Talsperren im Sieger- und Sauerland

Talsperren im Sieger- und Sauerland

Talsperren im Sieger- und Sauerland Abenteuer Erde 15.09.2020 43:59 Min. UT AD Verfügbar bis 15.09.2021 WDR

Die Wälder des Sieger- und Sauerlandes sind ein Garant für gute Trinkwasserqualität und einer der Hauptgründe, warum hier so viele Wasserspeicher angelegt worden sind. Die Biggetalsperre im Sauerland ist der größte aller Stauseen und seit über 30 Jahren Naturschutzgebiet und ein Vogelparadies. Der in Westfalen ausgestorbene Uhu hat hier wieder eine Heimat gefunden. 30 Kilometer weiter südöstlich im Siegerland mussten einst drei Ortschaften der Obernautalsperre weichen. Idyllisch eingebettet in die Hügel des Rothaargebirges, locken ihre geschützten Ufer die äußerst scheuen Wildkatzen wieder an.

Ein Eisvogel schnappt sich unter Wasser einen Fisch.

Perfekte Jagdreviere: Der Eisvogel profitiert vor allem im Winter von den künstlichen Seen, denn sie frieren relativ selten zu.

An den klaren Zuflüssen einiger Stauseen findet der seltene Schwarzstorch ausreichend Nahrung und Ruhe, um seine Jungen großziehen. Barsche waren die ersten, die Stauseen besiedelt haben. Auch Hechte gehen mittlerweile hier auf Jagd. Das lockt den Seeadler an. Ökologisch wertvoller als die Stauseen selbst sind die Bereiche oberhalb der Mündungen. Sie sind ein Dorado für Libellen, Amphibien und den Eisvogel. Luchse streifen auf leisen Pfoten durchs Unterholz und Blessrallen stecken streitlustig ihre Brutreviere ab. Einst dominierten Nutzwälder den Südosten Nordrhein Westfalens. Mittlerweile bereichern die Talsperren die Landschaft von Sieger- und Sauerland um viele wertvolle Facetten und haben Wildtiere angelockt, die hier lange Zeit nicht mehr zu sehen waren.

Ein Film von Rolf J. Möltgen

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 04.03.2021, 09:00