Die Anden – Natur am Limit: Schneeberge am Äquator

Die Anden – Natur am Limit: Schneeberge am Äquator

Zwei junge Brillenbären entdecken einen Boa constrictor und beobachten sie neugierig.

Geboren aus vulkanischer Hitze ziehen sich die Anden über 7.000 Kilometer vom Äquator bis nach Patagonien. Die Nordanden zeichnet ein Gegensatz von Eiseskälte und Tropenschwüle aus. Am Äquator ragen einige Gipfel über 6.000 Meter empor – hier kommt jedes Leben ans Limit. Doch auch in diese kargen Höhen gibt es Überlebenskünstler: Vikunjas, Kleinkamele der Anden, sind sehr genügsam und kommen mit dem wenigen Nahrungsangebot aus.

Großaufnahem eines Kolibirs, der an einer Blüte trinkt.

Kolibris: Mit über 130 verschiedenen Arten lebt im Bergregenwald Ecuadors die Hälfte aller Kolibri-Arten der Welt.

In tieferen Lagen wird es tropisch. Hier leben Brillenbären - die einzige Bärenart Südamerikas. mit ihren drei Jungen. Auf dem Paramo, einem feuchten Sumpfland oberhalb der Baumgrenze, streift eine Bärin mit ihren drei umher. Die Bärin ist eine Opportunistin, wenn es um das Überleben ihrer Familie geht und zieht immer dorthin, wo es gerade etwas zu fressen gibt. Und gefressen wird alles, was sich ernten oder erwischen lässt. Dagegen sind die Kolibris der Anden ultimative Spezialisten. Die winzigen Vögel hängen von einer einzigen Energiequelle ab: von Blütennektar. Doch Dank des Blütenreichtums findet jeder Kolibri die passende Blüte für seinen Schnabel an den tropischen Hängen der Schneeberge am Äquator.

Ein Film von Christian Baumeister

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 23.11.2020, 11:04