Verbraucher solche Firmen meiden. Vielen Dank! K. Vollnhals

Kommentar von "Was soll uns dieser Bericht sagen?", 24.05.2017, 23:40 Uhr:

Erst kann angeblich jeder ganz einfach Steuern sparen. Der Versuch, dieses nachzuweisen, misslingt auf ganzer Linie. Nachweise werden auch nicht erbracht. Selbst die Befragung von Leuten vor Ort führen zu unterschiedlichen aussagen. Dass es für Konzerne, die international tätig sind, einige Möglichkeiten der Steueroptimierung gibt, da unterschiedliche Steuersätze in verschiedenen Ländern der EU vorhanden sind, wird sowohl von der EU als auch von führenden deutschen Politikern akzeptiert. Die Gesetze sind auch so ausgelegt. Was ist jetzt das Fazit dieser Sendung? Alles Okay? Ab ins Steuerparadies funktioniert doch nicht?

Kommentar von "Alexander Hoege", 18.04.2017, 10:24 Uhr:

Sollte diese Sendung nicht am Donnerstag, 13. April 2017 ausgestrahlt werden? Besteht keine Möglichkeit diese Sendung per Stream anzusehen? @Antwort der Redaktion: Ja, der Sendetermin wurde verschoben. Am Sendetag ist der Film vorab "online first" auf unserer Homepage zu sehen.