Weihnachten in der Wildnis

Ein weißer Schneehase macht große Sprünge im Tiefschnee.

Weihnachten in der Wildnis

Die Weihnachtszeit in Nordamerika. Für kleine Schneehasen und riesige Bisons ist es eine harte Zeit, denn um den gröbsten Hunger zu stillen, müssen sie Schwerstarbeit leisten und die letzten Gräser unter einer dicken Schneedecke ausgraben. Und gegen die Kälte helfen wohltuende Dampfbäder an den heißen Quellen im Yellowstone Nationalpark. Zur gleichen Zeit ist auf Borneo Regenzeit und Zeit der Werbung. Winkerfrösche versuchen mit keckem Hüftschwung ihre Angebetete zu beeindrucken. In Brasilien verteilen Schwefelfalter-Männchen mineralische Hochzeitsgeschenke an ihre Favoritinnen und die bodenbewohnenden Kaninchenkäuze bringen ihren Nachwuchs raffinierte Jagdtechniken bei.

Großaufgnahme eines Albinsokängurus

Wallyby: Das kleinen Albinokänguru vermehrt sich stark, denn es gibt keine großen Raubtiere auf Tasmanien, die ihm gefährlich werden könnten.

Im Norden ruht Kanada unter einer Schneedecke und von Frühling weit und breit keine Spur. Doch die Meisenhäher sind trotz Kälte fleißig und brüten bereits. Damit sie und ihre Jungen den Winter gut überstehen, haben sie sich unter Baumrinden Futterdepots angelegt. Südlich des Äquators im Osten Tasmaniens gibt es keinen Schnee, der an Weihnachten erinnern könnte, dafür aber eine nicht unbeachtliche Zahl an schneeweißen Wallabys. Und auch das Great Barrier Reef hat eine Weihnachtsüberraschung: Es ist ein zwei Zentimeter großer Wurm - der Weihnachtsbaumwurm. Seinen Namen hat er bekommen, weil er farbige Tentakel zur Beutejagd entfalten kann - und die sehen aus wie ein geschmückter Tannenbaum. Wie sich die Wildnis zur Weihnachtszeit auch immer präsentiert - tropisch warm, klatschnass oder arktisch kalt - Tiere und Pflanzen haben in dieser Jahreszeit oft außergewöhnlich Überraschendes zu bieten. Kommen Sie mit auf unsere wilde Weihnachtsreise rund um die Welt.

Ein Film von Susanne Lummer

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 02.11.2020, 07:04