Retrohype. War früher ALLES besser?

Das Experiment

Retrohype. War früher ALLES besser?

Autos, Toaster, Plattenspieler: Überall ist Retro angesagt – vor allem bei jungen Menschen. Es ist ja auch alles so niedlich aus den 50er, 60er oder 70er Jahren. Aber wäre ein Leben à la 1963 wirklich schön? Drei Retro-Fans versuchen es einfach mal.

Retro ist in. Ob Mode, Frisuren,  Möbel, Autos oder Technik – alles Retro. Junge Leute stylen sich wie in den 50ern, richten sich ein, wie in den 70ern, legen wieder Vinyl-Schallplatten auf, servieren Käseigel und Toast Hawaii und fahren Minicooper, Fiat 500 und VW-Käfer. Aber die Nostalgie hat ihre Grenzen. War früher alles besser?

Drei Retro-Fans machen das Experiment: Das Ehepaar Beate und Marc aus Oberhausen und die  Polizistin Candice aus Dortmund. Sie wohnen zusammen in einer kleinen 50er-Jahre-Wohnung und reisen versuchsweise durch vier Jahrzehnte.

Sie erleben die Rollenverteilung der 50er, als der Mann das Geld verdiente und die Frau den Haushalt schmiss, mit der Technik von damals, oder wie beim Wäschewaschen, noch per Hand.

In den 60ern gab der Mann Zuhause noch den Ton an und die Frau musste selbst fürs Autofahren um Erlaubnis bitten. Arbeit bedeutete nicht selten schweren körperlichen Einsatz.

In den 70ern begann die Fitness-Welle und alle liefen über „Trimm-dich-Pfade“. Verkehrssicherheit stand ganz oben auf der Agenda, denn dank Autoboom hatte jetzt jeder einen Wagen und auf den Straßen wurde es gefährlich.

Und wie war es in den 80ern, ganz am Anfang der Digitalisierung, Adressen, Rezepte, Bilder oder Daten zu recherchieren, als man nur Lexika oder Telfonbücher hatte oder in Archive gehen konnte?   

Mit den Mitteln von damals, heute zurecht kommen – dieser Herausforderung haben sich die drei Kandidaten im Retro-Experiment gestellt. Nach einem Monat ziehen sie Bilanz, was früher wirklich besser war.

Stand: 21.09.2018, 12:00

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