Seen im Südwesten - Wir und das Wasser

Ein Holzsteg führt in den Federsee, dessen Uferrand mit Seerosen bewachsen ist.

Seen im Südwesten - Wir und das Wasser

Einige der Seen im Südwesten sind bereits vor mehreren zehntausenden von Jahren ganz natürlich entstanden, wie die Karseen - auch liebevoll Augen des Schwarzwaldes genannt. An anderen Seen hat der Mensch fleißig gearbeitet.

Luftaufnahme von der Staumauer des Schluchsees

Schluchsee: Bereits 1928 wurde er als kleiner See aufgestaut und war für viele Jahre der größte Wasserspeicher der Bundesrepublik.

Sie wurden aufgestaut, um Energie zu erzeugen, als Wasserreservoir genutzt, als Fischteiche angelegt oder ausgebaggert, um Kies zu fördern.

Natur pur

Doch auch gänzlich unberührte Naturparadiese gibt es - streng geschützt, wie der Feldsee oder auch der Wildsee im Nationalpark Schwarzwald. Seit 1911 wurde hier kein Baum mehr gefällt und die Gewässer den Tieren überlassen.

Ein Stör in glasklarem Seewasser.

Wilder Stör: Viele Jahrhunderte wurde er bei uns wegen seines Kaviar stark bejagt.

Ein Eldorado für das extrem seltene stachelsporige Brachsenkraut. Aber auch Biber, seltene Rohrsänger, Hechte, Welse oder Störe können sich hier ungestört ausbreiten.

Freizeit pur

Auf anderen Seen wird gesegelt, gesurft oder geschwommen. Dazu gehört auch der Mechtersheimer See, an dem Rettungsschwimmer und Taucher trainieren und dafür sorgen, dass niemand ertrinkt.

Ein Taucher entnimmt Wasserproben unter Wasser.

Unterwasserarbeit: Ein Mitglied der wissenschaftliche Tauchgruppe der Universität Stuttgart nimmt Wasserproben in einem der unerforschten Seen.

Geht es um Boote, dann kommt der kleine Waldsee in Oberschwaben ganz groß raus. Hier trainiert der einzige süddeutsche Ruderachter, der in der Bundesliga mitmischt. Viele der 5000 Seen werden intensiv von uns Menschen genutzt, einige als Naturjuwelen vollkommen in Ruhe gelassen und andere intensiv von Tauchern erforscht - denn noch immer schlummern viele Geheimnisse in den Tiefen der Seen im Südwesten.

Ein Film von Katja Debus und Jürgen Vogt

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 25.03.2019, 10:00