Wilde Slowakei

Eine Gruppe Wisente im Wald ruht sich aus

Wilde Slowakei

Die Vielgestaltigkeit der slowakischen Natur ist erstaunlich. Auf gut 49.000 Quadratkilometern befinden sich Überschwemmungsebenen und Flussauen, schroffe Hochgebirge und sanfte Hügellandschaften mit dem jeweils typischen Tier- und Pflanzenleben. Wiederangesiedelte Wisente streifen durch slowakische Wälder.

Zwei Bienefresser sitzen auf einem Ast.

Bienenfresser: Sie fressen nicht nur Bienen, sondern alles was fliegt und sich schnappen lässt.

Ebenso staunt man über Raritäten, wie den Bienenfresser, den kuriosen Blauschnegel, eine Nacktschneckenart und den vom Aussterben bedrohte Hundsfisch oder die äußerst seltene Tatra-Gämse.

Bewährtes Miteinander

Die Slowakei hat sich in Teilen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was sich schon darin zeigt, das noch mehrere Hundert Wölfe und Bären durch uralte Wälder streifen.

Braunbär läuft im Wald umher.

Braunbären: An die 800 leben heute noch in den slowakischen Karpaten in weitgehend friedlicher Koexistenz mit den Menschen.

Aber auch auf extensiv bewirtschafteten Landflächen und in den vielen kleinen Dörfchen im Nordosten des Landes haben sich Mensch und Wildtier aufeinander eingestellt. Nicht nur Störche sind überall zu sehen. An den Hängen des Travertin-Kegels finden auch Ziesel, Smaragdeidechsen, Heidelerchen und Segelfalter perfekte Lebensbedingungen.

Kulturelle Schätze

Und das, obwohl sich der Mensch hier schon vor hunderten von Jahren niedergelassen hat. Mitten auf dem Travertin--Kegel steht die Zipser Burg, die zweitgrößte Burgruine Mitteleuropas.

Landschaftsaufnahme mit einer Burgruine auf einem Kegelberg.

Zipser Burg: Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut.

 

Die Burg gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und zieht zusammen mit den vielen Kirchen, Schlössern und anderen Prachtbauten immer mehr Besucher an. Genauso wie die ursprüngliche Natur. Diese Mischung von Lebensräumen, Tieren und Pflanzen der Steppe, der Flussniederungen und der Bergwälder. In der kleinen wilden Slowakei lassen sich die Bedürfnisse von Mensch und wilden Tiere hervorragend miteinander vereinbaren.

Ein Film von Jan Haft.

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 24.08.2018, 07:04