Überleben - Kampf um die Macht

Zwei Riesenkänguruhs kämpfen miteinander, indem sie mit ihren Hinterbeinen dem Gegner in den Bauch boxen.

Überleben - Kampf um die Macht

Bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen, dauert es Jahre, bis die Jungen sich ihren Platz in der Hierarchie erkämpfen und Dominanz und Stärke demonstrieren müssen. Sie sind zwar in der Rangordnung ganz unten, doch sie werden von ihren Familienmitgliedern liebevoll aufgezogen und ihnen wird sogar der Gebrauch von Werkzeugen beigebracht, um auch an die scheint's unerreichbarste Nahrung zu gelangen.

Ein junger Schimpanse fischt mit einem Stock nach Termiten.

Schimpasenkinder: Früh übt sich, wer ein Meister bei der Futtersuche werden will.

Andere müssen sich schon früher beweisen: so etwa ein junges Weißkopf-Seeadler-Weibchen. In der Hierarchie ganz unten zu stehen bedeutet nicht nur fehlender Status, es geht bei ihr um Leben oder Tod. Wie Hunderte ihrer Artgenossen auch, ist sie mitten im tiefsten Winter an den Chilkat River in Alaska gekommen. Der Fluss ist zugefroren, doch es gibt noch offene Wasserstellen. Hier laichen die letzten Lachse der Saison und die sind hart umkämpft. Das junge Weibchen hat gegen die ausgewachsenen Männchen keine Chance. Bedeutet das den Hungertod? Oder bekommt es am Ende doch noch einen Happen, der ihr Überleben sichert?

Noch brutaler geht es bei Kängurus in Australien zu. Dabei geht es nicht ums Fressen, sondern um das Recht sich fortzupflanzen. Wer an die Spitze will, muss also in den Ring steigen. Die Kämpfe sind für die Kontrahenten so gefährlich, dass sie nicht leichtfertig auf Konfrontationskurs gehen. Denn schließlich ist alles erlaubt: Weder die Augen sind tabu, noch Schläge unter die Gürtellinie. Die Gegner riskieren Knochenbrüche und innere Verletzungen.

Ein Film von Ian Gray und Rupert Barrington

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 08.02.2021, 15:00