Die Zugspitze – Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands

Wanderer haben das Gipflkreuz der Zugspitze erreicht.

Die Zugspitze – Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands

Die 2962 Meter hohe Zugspitze ist eine Touristenattraktion, beliebt bei Skifahrern, Wanderern und Bergkletterern. Deshalb gilt das Bergmassiv auch bei vielen als Inbegriff für Naturzerstörung.

Das Höllental von der Zugspitzgipfel aus gesehen.

Höllental: Es liegt auf der Nordseite des Zugspitzmassivs.

Doch der Berg hat mehr zu bieten als Massentourismus. Abseits der klassischen Fremdenverkehrswege gibt es noch eine andere, unbekannte Seite. Hier finden sich einsame und noch fast unberührte Täler mit vielfältigen Lebensräumen und faszinierenden Naturschätzen.

Im Verborgenen

Am Fuße des Gebirgszuges liegt die spektakuläre Partnachklamm, eine der schönsten und großartigsten Schluchten der nördlichen Alpen.

Ein Blick ind die vereiste Schlucht der Partnachklamm.

Partnachklamm: Zehntausende von Jahren hat es gedauert, bis sich das Wasser in das hier besonders harte Gestein eingeschnitten hat.

Und an der Westflanke breitet sich der wildromantische türkisblaue Eibsee aus. Spektakulär ist nicht nur seine Schönheit, sondern auch seine Entstehung. Vor etwa 3700 Jahren entstand durch einen gewaltigsten Bergsturz ein Damm, der das Wasser aufgestaut hat.

Harte Umweltbedingungen

Weiter oben nimmt der Artenreichtum von Flora und Fauna ab. Doch ist das Zugspitzgebirge keine leblose, nackte Stein- und Eiswüste. Murmeltier, Alpenschneehuhn und Gämse sind hier zu Hause. Sie tragen ein isolierendes Haarkleid und trotzen so allen Unwettern.

Zwei junge Murmeltiere spielen miteinander.

Murmeltiere: Während der Eiszeit bevölkerten sie weite Gebiete Deutschlands. Heute leben sie ausschließlich in den Alpen.

Aber auch Kreuzottern, Bergeidechsen und Alpensalamander haben erfolgreiche Überlebenstricks. Mit ihrer dunklen Färbung nützen sie die karge Wärmestrahlung bestmöglich aus. All diese Überlebenskünstler erleben die Zugspitze nur selten als Bilderbuchidylle. Denn meist demonstriert der höchste Berg Deutschlands seine Vormachtstellung mit sengender Hitze, klirrender Kälte, orkanartigen Stürmen, Hochwasser oder plötzlichen Wintereinbrüchen.

Ein Film von Jürgen Eichinger

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 13.11.2018, 13:00