Meilensteine der Medizin

Meilensteine der Medizin

Narkose, Röntgen oder Penicillin: Der Forschungsdrang von Wissenschaftlern, aber auch reine Zufälle, bescherten der Menschheit Entdeckungen in der Medizin. So konnten viele Krankheiten besiegt und die Behandlung revolutioniert werden.

Ultraschalluntersuchung bei einer Schwangeren

Ultraschall

Die erste technologische Anwendung von Ultraschall erfolgte 1917 durch den französischen Physiker Paul Langevin, als dieser den Versuch unternahm, U-Boote zu orten. In den 1950er-Jahren begann man mithilfe der Entwicklung von Ultraschallgeräten erste Untersuchungen von Schädel und Herz, später auch mit solchen im Bauchbereich. Heute wird der Ultraschall in der Medizin vielseitig verwendet, insbesondere zur Sonografie: Hierbei wird der Schall als akustische Energie in den Körper gesendet und von den dortigen Innereien reflektiert. Die zurückgesendeten Wellen werden anschließend vom Ultraschallgerät empfangen und von diesem in bildlicher Form widergegeben.

Ultraschall

Die erste technologische Anwendung von Ultraschall erfolgte 1917 durch den französischen Physiker Paul Langevin, als dieser den Versuch unternahm, U-Boote zu orten. In den 1950er-Jahren begann man mithilfe der Entwicklung von Ultraschallgeräten erste Untersuchungen von Schädel und Herz, später auch mit solchen im Bauchbereich. Heute wird der Ultraschall in der Medizin vielseitig verwendet, insbesondere zur Sonografie: Hierbei wird der Schall als akustische Energie in den Körper gesendet und von den dortigen Innereien reflektiert. Die zurückgesendeten Wellen werden anschließend vom Ultraschallgerät empfangen und von diesem in bildlicher Form widergegeben.

Röntgen

1895 beobachtete der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen erstmals die später nach ihm benannte Röntgenstrahlung, welche im Vorfeld jedoch bereits von mehreren anderen Forschern erzeugt worden war. Röntgen selbst verlieh den Strahlen den Namen "X-Strahlung". Sie ermöglichte die Abbildung von Knochen und Organen und erlaubte somit die Diagnose innerer Verletzungen. Heute ist das Röntgengerät standardmäßig in Krankenhäusern und Arztpraxen vertreten.

Penicillin

1928 entdeckte der schottische Bakteriologe Alexander Fleming durch Zufall das aus den Sporen von Schimmelpilzen gewonnene Penicillin. Fleming hatte eine Agarplatte mit Staphylokokken beträufelt und diese mehrere Woche gedeihen lassen. Im Laufe dieser Zeit hatte sich auf dem Nährboden ein Schimmelpilz gebildet, in dessen Dunstkreis sich die Bakterien nicht weiter vermehrt hatten. Die erste groß angelegte Penicillin-Produktion erfolgte jedoch erst im Jahre 1944 für die US-Streitkräfte, 1945 wurde das Anitbiotikum erstmals kommerziell über Apotheken vertrieben.

Narkose

1842 wurde Äther als Narkosemittel eingeführt, als der US-amerikanische Arzt Crawford Williamson Long einem Patienten einen Tumor am Nacken entfernte, nachdem dieser mit einem in Äther getränkten Tuch betäubt worden war. Die erste dokumentierte Narkotisierung wird jedoch dem amerikanischen Zahnarzt William Thomas Green Morton zugeschrieben und erfolgte 1846. Für den Zeitraum der Narkose liegt der Patient reglos und ohne Bewusstsein auf dem OP-Tisch - befreit von seinem Schmerzempfinden. Vergleichbare Wirkungen waren bereits 1844 bei der Verwendung von Lachgas entdeckt worden.

Cortison

Das Hormon Cortison wurde erstmals 1935 in der menschlichen Niere entdeckt. In der Medizin gilt es als umstritten. Richtig dosiert kann es Entzündungsreaktionen wie Rheuma, Asthma oder Neurodermitis hemmen, allergische Reaktionen ausbremsen und verhindern, dass im Zuge von Transplantionen erhaltenen Organe vom Körper abgestoßen werden. Zu hohe Dosen können jedoch erhebliche Folgen nach sich ziehen, darunter Muskelschwäche, Hautverdünnung, Bluthochdruck, Knochenschwund und Diabetes.

Aspirin

Ende des 19. Jahrhunderts gelang es Chemikern den Wirkstoff Salicylsäure chemisch herzustellen, welcher eine entzündungshemmende, fiebersenkende und schmerzstillende Wirkung besaß. Aufgrund des bitteren Geschmacks und verschiedener Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden fand er allerdings nur begrenzte Einsatzmöglichkeiten. 1897 glückte dem deutschen Chemiker Felix Hoffmann den Wirkstoff in Acetylsalicylsäure (kurz ASS) abzuwandeln. Der Pharmakonzern Bayer vermarktete den Wirkstoff unter dem Namen Aspirin, welcher fortan zu einem der umsatzstärksten Schmerzmittel der Welt avancierte.

Insulin

1921 gelang Wissenschaftlern der University of Toronto die Extraktion des Hormons Insulin. Dieses hat als Regualtor des Blutzuckerhaushalts eine lebenswichtige Funktion inne. Seine Isolation ermöglichte die Behandlung der Diabetes Typen 1 und 2, die bis zu diesem Zeitpunkt als nicht behandelbar galten und einem Todesurteil gleichkamen.

Heftpflaster

Am 8. November 1882 beantragte der brandenburgische Apotheker Paul C. Beiersdorf in Hamburg ein Patent zur "Herstellung von gestrichenen Pflastern" statt der bis dato üblichen Leinenbinden. 1890 verkaufte er seine Firma an den schlesischen Apotheker Oscar Troplowitz, der 1922 mit der Massenproduktion des ersten hautverträglichen Wundschnellverbands - dem Hansaplast-Pflaster - begann. Unter Troplowitz' Leitung wuchs die Beiersdorf AG zu einem Weltkonzern heran.

Stand: 27.07.2017, 06:00 Uhr