Käse-Vielfalt im Westen – Was macht guten Käse aus?

Neue Folge: Käse-Vielfalt im Westen – Was macht guten Käse aus? Der Vorkoster 03.02.2020 44:11 Min. UT Verfügbar bis 03.02.2021 WDR

Käse-Vielfalt im Westen – Was macht guten Käse aus?

Von Sarah Weihsweiler

Ob Gouda, Emmentaler oder Edamer – schnittfeste Käsesorten sind im Ranking der beliebtesten Käsesorten unangefochten die Nummer Eins bei uns Deutschen! Grund genug für Spitzenkoch und WDR-Vorkoster Björn Freitag, unseren absoluten Lieblingskäse ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

Gouda – Unser Favorit auf der Käseplatte

43 Prozent der Deutschen geben an, dass sie am liebsten Gouda essen. Der Schnittkäse aus pasteurisierter Kuhmilch wurde nach der Stadt Gouda in Holland benannt. Nur „Gouda Holland“ stammt wirklich aus den Niederlanden. Wenn nur Gouda auf der Verpackung steht, kann der Käse überall hergestellt worden sein.

Parmesan, Parmigiano oder Pecorino?

Parmesan sorgt für die nötige Würze auf Spaghetti Bolognese und ist fester Bestandteil in Risotto oder im Basilikum-Pesto. Aber Parmesan ist nicht gleich Parmesan. Das „Original“ ist der Parmigiano Reggiano, dessen Ursprungsbezeichnung geschützt (g. U.) ist. Die Milch für diesen Hartkäse muss aus bestimmten Teilen Italiens stammen, wie z. B. Parma oder Bologna. Die Kühe dürfen nur Futter aus der Region fressen und der Käse muss mindestens ein Jahr lang reifen. Anders sieht es beim Grana Padano aus. Auch dessen Ursprungsbezeichnung ist geschützt, er muss aber nicht so lange reifen wie der Parmigiano Reggiano und ist deswegen auch meist um einiges günstiger. Nicht zu verwechseln sind diese beiden Hartkäse mit dem Pecorino, der aus Schafsmilch und nicht aus Kuhmilch hergestellt wird.

Wie gesund ist Käse?

Käse enthält hochwertiges Eiweiß, das Menschen gut verwerten können. Darüber hinaus sind einige wertvolle Mineralstoffe wie Calcium enthalten. Aber: Aufgrund des hohen Fettgehaltes stecken in Käse auch viele Kalorien – ein Grund, warum man es mit dem Konsum nicht übertreiben sollte. Menschen mit Laktoseintoleranz können lange gereifte Sorten verzehren, die enthaltene Laktose baut sich während den Reifeprozesses ab. Aber Achtung: Wer empfindlich auf Histamine reagiert, sollte besser auf jüngere Käsesorten zurückgreifen, da länger gereifte Sorten mehr Histamine enthalten. Käse aus Ziegen- und Schafsmilch gilt als besonders gut verdaulich. Generell gilt: Besonders Schwangere und Geschwächte sollten vom Verzehr von Rohmilchkäse – egal, welcher Herkunft – absehen.

Wie sollte man Käse lagern?

Käse hält sich kühl und dunkel gelagert am längsten. Zur Aufbewahrung eignen sich am besten die Originalverpackung oder Käsepapier. Für den perfekten Genuss sollte man den Käse mindestens dreißig Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank holen. Unerwünschten Schimmel kann man bei Hart- und Schnittkäse großzügig entfernen und die Reste weiter verzehren. Achtung: Das geht bei Weichkäse nicht! Künstliche Käserinde sollten Sie aufgrund der enthaltenen Konservierungsmittel niemals mitessen. Die Rinde ist bei ganz wenigen Sorten essbar, die natürlich gereift sind und deren Rinde nicht behandelt wurde. Sollten Sie sich nicht sicher sein, empfiehlt der Vorkoster, die Rinde zu entfernen.

Stand: 02.02.2020, 17:00

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