Die perfekte Pizza – so gelingt sie sicher

Die perfekte Pizza – so gelingt sie sicher

Von der klassischen Variante mit Mozzarella und Tomatensauce über Extravaganzen wie Trüffel oder sogar süß mit Schokolade: Pizza steht bei den Lieblingsgerichten der Deutschen ganz oben auf der Liste.

Vom „Arme-Leute-Essen“ zum Weltkulturerbe

Das Bild zeigt einen Pizzabäcker bei der Pizza WM.

Pizza war lange Zeit eine einfache Speise der Bauern und stammt aus der Region Kampanien in Italien. Ursprünglich als „Arme-Leute-Essen“ fand Pizza bald auch reiche und prominente Verehrer wie zum Beispiel Papst Paul IV (1476-1559). Und die Pizza Margherita wurde sogar nach einer Königin benannt. Denn die Gemahlin von König Umberto I soll ein großer Fan der Pizza in den Nationalfarben Rot, Weiß, Grün gewesen sein. Pizza Margherita gilt heute als die weltweit am häufigsten bestellte Pizza.

Geschützte Tradition

Neapolitanische Pizza ist in der EU eine geschützte Bezeichnung. Die Zutaten sind genau festgelegt, außerdem muss die Pizza bei über 400 Grad Celsius gebacken werden. 2017 erklärte die UNESCO die Pizza Napoletana sogar zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit.

Trends

Das Bild zeigt verschiedene Tiefkühlpizza Varianten.

Auch der Handel hat Pizza als einträgliches Geschäft entdeckt. Sowohl im Tiefkühlsegment als auch bei Frischteigen zum Selbstbelegen wächst die Auswahl. Besonders zwei gegensätzliche Trends sind aktuell zu beobachten: zum einen die Pizzen mit gesundem Image, also Pizzen aus Vollkornmehl und solche, die weder Gluten noch Laktose enthalten, auf Kohlenhydrate verzichten oder vegan sind. Zum anderen auch solche, die den Begriff Pizza dehnbar gestalten und ihn mit verschiedenen Fastfood-Gerichten kombinieren wie Nudel-Pizza, Pizza-Burger, Pizza mit Döner-Belag oder die Schokoladen-Pizza.

Geheimnisse einer perfekten Pizza

Welche Eigenschaften muss eine gute Pizza haben und wie kriegt man sie zu Hause hin? Die besten Tipps unserer Pizzaexperten: Ein guter Teig fängt beim Mehl an. Ein hoher Proteinanteil sorgt dafür, dass sich der Teig gut kneten und formen lässt. Italienische Pizzabäcker verwenden Weizenmehl der Type 00. Wer das nicht zur Hand hat, kann das in Deutschland handelsübliche Mehl Typ 405 verwenden.

Eine gute Pizza riecht und schmeckt nicht nach Hefe. Deshalb verwenden Pizzabäcker so wenig Hefe wie möglich und lassen den Teig dafür länger gehen (siehe 24-Stunden-Teig- Rezept unten). Wer keine Zeit hat, muss mehr Hefe einsetzen, dann ist die Pizza aber auch nicht mehr so bekömmlich.

Zum Formen: Damit die Kruste schön locker wird und der Rand große Luftblasen enthält, den Teig nicht mit dem Nudelholz ausrollen, sondern mit den Händen einen lockeren Fladen formen, so wird die Luft nicht herausgedrückt.

Der Belag: Die Experten verwenden Tomaten aus der Dose und ein wenig Salz. Diese werden nicht gekocht, sondern nur püriert und gewürzt. Etwas Mozzarella und zum Garnieren Basilikum reichen für eine gute italienische Pizza vollkommen aus.

Tipp: Achten Sie bei Tomatendosen auf die aufgedruckte Zahl auf dem Deckel. Diese gibt an, an welchem Tag des Jahres die Tomaten geerntet wurden. Besonders gut sind Tomaten, wenn sie zwischen dem 230sten und 260sten Tag im Jahr geerntet wurden.

Stand: 25.06.2019, 11:00

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