NRW - Land der Talsperren

NRW: Land der Talsperren Abenteuer Erde 01.10.2019 43:31 Min. UT AD Verfügbar bis 01.11.2019 WDR Von Rolf J. Möltgen

NRW - Land der Talsperren

Nordrhein-Westfalens Stauseen sind nicht nur Trinkwasserreservoirs. Die meisten von ihnen sind zu beliebten Naherholungszielen geworden und bieten zahlreichen Freitzeitspaß.

Und obwohl Talsperren vom Menschen gestaltete Lebensräume sind, haben sich die meisten der künstlichen Seen zu wahren Naturparadiesen entwickelt und bieten vielen Wildtieren und -pflanzen perfekte Lebensbedingungen.

Flickenteppiche der Natur

Das liegt vor allem daran, dass in enger Nachbarschaft zu den Gewässern Brachflächen, Feuchtgebiete, Nadel- und Laubwälder liegen. Diese der Natur überlassenen Bereiche lassen von der Libelle bis zum Graureiher und von der wilden Narzisse bis zur Hainbuche alles prächtig gedeihen.

Graureiher steht am Bachufer und hat ein Entenküken im Schnabel.

Graureiher: Früher wurden sie Fischreiher genannt, obwohl sie nicht nur auf Fische aus sind.

Der Möhnesee zum Beispiel gilt als eines der wichtigsten Brut- und Rückzugsgebiete für Wasservögel. Hier sind mittlerweile auch wieder seltene und gefährdete Flieger zu finden, wie Eisvogel oder Schwarzstorch.

Wilde Eifel

Und Natur pur findet man nicht nur bei mehreren Dutzend Talsperren im Bergischen Land und Sauerland. Auch die Stauseen der Eifel sind wilde Prachtstücke. Der Rursee zum Beispiel wird gerne wegen seiner atemberaubenden Landschaft zurecht als "Amazonas der Eifel" bezeichnet.

Ein Luchsmännchen steht im Unterholz und beobachtet die Umgebung.

Luchse: Sie sind rund um die Eifel-Talsperren wieder öfter zu beobachten.

Aber auch rund um den Urftsee konnte sich die Natur sechzig Jahre lang in "Ruhe" entfalten. Dank belgischer und englischer Besatzungsmächte, die hier ihre Truppenübungsplätze hatten. Luchs, Uhu, Rotmilan, Biber und Wildkatze sind nur einige Arten, die in NRW, dem Land der Talsperren, wieder wichtige Rückzugsorte und für sie passende Lebensräume gefunden haben.

Ein Film von Rolf J. Möltgen

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 30.09.2019, 15:40