Sommerwelten

Zwei Star sitzen in einem Kirschbaum und fressen Kirschen.

Sommerwelten

Der Sommer ist eine gute Zeit für Tiere. Überall finden sie jetzt Nahrung. Bäume, Büsche und Gräser lassen Nüsse und Samen reifen und die Blumen entfalten sich in voller Pracht.

Ein Marienkäfer auf einer Distel frisst Blattlaus.

Marienkäfer: Sie sind die beste Waffe gegen Blattläuse.

In den Wiesen summt und brummt es. Insekten haben jetzt ihre Hoch-Zeit und bringen eine Generation nach der anderen hervor. Rehböcke nutzen ihre Sommerkraft um den Weibchen nachzustellen, Störche die Erntezeit um in den gemähten Wiesen leichte Beute zu finden.

Heiße Phase

Aber der Sommer hat auch seine Schattenseiten. Mit seinem Wechselspiel aus extremer Hitze und bedrohlichen Unwettern schafft er große Herausforderungen.

Vier Störche stehen auf einer Wiese.

Störche: Im Sommer sehnen sie sich den Regen herbei, denn dann tauchen die Regenwürmer aus der Erde auf.

Zwar strotzt die Natur nur so vor Kraft, der Wassermangel der heißen Sommertage aber macht Tieren und Pflanzen zu schaffen. Es scheint dann fast ein Segen, wenn Blitze durch den Himmel zucken und sich der ersehnte Regen ergießt. In keiner anderen Jahreszeit liegen unbändige Kraft, Überfluss und unerbittliche Naturgewalten so nah beieinander.

Entspannte Zeit

Der Spätsommer verspricht schließlich Erholung. Das Getreide ist endlich reif und die meisten Früchte süß.

Eichhörnchen sitzt auf einem Baumstumpf und frisst.

Eichhörnchen: Im Spätsommer fangen sie bereits an, Futter für den Winter zu sammeln.

Ein Schlaraffenland für Eichörnchen, Rehe, Vögel und Co.. Fast alle Jungen sind jetzt selbständig und die Tiereltern können sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Während viele ihre Sommerresidenz noch genüsslich genießen, machen sich Storchenfamilien bereits auf den Weg in den Süden - bis zum nächsten Frühjahr, um dann zurückzukehren und die Sommerzeit bei uns zu verbringen.

Ein Film von Annette Scheurich

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 28.08.2019, 15:17