Heißgeliebtes Schnitzel: Saftig, knusprig, zart – wie wird es richtig gut?

Der Vorkoster

Heißgeliebtes Schnitzel: Saftig, knusprig, zart – wie wird es richtig gut?

Vorkoster Björn Freitag begibt sich auf Schnitzeljagd, denn er möchte wissen: Was macht ein gutes Schnitzel aus? Woher stammt das Fleisch? Und wie gesund sind vegetarische Alternativen wirklich?

Wer Fleisch oder fertige Schnitzel im Supermarkt kauft, findet auf den Verpackungen diverse Siegel. Welche Informationen liefern sie? Welche sind aussagekräftig, was Tierwohl oder Fleischqualität angeht? Eine Übersicht:

Das QS-Siegel

Das QS-Siegel ist ein Prüfzeichen, das von der Gesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft vergeben wird. Es besagt, dass das Produkt kontrolliert wurde und die Mindestanforderungen des Tierschutzes eingehalten wurden. Das Siegel sagt aber nichts über die Qualität des Fleisches aus. Aktuell tragen 95% des Schweine- und Geflügelfleisches und 90% des Rindfleisches dieses Prüfzeichen.

Die einheitliche Haltungskennzeichnung

Bisher vergeben unterschiedliche Handelsunternehmen eigene Siegel zur Haltungskennzeichnung. Die Tierhaltung wird dabei in der Regel in vier Stufen eingeordnet, wobei Stufe 1 den Mindeststandard und Stufe 4 die Biohaltung bezeichnet. Ab April 2019 soll diese Haltungskennzeichnung vereinheitlicht werden.

  • Stufe 1 "Stallhaltung": Der gesetzliche Mindeststandard für die Tierhaltung wurde eingehalten.
  • Stufe 2 "Stallhaltung Plus": Diese Haltung entspricht den Anforderungen der Initiative Tierwohl. Das bedeutet etwas mehr Platz im Stall und Spielzeug/Beschäftigungsmaterial für die Tiere. Außerdem dürfen Rinder nicht angebunden sein.
  • Stufe 3 "Außenklima": Durch einen überdachten Außenbereich oder einen Stall mit offener Stallseite haben die Tiere Kontakt zum Außenklima.
  • Stufe 4 "Premium": Die Tiere haben noch mehr Platz im Stall und Auslauf im Freigelände.

Ab 2020 können Produzenten mit dem staatlichen Tierwohllabel werben. Das umfasst die gesamte Lebensspanne des Tieres, sowie die Aufzucht und den Transport. Die Kennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels betrifft nur die Mast. Das staatliche Label soll es in drei Stufen geben, wobei die dritte zwar die beste ist, die erste Stufe aber auch schon über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegt.

Bio-Label

Auch im Bereich der ökologisch produzierten Produkte gibt es verschiedene Siegel:

  • Das sechseckige deutsche Bio-Siegel und das EU-Biosiegel stehen für Produkte, die nach der EG-Öko-Verordnung hergestellt wurden. Sie stellen den Mindeststandard für biologische Haltung dar. Dies betrifft sowohl die Art der Tierhaltung als auch die Fütterung mit ökologisch produziertem Futter.
  • Öko-Verbände wie Bioland, Naturland oder Demeter achten noch strenger auf eine artgerechte Haltung.
  • Neuland ist kein Bio-Siegel. Aber es soll ebenfalls artgerechte Haltung und regionale Produktion garantieren.
  • Auch beim Siegel des Deutschen Tierschutzbunds steht die Art der Tierhaltung im Vordergrund. Dieses blaue Siegel gibt es in zwei Stufen. Mit einem oder zwei gelben Sternen. Wobei nur das Label der Premiumstufe (zwei Sterne) artgerechte Haltung garantiert.

Ein Blick auf die Verpackung und die Haltungskennzeichnung lohnt sich also. Denn so ist für den Verbraucher wesentlich deutlicher erkennbar, wie das Tier gehalten wurde.

Stand: 27.03.2019, 16:00

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