Klöße und Knödel – So wird's eine runde Sache

Der Vorkoster Der Vorkoster 23.11.2020 44:35 Min. UT Verfügbar bis 23.11.2021 WDR

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Klöße und Knödel – So wird's eine runde Sache

Von Alexandra Augustin

77,1 Kilogramm. Das war das stattliche Gewicht des größten Knödels der Welt. Im Jahr 2017 gewann er den Weltrekord bei den Knödel-Weltmeisterschaften in Italien. Auch in Deutschland gehört er zum festen Repertoire der Beilagen, egal ob selbstgemacht oder gekauft.

So zählen Klöße und Kloßmasse bei uns zur Top Zehn der beliebtesten Fertigprodukte im Handel. Während man sie im Norden und Osten meistens Klöße nennt, sind es im Süden und Westen eher Knödel. Wir bleiben daher bei der Bezeichnung Knödel.

Der Knödel – seine Geschichte und zahlreichen Facetten  

Im 11. Jahrhundert wurde er in Südtirol vermutlich das erste Mal schriftlich erwähnt. Die Rezepte haben sich weiterentwickelt, dabei haben sich regionale Unterschiede herausgebildet. Das zeigt sich bereits in der Auswahl der Grundzutaten. Oft günstig und für jedermann erschwinglich, wie Kartoffeln oder altes Brot (Semmelknödel sind traditionell Resteessen). Aus Quark und Grieß werden Quarkknödel hergestellt, welche besonders in Österreich, bis hin nach Siebenbürgen in Rumänien sehr beliebt sind. Aus Hefeteig zubereitet kennen wir ihn in Form der Dampfnudel, beziehungsweise Germknödel. Aber auch im asiatischen Raum isst man Knödel gerne aus Hefeteig zubereitet in gedämpfter Form.

Knödel-Knigge

Die Vielfalt der Knödel ist riesig, genau wie die Tipps zur Zubereitung. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Die richtige Auswahl der Kartoffeln 

Hierbei scheiden sich die Geister. In vielen Kochbüchern und Rezepten werden mehlig kochende Kartoffeln für die Zubereitung von Kartoffelklößen empfohlen.

Sie sind reich an Stärke, enthalten aber nur wenig Flüssigkeit, wodurch die Klöße gut zusammenhalten. Kloßexperten aus Thüringen, aber auch Spitzengastronomen greifen lieber zu vorwiegend festkochenden Sorten, da diese besser schmecken.

Roh oder gekocht?

Das ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Frage der Konsistenz. Kloßteig aus gekochten Kartoffeln ergibt weiche, lockere Knödel, während Knödel aus rohen Kartoffeln eher fest sind. Die dritte Variante besteht aus halb rohen, halb gekochten Kartoffeln. Diese Variante ist besonders in Thüringen beliebt.

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Stand: 22.11.2020, 17:00

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