Unser Programm im November

Was macht die Rückkehr der Biber nach Deutschland zur Erfolgsgeschichte? Wie ist das Leben des äußerst scheuen Kleinen Pandas in den Baumwipfeln des Himalya? Welcher Bedrohung müssen sich eine Leopardin und ihre Jungen in Sambia stellen? Warum gibt es an den Ufern des Königsees besonders viele Steinbock- und Steinadlerpaare? Wie verrückt ist die Welt der verwandlungsfähigen Tintenfische? Und wie haben die vielen Talsperren des Bergischen Landes die Tierwelt verändert? Sechs ergreifende, spannende und überraschende "Abenteuer Erde"- Geschichten erwarten Sie im November.

Die Rückkehr der Biber

Ein Biber steht bis zum Bauch im Wasser und frisst Wasserpflanzen.

Biber: Deutschlands größter Nager ist wieder in vielen Gebieten heimisch geworden.

Sie wurden gejagt und nahezu ausgerottet. Doch vielerorts sind sie in Deutschland wieder heimisch: Biber. Die Rückkehr der Biber ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Deutschland. Mehr als 35.000 der großen Nager leben heute in der Bundesrepublik – und Tendenz steigend. Ende der 1920er Jahre gab es nur noch 200 Biber an der Mittleren Elbe. Auch im restlichen Europa waren sie nahezu verschwunden. Ihr wertvoller Pelz, ihr schmackhaftes Fleisch und ihr moschusähnliches Duftsekret "Bibergeil" wurden ihnen zum Verhängnis. Die wenigen überlebenden Tiere wurden unter strengen Artenschutz gestellt. Und das zeigte Wirkung. Sie vermehrten sich fast unbemerkt. Schritt für Schritt erzählt der Film die spannende und teils kuriose Erfolgsgeschichte der sympathischen Nager.
Ein Film von Klaus Weißmann | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Der Kleine Panda - Verborgen im Himalaya

Eine Rote Pandamutter und ihrer Tochter sitzen in einem Baum.

Kleiner Panda: Auch Roter Panda genannt, gilt als eines der schönsten Säugetiere der Welt.

Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist weltberühmt. Nur wenige hingegen kennen seinen Vetter: den Kleinen Panda. Verborgen in den dichten Rhododendronwäldern und Bambus-Dschungeln des Himalaya führt der Kleine Panda ein äußerst verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte. Umso sensationeller ist es, dass dem Filmmacher das erste intime Portrait eines Weibchens und ihres Jungen gelungen ist. Sie hat ihre Tochter gut geschützt in einer Baumhöhle zur Welt gebracht. Als Nesthocker entwickeln sich Rote Pandababys sehr langsam. Erst nach vier Wochen beginnt die Kleine in der Höhle herumzukrabbeln, und es dauert noch einige Zeit, bis sie auch die Welt außerhalb des Baumes entdeckt. Seien Sie mit dabei, wenn die Mutter die Tochter in die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt des Himalaya hinausführt.
Ein Film von Axel Gebauer | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Natur am Königssee

Hoch in den Bergen steht ein Steinbock hinter einem Felsen.

Steinbock: Lange hatte man bezweifelt, dass er zur angestammten Königssee -Tierwelt gehört - Knochenfunde haben aber kürzlich bewiesen, dass er hier seit jeher heimisch war.

Eingebettet zwischen steilen Bergflanken liegt der Königssee in den Berchtesgardener Alpen. Der fast 200 Meter tiefe und sieben Kilometer lange Königssee besticht mit seinen Farben und seiner Umgebung. Der Steinadler lebt wieder hier. 50 Brutpaare haben ihre Reviere rund um den Königssee. Auch der Steinbock hat sich hier gut vermehrt. Und Winzlinge, wie der Alpensalamander, gehen besonders gerne auf Wanderschaft, wenn Regen und dichter Nebel für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Frauenschuh-Orchidee gedeiht hier so prächtig, wie die Murmeltiere, die oberhalb des See auf Almwiesen spielen. Und in den eisigen Höhen darüber ziehen Gänsegeier ihre Kreise. Die Natur am Königssee ist ein Kaleidoskop fantastischer Tiergeschichten vor der atemberaubenden Kulisse der Berchtesgadener Alpen.
Ein Film von Jan Haft | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Die verrückte Welt der Tintenfische

Eine Krake hat sich einen kaputten Topf als Behausung gesucht.

Der Kokosnuss-Krake: Er lebt auf den Philippinen und ist auf der Suche nach Verstecken sehr kreativ.

Tintenfische: Sie haben unglaubliche Fähigkeiten, sind knochenlos, können Farbe und Form verändern. Saugnäpfe machen sie zu effizienten Jägern. So unterschiedlich wie ihre Fähigkeiten ist auch die Tiergruppe selbst: Oktopusse sind achtarmige Alleskönner und Sepien die Chamäleons der Meere. Kalmare haben besonders große Augen, mit denen sie sogar in der Tiefsee leben können. Es gibt räuberische Kraken, die bei Ebbe ihrer Leibspeise im seichten Wasser auflauern: Vampirtintenfische in der Tiefsee, die sich ausschließlich von zerfallenden organischen Stoffen ernähren - die Müllabfuhr der Meere. Oder der Mimik-Oktopus, er kann nicht nur seine Farbe und Form verändern, er ahmt sogar das Verhalten anderer Tiere nach - bis zu 15 verschiedene Tiere hat er im Repertoire. So unterschiedlich Tintenfische auch sein mögen, eins vereint sie: Sie sind intelligent, anpassungsfähig und haben seit Millionen von Jahren unsere Ozeane erobert.
Ein Film von Bertrand Loyer | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Sambia - Königreich einer Leopardin

Eine Leopardin liegt auf der Erde und hat ihren Kopf hoch erhoben.

Leopardin Olimba: Durch die Zeichnung ihres Fells ist sie eine Meisterin der Tarnung in der Savanne.

In Sambia, im Südosten Afrikas, zieht der Fluss Luangwa durch eine bemerkenswerte Landschaft. Zahllose Tiere wie Gelbschnabelstörche, Paviane oder Impala-Antilopen leben in der Nähe des Flusses, dessen Wasser ihr Leben beschützt. Allerdings leben hier auch seltener zu sehende Tiere, die ihr Leben gefährden: Leoparden. Eine von ihnen ist Olimba. Sie ist die Königin dieser Region. Ihr Leben wird von niemandem gefährdet. Aber ihre Kinder sind durchaus bedroht und müssen beschützt und ernährt werden. Diese Aufgabe bestimmt den Alltag von Olimba, der nicht immer problemlos verläuft. Wenn ihre Kinder gelernt haben zu jagen und sich selber ernähren können, geht die lang andauernde Fürsorge dem Ende entgegen. Die Leopardin will sich wieder paaren – ihre Kinder müssen sie verlassen. Und erstmals ganz alleine für sich selbst sorgen. Über drei Jahre wird Olimba und ihr Nachwuchs verfolgt und beobachtet. Dieses Langzeitportrait gibt einen intimen Einblick in das Familienleben von Olimba in Sambia - dem Königreich der Leopardin.
Ein Film von Will & Lianne Steenkamp | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Die Talsperren im Bergischen Land

Ein Graureiher hat einen Fisch gefangen und hält ihn im Schnabel.

Graureiher: Er bevorzugt stehende Gewässer für seine Jagd.

Das Bergische Land: Mit insgesamt 21 Talsperren hält es deutschlandweit den Rekord. Doch durch Stauseen werden aus Fließ- streckenweise Standgewässer. Wo früher Wasseramseln nach Insektenlarven tauchten, fischen nun Kormoran und Graureiher, tummeln sich Schwäne und Blessrallen. Und Wanderfische wie Lachs und Meerforelle können die Staumauern nicht überwinden, um zu ihren Laichgründen zu gelangen. In den letzten Sommern kamen noch die Auswirkungen des Klimawandels hinzu. 2020 fielen die Ufer der Talsperren über das übliche Maß hinaus trocken, 2021 dagegen zerstörten die Fluten vieler Flüsse das Hab und Gut zahlreicher Anwohner im Bergischen. Die Talsperren konnten dabei mancherorts vor noch schlimmeren Schäden schützen. Nicht jeder kommt mit dem ständigen Wandel der Talsperren zurecht. Doch inzwischen sind sie bei uns Menschen ebenso wie bei etlichen Tieren sehr beliebt.
Ein Film von Natali Tesche-Ricciardi | Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

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