Mythos Nil - Teil 1: Im Land der tausend Quellen

Nilpferde im Wasser - nur ihrer Köpfe schauen heraus.

Mythos Nil - Teil 1: Im Land der tausend Quellen

Im Alten Ägypten war es keine Frage, woher der Nil kommt - er war einfach ein Geschenk der Götter. Die Römer wollten es schon genauer wissen, doch erst im 19. Jahrhundert wurde man fündig.

Ein Wirrwar von Wasserkanälen in einem Sumpfgebiet.

Weißer Nil: Oft ist der Hauptarm kaum zu erkennen.

Es war die Entdeckung der am weitesten von der Mündung entfernten Quelle des Nils. Sie liegt fast 1000 Kilometer südlich des Victoriasees.

Der Anfang

Sie ist nur eine von vielen Quellen des Nils. Die meisten entstehen auf dem Gebiet des bis zu 5000 Meter hohem Ruwenzori Gebirges.

Ein Nektarvogel sitzt auf einer Riesenlobelie, einer Glockenblume.

Symbiose: Der Nektarvogel findet bei der Riesenlobelie Nahrung und sorgt bei der Glockenblume für die Bestäubung.

Alles Wasser, das an den Berghängen abregnet, fließt in den Nil und macht ihn zu diesem gigantischen Fluss. Auf der ersten Etappe seines Weges passiert er märchenhafte Landschaften mit baumhohen Heidekräutern und meterhohen Blütenständen der Lobelien.

Die Mitte

Weiter südlich trifft der Nil auf den größten zusammenhängenden Bergwald Ost- und Zentralafrikas, dem Nyungwe Nationalpark - einem Regenwald. Schließlich sammelt sich sein Wasser im größten See Afrikas - dem Victoria-See.

Ein Angola-Stummelaffe sitzt auf einem Ast und beobachtet die Umgebung.

Nyungwe Nationalpark: Der Angola-Stummelaffe ist nur eins von vielen seltenen Tieren in dieser Bergregion.

Nördlich des Victoria-Sees fließt der Nil nach Stromschnellen und gewaltigen Wasserfällen im Murdison-Falls-Nationalpark ruhig dahin. Hier sind Nilpferde, Elefanten, riesige Nilkrokodile und mehr als 400 weitere Tierarten seine ständigen Begleiter.

Ein Film von Harald Pokieser

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 25.03.2019, 11:04