Olle Möhre oder flotte Karotte? Lieblingsgemüse im Check

Der Vorkoster

Olle Möhre oder flotte Karotte? Lieblingsgemüse im Check

Sie ist die knackige Wurzel für alle Fälle: die Möhre. Nirgendwo in Deutschland gibt es mehr davon als bei uns im Westen. Grund genug für Vorkoster Björn Freitag herauszufinden, ob sich hinter der ollen Möhre nicht doch ein echtes heimisches "Superfood" verbirgt.

Flotte Karotte – die Möhre als heimisches Superfood

Deutsche Möhren gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt zu kaufen, sie enthalten viele Nährstoffe und wenige Kalorien. Björn Freitag nimmt das heimische Gemüse unter die Lupe und zeigt, wie vielfältig Karotten sind – egal ob roh oder gekocht, als Saft, Suppe, Salat oder Karottenkuchen.

Im Westen beliebt

Mehr als 100 Karotten isst ein Deutscher durchschnittlich im Jahr. Und: NRW ist Möhrenland: Ein Viertel der Anbaufläche für Möhren in Deutschland befindet sich hier (Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft).

Überraschend vielfältig! Karottensorten im Überblick

Die uns bekannte orangefarbene Möhre ist eine Kreuzung aus gelber und violetter Ur-Möhre und entstand erst im 19. Jahrhundert. Inzwischen züchtet man die Ur-Möhre wieder in bestehende Sorten ein und erhält damit Sorten wie „Purple Haze“. Diese ist außen dunkel violett und innen orange. Am besten eignen sich dunkle Möhren übrigens als Rohkost – werden sie gekocht, verlieren sie schnell ihre Farbe. Ein weiterer Trend sind kleine Snackmöhren oder Bundmöhren. Sie schmecken süß und saftig, sind allerdings nicht so lange haltbar wie die dickeren Lagerkarotten. Frische Karotten sind knackig und nicht biegsam und haben eine glatte Schale.

Möhren – nicht nur für die Augen gut!

Möhren haben typischerweise einen hohen Carotinoidgehalt. Carotinoide, kurz Carotine, sind jene Pflanzenstoffe, die für die satte orangene Farbe der Karotten verantwortlich sind. Unser Körper kann sie in Vitamin A umwandeln, was sich positiv auf Sehvermögen, Haut, Knochenwachstum und Immunabwehr auswirken kann. Besonders gut nimmt unser Körper Carotine auf, wenn die Karotten erhitzt, püriert oder entsaftet wurden. Die Zugabe von etwas Öl steigert den Effekt.

Außerdem ist die Kombination aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen gesund. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte der Kinderarzt Prof. Ernst Moro eine Karottensuppe, die noch heute ein bewährtes Hausmittel gegen Durchfallerkrankungen ist. Auch die Krebsforschung entdeckt zunehmend das präventive oder gar heilende Potenzial der Möhre.

Stand: 03.05.2019, 12:00

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