Klamottenwahn – Wie ziehe ich mich fair und bezahlbar an? 

Das Experiment

Klamottenwahn – Wie ziehe ich mich fair und bezahlbar an? 

Der Blick in den eigenen Kleiderschrank reicht meist: Wir haben zu viele Klamotten und kaufen immer mehr. Muss das sein? Oder geht es auch etwas fairer gegenüber Mensch und Umwelt? Eine Familie ist mutig und probiert es aus.

Mehr als fünf Milliarden Kleidungsstücke verstopfen die Schränke der Deutschen. 40 Prozent davon werden selten oder nie getragen. Den Preis für diesen Klamottenwahn zahlen Menschen, die am anderen Ende der Welt für Hungerlöhne arbeiten. Und die Natur leidet unter der Umweltverschmutzung durch die Bekleidungsindustrie. Fair und ökologisch sieht anders aus.

Aber wie? Zeit für Das Experiment! Familie Sahmel aus Köln lässt sich für vier Wochen darauf ein und will herausfinden: Wie schränken wir unseren Klamottenkonsum ein? Wo gibt es faire und ökologische Mode zu kaufen? Können wir uns das überhaupt leisten? Und: Stimmt der Style?

Eine große Herausforderung für alle, denn zuerst heißt es Ausmisten. Nur 20 Kleidungsstücke darf jeder behalten. Auch die Suche nach cooler Öko-Kleidung ist für die Ungeübten ein Problem.

Zum Glück bekommen die Sahmels Unterstützung von einer Greenpeace-Expertin und zwei YouTubern, die sich auskennen in der Öko-Fair-Modewelt. Die versorgen sie mit Ideen, wie man seinen Kleiderbestand einschränken kann und geben Einkaufstipps. Am Ende steht die Frage: Öko, fair, schick, bezahlbar – hat es geklappt? Und will Familie Sahmel die aussortierte Kleidung zurück haben, oder ist weniger mehr?

Weiterführende Links

Wir verordnen Familie Sahmel eine Klamottenkur. Kleiderfasten - das kann mal eine ganz spannende Erfahrung sein. Hier gibt es ähnliche Experimente:

Unsere Expertin Kirsten Brodde arbeitet für Greenpeace und gilt als FairFashion-Expertin. Auf den Greenpeace-Seiten findet man auch einen Überblick über die verschiedenen Öko-Siegel für Textilien.

Wer Hilfe und Überblick braucht im Wirrwarr der Öko-Siegel, kann sich die App Siegelklarheit für Apple- und Android-Geräte herunterladen. Mit der kann man beim Einkaufen die Siegel scannen oder per Suchfunktion nachschlagen.

Faire Mode findet man unter anderem unter fairfashionguide.de.  Auf der Website gibt es Tipps zum fairen Konsum, zum Kleiderschrank der Zukunft und einen Labelfinder.

Unter getchanged.net findet man außerdem für seine Stadt Adressen von entsprechenden Modeläden. Die Infos sind auch über eine App fürs iPhone verfügbar.

Die beiden Youtuber Oliver und Yannick haben auf ihrem Kanal Rethinknation fast jede Woche ein neues Thema, das sich rund um Fashion und Fairness dreht. Mit vielen Tipps und Links, z.B. zu Online-Shops, die sich auf Fair Fashion spezialisiert haben.

Ökologische und faire Outdoormode ist gar nicht so leicht zu finden. Einen guten Überblick bietet die Seite Utopia:

Stand: 01.09.2018, 12:00

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