Auf Leben und Tod - Die Savanne

Eine Löwin steht schützend über ihren Jungen imLuangwa Nationalpark, Sambia.

Auf Leben und Tod - Die Savanne

Savannen und Wüsten sind ungeschützte Lebensräume für Jäger und Gejagte. Denn Löwen, Weißkopfadler, Geparden und Co. haben zwar stets freie Sicht auf ihre Beutetiere, doch das macht es den Räubern nicht unbedingt leichter. Denn auch sie werden schon oft früh von ihrer potenziellen Beute entdeckt.

Ein Gepard jagt ein Gnujunges und hat es fast erreicht

Gepard: Er erreicht auf kurzen Strecken Höchstgeschwindigkeiten von über 100 Kilometer pro Stunde.

Deshalb gilt in diesen offenen Landschaften: Als Jäger braucht man hier eine ausgeklügelte Jagdstrategie. Die hat auch der Gepard: Seine enorme Geschwindigkeit. Doch Schnelligkeit alleine reicht nicht aus. Deshalb ahmt er die Ausweichmanöver seiner Beute perfekt nach und kommt so oft zum Ziel.

Die "Unsichtbaren"

Andere haben aus der minimalen Deckung dieser Landschaft das Beste gemacht: wie der elegante Karakal, dessen Fellfarbe perfekt mit dem hohen, trockenen Gras der afrikanischen Savanne verschmilzt.

Ein Karakal - eine afroasiatische mittelgroße Wildkatze - spingt aus dem Stand in die Höhe, um Vögel auf einem Baum zu erwischen.

Karakal: Mit seinen kräftigen Hinterbeinen kann er etwa 3 Meter in die Höhe springen, wenn er Vögel jagt.

Die Löwen der Etosha Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme ihren Geruch verwehen und sie sich daher besser anschleichen können. Zusätzlich versetzt so eine Wetterlage ihre Beute in Panik.

Die "Wegelagerer"

Auch einige der kleinsten Raubtiere greifen zu Tricks. Die Ameisenlöwen - Larve in der Namib Wüste setzt auf Hinterhalt aus dem Untergrund. Sie lauert in ihrer gegrabenen Trichterfalle ihren Opfern auf. Kommt eine Ameise vorbei, bewirft sie sie mit Sand, bis sie die steilen Trichterwände in ihre Fänge hinunter rutscht.

Eine Ameisenlöwenlarve greift aus ihrem trichterförmigen Loch im Wüstensand eine Ameise an.

Ameisenlöwenlarve: Sie hat in ihren Zangen Gift, um ihre Opfer zu lähmen.

 

Trotz allem sind die Gejagtenihren Verfolgern nicht nur hilflos ausgeliefert. Auch sie haben wirkungsvolle Schutzmechanismen. Sie graben tiefer, rotten sich dichter zusammen oder kämpfen härter, bis zum letzten Atemzug.  Aber Jäger und Gejagte müssen ihre Strategien ständig verbessern, denn in der erbarmungslosen Wildnis der offenen Savannen und Wüsten werden weder Fehler noch Schwächen verziehen.

Ein Film von Ellen Husain

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 01.10.2018, 09:00