Neue Folge: Der Vorkoster – Ran an die Buletten! Wie gut sind unsere Frikadellen?

Neue Folge: Der Vorkoster – Ran an die Buletten! Wie gut sind unsere Frikadellen?

Die Frikadelle – ein vielfältiger Klops

Gebratene Fleischklopse erfreuen sich in ganz Europa großer Beliebtheit, dafür sprechen Köttbullar, Bifteki oder Frikandeln. Bei uns werden sie je nach Region auch Buletten, Fleischpflanzerl oder -küchle genannt. Üblicherweise besteht das Grundrezept für Frikadellen aus Schweine- und/oder Rinderhackfleisch, Brot, Ei und Zwiebeln. Die Hackfleischverordnung gibt den Fettgehalt der verschiedenen Hackfleischsorten vor: Rinderhackfleisch darf bis zu 20% Fett enthalten, Schweinehackfleisch sogar bis zu 30%. Bei weiteren Hackfleischsorten ist der Gehalt auf 25% begrenzt. Eine fettärmere Variante sind Fleischklopse aus Geflügel oder ganz ohne Fleisch.

Fertig-Frikadellen im Test

Wie Stiftung Warentest im Januar 2019 feststellte, überzeugen Frikadellen aus dem Handel geschmacklich allerdings selten (Stiftung Warentest 1/2019: „Frikadellen im Test“). Von 22 getesteten Frikadellen erhielten nur sechs das Qualitätsurteil „gut“, die meisten Fleischklopse wurden eher durchschnittlich bewertet. Außerdem stammt das Fleisch meist aus konventioneller Tierhaltung, nur sehr wenige fertige Klopse bestehen aus hochwertigerem Biofleisch.

Orientierungshilfe beim Einkauf: Fleischsiegel

Wer Klopse lieber selbst brät und Hackfleisch einkauft, kann sich an den Siegeln orientieren. Seit April 2019 gibt es im Handel die vierstufige Haltungskennzeichnung. Die erste Stufe steht für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Stallhaltung der Tiere, während Stufe vier den strengeren Bio-Standards entspricht. Hierbei haben die Tiere beispielsweise mehr Platz. Außerdem gibt es strengere Auflagen zur Verwendung von Antibiotika und den Futtermitteln. Deklarationen wie das Neuland-Label oder das Label für Tierwohl sind in erster Linie Tierwohlkennzeichen, die auf eine artgerechte Tierhaltung hinweisen.

Worauf bei der Hackfleisch-Zubereitung achten?

Hackfleisch ist ein sensibles Lebensmittel, da das zerkleinerte Fleisch mit seiner großen Oberfläche einen idealen Nährboden für Mikroorganismen darstellt. Um deren Wachstum zu hemmen, ist die Einhaltung einer dauerhaften Kühlkette wichtig. Frisches Hackfleisch sollte am Tag der Herstellung verzehrt werden. Abgepacktes Hackfleisch wird unter Schutzatmosphäre verpackt, sodass es länger haltbar ist – es sollte aber nicht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums verwendet werden. Bei der Zubereitung von Frikadellen soll das Hackfleisch durchgegart werden. Im gebratenen Zustand können sie bis zu zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Stand: 11.04.2019, 17:00

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