Seefeld - Ein Tierparadies der Alpen

Ein Wanderfalke im Landeanflug auf einen Felsbrocken.

Seefeld - Ein Tierparadies der Alpen

Seefeld – eine imposante Bergwelt. Hier gibt es Landstriche, die durch steile Berghänge und wilde Flüsse vom Rest Seefelds so getrennt sind, dass sich Menschen dort so gut wie nie niederließen. So konnte sich in diesen abgelegenen Winkeln ein einzigartiges Tierparadies erhalten. Schafe, Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere sind hier zu Hause - und Vögel. Auch der schnellste Vogel der Welt - der Wanderfalke. Das Seefeld ist sein Reich.

Ein Wanderfalkenweibchen sitzt am Rand des Horstes, in dem Jungtiere sitzen.

Nachwuchs: Heute hat sich der Bestand erholt, doch noch vor vier Jahrzehnten waren Wanderfalken durch Pestizide vom dem Aussterben bedroht.

Mit einer Flug-Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern jagen vor allem die Männchen kleinere Vögel. Doch nicht nur für den eigenen Bauch. Ein Großteil der Beute wird verschenkt - an das Weibchen, das er als Partnerin gewinnen möchte. Denn solche kleinen Aufmerksamkeiten bestätigen sie in ihrer Wahl. Hat er ihr Herz endgültig erobert, ist auch bald der Nachwuchs da. Und dann geht die Schufterei erst richtig los, denn die Kleinen müssen mehrmals am Tag gefüttert werden. Es ist anstrengend für den Schnellflieger, aber trotzdem gut zu regeln, denn Seefeld ist reich an Beutetieren. Was es allerdings nicht bietet, ist ein ständig angenehmes Klima. Der Winter dauert hier gute 6 Monate. Und Temperaturen von minus 20 Grad sind nicht selten. Für die jungen Wanderfalken und den Nachwuchs der anderen Bewohner der Seefelder Berge ist die weiße Jahreszeit eine Reifeprüfung im Kampf ums Überleben.

Ein Film von Manfred Corrine

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 01.10.2020, 07:04