Mutmaßliche Erpressung gegen Duisburger Theater

Das Theater am Marientor in Duisburg

Mutmaßliche Erpressung gegen Duisburger Theater

  • Mutmaßliche Erpressung seit 3 Jahren
  • Forderung: 2,5 Millionen Euro
  • Staatsanwaltschaft ermittelt

Das Duisburger Theater am Marientor wird mutmaßlich erpresst, wie der Unternehmenschef am Donnerstag (19.09.2019) mitteilte.

Musicalfirma seit drei Jahren erpresst?

Am Mittwochabend war eine Falschmeldung über ein Internetportal der Deutschen Presse-Agentur (dpa) veröffentlicht worden. Darin hieß es, die Weltpremiere des Musicals "Wallace" am 14. November 2019 sei abgesagt, die Proben seien eingestellt worden. Außerdem sei die Firma Autark Entertainment pleite. Die dpa hat die Meldung inzwischen zurückgezogen; vermutet wird ein Hackerangriff.

Der Unternehmenschef Stefan Kühn teilte dem WDR am Donnerstag mit, dass die Nachricht falsch sei und dass er es seit drei Jahren mit einem Mann aus den USA zu tun habe, der immer wieder falsche Nachrichten über das Unternehmen in die Welt setze und ihn damit erpresst.

Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt

Der mutmaßliche Erpresser soll laut Chef der Musicalfirma 2,5 Millionen Euro gefordert haben, damit keine weiteren falschen Nachrichten verbreitet werden. Trotzdem hat er in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben bereits mehrere Hunderttausend Euro an den Mann in den USA bezahlt.

Über eine US-amerikanische Internetseite werden offenbar dubiose und falsche Nachrichten verbreitet. Thomas Göger von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg bestätigte, dass die Internetseite im Mittelpunkt von Ermittlungen steht – auch im Zusammenhang mit der Musicalfirma Autark Entertainment.

Stand: 19.09.2019, 19:20