Der Blaue Planet - Folge 4: Auf hoher See

Der Blaue Planet - Folge 4: Auf hoher See

Die Hälfte unseres Planeten ist von einer blauen Wüste bedeckt: der Hochsee. Meeresbewohner, die diese unendlichen Weiten durchstreifen, haben ein massives Problem.

Eine Großaufnahme von einem Gelbflossen-Thunfisch.

Gelbflossen-Thunfische: Sie können bis zu 60 Stundenkilometer schnell werden und somit Fressfeinden auf hoher See entwischen.

Nirgendwo können sie bei Gefahr Zuflucht suchen - und Nahrung ist in der hohen See nur sehr schwer zu finden. Wie schaffen es Fisch, Delfin, Schildkröte, Hai oder Pottwal auf offener See zu überleben?

Futtersuche

Pottwale sind Meister im Tieftauchen. Bis zu einer Stunde und zweieinhalb Kilometer können sie abtauchen. Perfekte Voraussetzungen, um sich ihre Lieblingsbeute, Tiefseecalamare, zu schnappen.

Unterwasseraufnahme einer kleinen Gruppe Pottwale, die das Meer durchstreifen.

Pottwale: Während des Tauchgangs überlassen Mütter das Babysitten und sogar das Säugen anderen Weibchen der Gruppe.

Fischschwärme in der riesigen Weite auszumachen, ist auch eine Kunst. Spinner-Delfine beherrschen sie. Sie bilden riesige Suchtrupps von bis zu 5.000 Tieren. Nach dem Motto: 10.000 Augen sehen mehr, 5.000 Sonare orten mehr.

Sich treiben lassen

Viele Tiere nutzen Strömungen als ideales Transportmittel – vom Walhai bis zur Ohrenqualle. Und ein simples Stück Treibholz kann bei Gefahr schon Leben retten.

Unter einem Treibholz im Meer versammelt sich ein Schwarm kleiner Fische.

Versteck: Viele kleine oder junge Meereswanderer nutzen jede Deckungsmöglichkeit, um sich von den Strapazen der Reise auszuruhen.

Doch vor einer Gefahr sind weder Meeresbewohner noch Seevögel gefeit: Plastik. Es zerfällt in Sonne und Salzwasser in winzige Mikroteilchen, die oft Gifte enthalten.  Wird die Plastikflut in die Ozeane nicht schnellstens gestoppt, werden noch jahrhundertelang unzählige Tiere auf hoher See vergiftet. Und das, obwohl sie weiter entfernt von der Zivilisation leben als alle anderen.

Ein Film von John Ruthven

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 08.01.2019, 08:00