Alarm im Garten - Neues von Maulwurf und Co.

Großaufnahme von einem Mauswurf in seinem Gang, wie er einen Regenwurm hält.

Alarm im Garten - Neues von Maulwurf und Co.

Einst lebten die Vorfahren des Maulwurfs nur im Wald. Doch irgendwann erschienen ihnen die Gärten der Menschen viel zu attraktiv, um sie außer Acht zu lassen.

Großaufnahme von einem Mauswurf, der aus einem Erdhügel klettert.

Maulwurf: Je nach Geschlecht und Bodenbeschaffenheit schwankt seine Reviergröße zwischen 300 und 3000 Quadratmetern - mit vielen Ausgängen.

Denn im lockeren und leichten Boden eines kultivierten Gartens lässt es sich leichter graben, als im Erdreich einer festgetrampelten Kuhweide. Seit dieser Erkenntnis folgen viele Maulwürfe den Pfaden ihrer Ahnen und verschaffen sich unterirdisch Zugang zum Heiligtum des Gartenbesitzers.

Überirdisch

Schon bald zieren wohlgeformte Erdhügel den perfekt getrimmten Rasen des stolzen Hobbygärtners.

Ein Maulwurfhügel im Winter mit einem Maulwurf, der herausschaut.

Überirdisch: Maulwürfe verlassen nur ihre Gänge, wenn sie voller Regenwasser sind, sie auf Brautschau sind oder ein neues Revier suchen, wo es mehr zu fressen gibt.

Der Feldzug gegen den unliebsamen Eindringling und seine überirdischen Erdpyramiden beginnt. Leider: Denn vor lauter Stellungskampf sehen die meisten Gartenbesitzer den Maulwurf nicht, so, wie er wirklich ist.

Unter Tage

Ein Hauptgrund für die Buddelei des Maulwurfs: Er sucht Regenwürmer und Insektenlarven. Dabei höhlt er bis zu 20 Meter lange Tunnelstücke aus - am Tag. Schwerstarbeit, die Kalorien verbraucht. Doch 12 Regenwürmer täglich reichen aus, um ihn tatkräftig und am Leben zu erhalten.

Großaufnahme von einem Mauswurf, der in seinem gang einen regenwurf frisst.

Futter: Der Maulwurf legt regelrechte Futterdepots an, denn er schafft es nicht länger als 24 Stunden, ohne Nahrung zu überleben.

Seine Souterrain-Wohnung ist ausgestattet mit Schlafkojen, Vorratskammern und langen Fluren mit möglichst vielen Ausgängen. Und genau das macht ihn bei vielen Gärtners unbeliebt. Vielleicht ändert sich das nach diesem eindrucksvollen Tierfilm. Denn er zeigt uns hautnah Episoden aus dem Leben eines Maulwurfs, die ein ganz erstaunliches und liebenswertes Bild des pelzigen Buddlers offenbaren.

Ein Film von Joachim Hinz

Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 08.02.2019, 15:33