Wildes Deutschland - Bayerischer Wald

Wildes Deutschland - Bayerischer Wald

Von Felix Benjak

Wildes Deutschland: Der Bayerische Wald Abenteuer Erde 30.06.2020 43:15 Min. UT DGS Verfügbar bis 07.07.2020 WDR Von Jürgen Eichinger

Der Bayerische Wald in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts: Gewaltige Sommer- und Herbststürme schlagen unerbittlich zu und entwurzeln 175 Hektar Wald. Dann vermehrt sich der Borkenkäfer massenhaft. Binnen weniger Jahre sterben mehrere tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände ab. Vom Ende des Bayerischen Waldes ist die Rede, denn nicht nur Bäume sterben, auch zahlreiche Tierarten werden nicht mehr gesehen. Doch trotz dieser entsetzlichen Katastrophen und ihren Folgen entschließt sich die Nationalpark Verwaltung die Massen an Borkenkäfer nicht zu bekämpfen und der Natur ihren Lauf zu lassen.

Ein Fischotter sitzt auf einem Befestigungsstein eines Klausen, eines künstlichen Stausees.

Fischotter: Sein Körper ist perfekt an das Leben im Wasser angepasst: dichtes, wasserabweisendes Fell und verschließbare Nase und Ohren und dank seiner großen Lunge kann er bis zu 7 Minuten tauchen.

Dank des enormen Nahrungsangebotes kehrt der sehr seltene Dreizehenspecht, ein Spezialist für Borkenkäfer, schnell zurück und vermehrt sich rasant - zum Teil um das 15-fache. Auch der Fischotter entdeckt den neuen Bayerischen Wald wieder für sich. Die alten Klausen, für den Holztransport künstlich angelegte Stauseen, sind ideale Jagdreviere. Aus dem Werk der Borkenkäfer wächst, unberührt von Menschenhand, ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter, als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Über 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee „Natur Natur sein lassen". Begleiten Sie uns zu diesem unglaublichen Wunder der Wiedergeburt des Bayerischen Waldes.

Ein Film von Jürgen Eichinger

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 06.05.2020, 10:18