Warum berichten die regionalen Sendungen immer mehr aus aller Welt? Sollte die AKS sich vielleicht besser auf Nachrichten auf NRW beschränken?

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Warum berichten die regionalen Sendungen immer mehr aus aller Welt? Sollte die AKS sich vielleicht besser auf Nachrichten auf NRW beschränken?

Die "Aktuelle Stunde" versteht sich als Informationsmagazin für NRW: Sie bringt die Themen, die für die Menschen in NRW wichtig sind, daher macht die Themenauswahl nicht vor den geografischen Grenzen NRWs halt.

Um solche Nachrichtenlagen für die "Aktuelle Stunde", für die Menschen in NRW zu sortieren, hilft der Redaktion ein Kompass mit dem Leitsatz: Was heute für eine Mehrheit in NRW relevant, spannend und unterhaltsam ist. "Alles, was Sie angeht" - darunter fällt auch der Ukraine-Konflikt, spätestens seit das Schlagwort des "neuen Kalten Krieges" die Runde machte. "Alles, was Sie interessiert" - das ist beispielsweise auch das Fährunglück in Südkorea, mit der Kritik am Verhalten des Kapitäns, am Katastrophenmanagement - und erschreckenden Parallelen zum Fährunglück der "Costa Concordia", das damals auch viele Menschen in NRW betroffen hat.

Mit diesem erweiterten Themenspektrum ist es der "Aktuellen Stunde" seit 2008 gelungen, Marktführer in NRW zu werden (seit 2012). Im Zweifel hat dabei immer NRW Priorität. Schnelle, hochwertige Information aus NRW bleibt die Kernkompetenz.

Gerade jüngere Zuschauer erwarten in einer vernetzten Welt, dass Information nicht an der Landesgrenze haltmacht. Selbst wer nur die "Aktuelle Stunde" sieht, kann sich rundum informiert fühlen: Hier erfährt man, was heute online wichtig war und was morgen in der Zeitung steht.

Auch die Arbeitsteilung mit der "Lokalzeit" funktioniert übrigens immer besser. So haben wir die Themen-Wiederholungen, die immer kritisiert werden, deutlich reduzieren können.

Bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Haiti oder Indonesien schickt die "Aktuelle Stunde" aber eigene ReporterInnen, z.B. weil sie Hilfsteams aus NRW begleiten. Auch bei dem Grubenunglück kürzlich in Soma/Türkei waren wir mit einem eigenen Reporter vor Ort. Ausschlaggebend dafür war der enge Bezug des Themas zu NRW: Bergbau und die damit verbundenen Ängste sind tief im Land verwurzelt. Außerdem haben viele Menschen in NRW türkische Wurzeln. In solchen Fällen ist eine zeitnahe Berichterstattung so wichtig, dass wir eigene Kräfte schicken.