Duell der Tiger - Wilde Dynastien

Duell der Tiger - Wilde Dynastien

Großaufnahme eines fauchenden Tigers.

Der Nationalpark Bandhavgarh im Herzen Indiens ist eines der letzten Tigerreservate der Welt – in ihm leben 80 Tiger. Hier hat in einer Höhle eine Königstigerin, Raj Bhera genannt, vier Junge zur Welt gebracht. Sie sind die jüngste Generation einer schon über hundert Jahre währenden Dynastie. Raj Bheras Revier ist gerade groß genug, um ihre Familie zu versorgen. Es ist ringsum von den Territorien anderer Tiger umgeben. Und sie alle sind von menschlichen Siedlungen eingeschlossen. Die Konkurrenz ist groß. Immer wieder versucht ihre erwachsene Tochter, die sich in der Nachbarschaft angesiedelt hat, in ihr Revier einzudringen. Eine Zeitlang kann Raj Bhera sie noch in die Schranken weisen.

Eine Königstigerin kommt aus ihrem Versteck im hohne Gras angelaufen und versucht einen Pflau zu erlegen.

Jagdglück: Raj Bheras anvisierte Beute ist in Balzlaune und daher unachtsam.

Als ihre vier Jungen älter sind, wird das Leben für Raj Bhera nicht leichter. In der Regenzeit verteilen sich die Beutetiere überall und lassen sich schwer jagen. Eines Morgens liegt Raj Bhera schwer verletzt im Wald – ihre Kinder hungern. Ihre kleine Tochter Biba bekommt ohnehin von der Beute kaum etwas ab, die drei kräftigeren Brüder fressen ihr fast alles weg. Viel zu früh muss sie das mütterliche Revier und damit den Nationalpark verlassen – niemand sieht sie je wieder. Kaum genesen trifft Raj Bhera eine fatale Entscheidung: Auf der verzweifelten Suche nach leichter Beute dringt sie in die umliegenden Siedlungen ein. Doch sie hat keine Chance, den Konflikt zwischen Mensch und Tiger zu gewinnen. Zuschauer filmen, wie sie leblos auf einem Laster liegend abtransportiert wird. Wie sollen ihre halbwüchsigen Söhne ohne sie überleben? Ist dies das Ende von Raj Bheras Dynastie? "Duell der Tiger" erzählt in einmaligen Bildern von den Höhen und Tiefen im Leben von Raj Bhera und ihrer Jungen - seien Sie hautnah mit dabei.

Ein Film von Miles Barton und Theo Webb

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 28.07.2020, 10:18