Neue Folge: Lachs unter der Lupe - was macht ihn so besonders?

Lachs unter der Lupe – Was macht ihn so besonders? Der Vorkoster 08.03.2019 44:22 Min. Verfügbar bis 08.03.2020 WDR

Der Vorkoster

Neue Folge: Lachs unter der Lupe - was macht ihn so besonders?

Ob geräuchert, gebeizt oder gebraten: Lachs ist der beliebteste Speisefisch der Deutschen. Pro Kopf verzehrten wir im Jahr 2017 rund 2 kg Lachs. Doch wie gesund ist er wirklich? Und welchen Lachs kann man ohne Bedenken kaufen?

Fette Fische: Warum Lachs so gesund ist

Lachs zählt zu den sogenannten Fettfischen und enthält viele Omega-3-Fettsäuren. Da unser Körper diese nicht selbst produzieren kann, müssen wir sie über die Ernährung zu uns nehmen. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Gehirn- und Nervenzellen, außerdem senken sie den Blutfettspiegel und hemmen Entzündungsreaktionen im Körper. Aus diesen Gründen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) wöchentlich ein bis zwei Mal Fisch zu essen.

Thema Schadstoffbelastung

Lachs ist grundsätzlich gesund. Er kann aber auch mit Schadstoffen belastet sein. Wie das Verbrauchermagazin Öko-Test im Dezember 2018 feststellte, enthielten einige der überprüften Räucherlachse Ethoxyquin, ein umstrittenes, krebsverdächtiges Konservierungsmittel für Fischfutter (Öko-Test 12/2018: „Delikatesse mit Nebenwirkungen“). Ein weiteres Problem kann der Befall durch Parasiten sein. Bei Zuchtlachsen werden Antibiotika gegen den Lachslaus-Befall eingesetzt. Wildlachs kann von Fadenwürmern (Nematoden) befallen sein. Gesundheitsschädlich sind diese nicht, da sie das Einfrieren des Fischs nicht überleben, unappetitlich sind sie aber allemal.

Worauf achten beim Lachseinkauf?

Wenn Sie wissen wollen, woher der Lachs stammt und wie er gefangen wurde, können Sie auf folgende Siegel achten: Das ASC-Siegel steht für eine Fischzucht mit hoher Wasserqualität, überwachter Anwendung von Antibiotika und Fischfutter aus rückverfolgbaren Quellen. Das Siegel „Naturland Aquakultur“ besagt, dass die Fische ohne Gentechnik oder Hormone in einer ökologischen Aquakultur gezüchtet werden. Außerdem darf die Lachsdichte nicht zu hoch sein und die umliegenden Ökosysteme sollen geschützt werden. Für das EU-Biosiegel gilt, dass die Tiere aus Bio-Aquakulturen und das Fischfutter aus ökologischem Anbau stammen müssen. Das MSC-Siegel hingegen steht für die nachhaltige Wildlachs-Fischerei. Orientierung für den Lachskauf bieten zum Beispiel Fischratgeber-Apps von WWF oder Greenpeace.

Rezepte

Björn Freitag zeigt, wie vielfältig Lachs in der Küche einsetzbar ist. Ob selbst gebeizter Lachs oder eine Lachstorte – diese Gerichte sind kreativ und lecker!

Stand: 08.03.2019, 12:00