Wildes Südafrika - Teil 1: Kap der Extreme

Pinguine stehen an Land und im Hintergrund sind badende Menschen.

Wildes Südafrika - Teil 1: Kap der Extreme

An Südafrikas Kap prallen der eiskalte, nährstoffreiche Benguelastrom und das warme Wasser des Agulhasstroms aufeinander. Genau hier kommen unzählige Brillenpinguine einmal im Jahr an Land.

Großaufnahme von einem Pinguine mit einem Ei zu seinen Füßen.

Brillenpinguin: Das Weibchen legt nur ein Ei.

Nämlich um zu brüten. Normalerweise leben sie in den fischreichen, kalten Gewässern des Benguelastroms. Während Pinguine in der Antarktis ihre Eier vor Eiseskälte schützen, drohen sie in Südafrika zu überhitzen.

Noch nicht mit allen Wassern gewaschen

Auch Südafrikanische Seebärenbabies haben es am Kap nicht leicht. Schon kurz nach der Geburt verlassen die Mütter ihre Jungen, um zu jagen.

Eine große Südafrikanische Seebären Kolonie tummelt sich auf den Felsen an der Küste.

Südafrikanische Seebären: Sie kommen im Frühsommer an das Kap, um ihre Jungen zu bekommen.

Auf den nackten Felsen droht den Jungtieren der Hitzetod. Ein abkühlendes Bad im Ozean können sie nicht nehmen, denn ihr Fell ist noch nicht wasserdicht.

Überleben

Auch junge Kaptölpel leben gefährlich. Seebären lauern darauf, die unerfahrenen Vögel bei ihren Flugübungen im Wasser in die Tiefe zu reißen.

Ein grünes Chamäleon mit blau-gelb schimmernden Streifen im Gebüsch.

Südafrikanisches Chwergchamäleon: Es kommt nur im Küstengebiet rund um Kapstadt vor.

Das wärmeliebende Kap-Chamäleon hat einen guten Trick entwickelt, um bei dem rauen und wechselhaften Klima am Kap seinen Fortbestand zu sichern. Statt empfindliche Eier zu legen, wie andere Chamäleonarten, bringt es lebende Junge zur Welt. Ein weiteres der vielen kleinen und großen Naturwunder an Südafrikas Kap der Extreme.

Ein Film von Thomas Behrend

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 12.06.2019, 09:04