"Abgeholzt" - Hornbach sieht sich falsch dargestellt 

Ein Hornbach-Markt

"Abgeholzt" - Hornbach sieht sich falsch dargestellt 

Die Firma Hornbach sieht sich in der story "Abgeholzt" falsch dargestellt und hat dazu eine Erklärung abgegeben.

Erklärung der Firma Hornbach

Hornbach macht sich bereits seit 1996 stark für eine nachhaltige Waldwirtschaft und lenkt dafür die Aufmerksamkeit der Kunden auf Hölzer mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council.

Nachdem sich im Spätjahr 2016 Anzeichen mehrten, dass die Firma Holzindustrie Schweighofer (Rumänien) einen Re-Zertifizierungsprozess des FSC nicht bestehen könnte, haben wir in 2017 das Einkaufsvolumen unserer sechs rumänischen Märkte bei diesem Lieferanten in zwei Schritten deutlich reduziert, auf ca. zehn Prozent ab Juni 2017. Verbunden mit dem klaren Signal, dass wir in unserem Sortiment Hölzer aus unsicheren oder gar illegalen Quellen nicht akzeptieren und dass ein gültiges FSC-Zertifikat für Holzprodukte mit Wuchsgebiet in Rumänien bei Hornbach bis Jahresende 2018 zur Pflicht wird.

Nachdem sich für uns abzeichnete, dass Holzindustrie Schweighofer (Rumänien) bis Ende 2018 kein gültiges FSC-Zertifikat würde nachweisen können, haben wir die Geschäftsbeziehung im Juni 2018 komplett beendet. Aktuell befinden sich nur noch Restbestände in den rumänischen Märkten. Über die oben genannten Schritte hat Hornbach Medien und Öffentlichkeit in Rumänien transparent und zügig informiert, über Pressemitteilungen und auch im Rahmen einer großen Pressekonferenz im Mai 2017 in Bukarest. Die entsprechenden Informationen und Dokumente lagen auch dem WDR vor – und zwar vor Ausstrahlung der Reportage.

Erklärung der story-Redaktion dazu

Die Zertifizierungsprozesse des Unternehmens und sein erklärter guter Wille waren nicht Ziel der WDR-Berichterstattung. Vielmehr geht es an dieser Stelle darum, wie ein Großabnehmer von mutmaßlich fragwürdigen Holzlieferungen reagiert: Im Juli 2016 fordern Umweltschützer Hornbach auf, kein Holz mehr aus unsicheren Quellen zu beziehen, zum Beispiel von der Firma "Holzindustrie Schweighofer". Kurz darauf wird Schweighofer Thema im Zusammenhang mit dem möglichen Verlust des FSC-Siegels. Bis Juni 2017 fährt Hornbach nach eigenen Angaben das Einkaufsvolumen bei Schweighofer auf nur noch zehn Prozent (!) zurück. Seit Juni 2018 werde gar nichts mehr abgenommen, heißt es.

Tatsache ist – und so stellt es der Film auch dar - dass bei Testkäufen in mehreren rumänischen Hornbach-Märkten im September 2018 (!) im Rahmen unserer Dreharbeiten noch umfangreich Produkte von dem Lieferanten "Holzindustrie Schweighofer" in rumänischen Hornbach-Märkten gefunden wurden, also ein ganzes Jahr nach dem angeblich so weitreichenden Verzicht auf den Einkauf bei Schweighofer und fast ein drei Monate nach einem kompletten Aufkündigen der Geschäftsbeziehung. Das Unternehmen spricht hier von "Restbeständen" (s.o.). Richtig ist, dass Hornbach schriftliche Informationen zum Thema geliefert hat. Ein Interview vor der Kamera hatte das Unternehmen abgelehnt.

Stand: 14.12.2018, 14:30