Feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen

Digit empfängt die Kommunion

Feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen

Der "Weiße Sonntag" ist etwas Besonderes für die katholischen Kinder. Mit der ersten Kommunion werden sie feierlich in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Ebenso schön wie die Zeremonie sind sicher die Geschenke - das war auch vor 50 Jahren schon so.

Der Gang aus der Kirche ist der wohl meistgefilmte Moment der Kommunion, und jede Kamera folgt immer einem Kind ganz besonders. Auch Margit Müllejans war am "Weißen Sonntag" die Haupterson in ihrer Familie. 50 Jahre später zeigt sie die Filme ihrem neuen Ehemann und ihrem Sohn. Die Zeremonie sei damals eher Nebensache gewesen, sagt sie: "Das war irgendwie die Pflicht. Es war viel zu viel drumherum. Den Kern der Sache hat man als Kind noch nicht richtig erkannt."

Geschenke waren nicht immer nachvollziehbar

Besonders spannend waren wohl auch die Geschenke - nicht immer passend, sagt Margit Müllejans: "Ich erinnere mich an schreckliche Geschenke, die ich als achtjähriges Mädchen nicht nachvollziehen konnte. Von einer Patin habe ich damals ein Silberbesteck bekommen, da konnte ich überhaupt nichts mit anfangen." Wolfgang Müllejans hat gute Erinnerungen an sein Kommunion. Er wünscht sich, dass auch seine möglichen Enkelkinder eines Tages dieses Fest feiern werden: "Das ist ein Rüstzeug für die Kinder. Tradition im positiven Sinn heißt ja, gute Dinge mitzunehmen ins eigene Leben." Auch Margit Müllejans hofft, dass ihr Sohn Roman die Tradition der Kommunion mit seinen Kindern eines Tages fortführt.

Stand: 12.04.2015, 17:00