Unsere Eichhörnchen

Unsere Eichhörnchen

Unsere Eichhörnchen Abenteuer Erde 18.02.2020 43:19 Min. UT AD Verfügbar bis 25.02.2020 WDR Von Franz Fuchs

Eichhörnchen lieben Mischwälder, denn dort finden die Allesfresser reichlich Samen, Nüsse, Früchte, Pilze und nahrhafte Vogeleier. Was nicht gleich verspeist wird, landet in zahlreichen Depots am Waldboden. In den Baumwipfeln sind ihre Nester. Die mit Moos und Gräsern gepolsterten Kobel sind Kreissaal und Kinderzimmer, dienen aber auch als Quartier für die Winterruhe. Die wird aber einmal pro Tag für ein, zwei Stunden unterbrochen, denn die Nager können sich keine Fettreserven anfressen und müssen sich auf die Suche nach ihren Futterdepots machen.

Ein rotbraunes Eichhörnchenweibchen liegt im Nest und säugt ihre Jungen.

Eichhörnchen: Zwei bis dreimal im Jahr bekommen sie drei bis sieben Junge.

Doch am Boden sind die Kletterkünstler angreifbar. Füchse, Marder oder Greifvögel lauern überall. Für den Nachwuchs sind sogar die Nester nicht sicher. Nur etwa jedes fünfte Junge überlebt das erste Lebensjahr, denn hier sind die in den ersten Wochen blinden, hilflosen Jungen durch Schlangen und Rabenvögel gefährdet. Die größte Gefahr für unsere heimischen Eichhörnchen hat jedoch der Mensch zu verantworten: Amerikanische Grauhörnchen. Vor über 120 Jahren wurden sie in England und Italien ausgesetzt. Sie verbreiten ein tödliches Virus, gegen das sie selbst immun sind. Europäische Eichhörnchen aber nicht. In Großbritannien sind sie schon fast ausgestorben. Und mittlerweile droht auch aus Norditalien der amerikanische Vetter zu uns vorzudringen - das hätte verheerende Folgen für unsere Eichhörnchen.

Ein Film von Franz Fuchs

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 10.12.2019, 08:04

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