Viele Fragen - hier die Antworten - Teil 6

Aus dem Gästebuch zum WDR-Check

Viele Fragen - hier die Antworten - Teil 6

In unserem Gästebuch gab es sehr viele Anregungen, Fragen und Kritik. Wir haben uns bemüht, so schnell und umfassend wie möglich darauf zu reagieren. Hier die Antworten auf Ihre Fragen.

Ralf Heilmann (15.10.2013, 09:10 Uhr) zu WDR 2 / Wiederholungen / Musik:

Sehr geehrter Herr Buhrow, warum höre ich von fast allen Rundfunkanstalten, so auch WDR2, über den Tag gesehen die gleiche Auswahl an Musik. Ich vermisse eine grössere Vielfalt von Musik von Gestern bis Heute.

WDR: Hallo, die Musik bei WDR 2 wird redaktionell ausgewählt - auch orientiert am Geschmack der HörerInnen, die dazu regelmäßig befragt werden. Andere Radioprogramme der ARD, die eine ähnliche Zielgruppe wie WDR 2 haben, bieten möglicherweise eine ähnliche Auswahl. Wenn sich die Interessen der HörerInnen solcher "verwandter" Sender überschneiden, ist das auch im Musikprogramm hörbar.

Patrick Stern (15.10.2013, 08:55 Uhr) zu Rundfunkbeitrag / mehr Abwechslung im WDR-Hörfunk:

Sehr geehrter Herr Buhrow, es ist sehr lobenswert, dass Sie sich um die Meinung der Endkunden bemühen - natürlich vorausgesetzt, dass sich darauf basierend tatsächlich etwas ändert. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass die Radiolandschaft in NRW extrem einseitig und unausgewogen ist. Es gibt nicht einen Radiosender in NRW, welcher mich nicht auf Dauer irgendwie nervt. Insbesondere im öffentlich-rechtlichen Radio-Bereich sehe ich meine Rundfunkgebühren mehr als verschwendet. Mir fehlt hier irgendwie die Radiovielfallt die z.B. der MDR oder der RBB anbieten. Sehr gut abgestimmt auf die Höhrer mit einem wechselvollen angebot. So ist zB WDR4 zwischen 19Uhr und 6Uhr gar nicht zu ertragen - und WDR2 kann man auch immer seltener mehr als eine halbe Stunde durchhören. Insbesondere nerven mich diese steten Livereportagen der Fussballspiele. In der Saison kommt man nicht mehr herum. Und möchte man dann zu Spielzeiten auf ein anderes Programm umschwenken, stehen die Alternativen nicht besser ...

WDR: Hallo, schade, dass im vielfältigen Radio-Angebot des WDR nichts für Sie dabei ist.

Wolfgang (14.10.2013, 23:44 Uhr) zu WDR 2 / Musikauswahl:

Wann kehrt WDR2 zu einer ausgewogenen Musikauswahl zurück? Zu kritisieren sind nicht die einzelnen Musiktitel. Die stumpfe Dauerberieselung überwiegend mit ausgelutschten 80er-Hits und Titeln von Prollbands (wie Nickelback) nervt aber. Privatsender sind kaum schlimmer. Und bitte kommen Sie mir nicht mit dem Totschlagargument, dass man es nicht jedem recht machen kann. - Löbliche Ausnahme sind die abendlichen Musiksendungen.

WDR: Danke für das Lob der Abendsendungen auf WDR 2. Zum "Totschlagargument": Wir haben noch keine Möglichkeit gefunden, ein Programm zu machen, dass zu 100 Prozent dem entspricht, was sich täglich (Mo-Fr) jede/r Einzelne der mehr als drei Millionen WDR 2-HörerInnen wünscht. Die allermeisten mögen WDR 2 aber trotzdem genau so, wie es ist.

Manfred Förster (14.10.2013, 22:35 Uhr) zu Musikbett Verkehrsinfo / WDR 2:

Ich finde die WDR Fernseh- und Rundfunksendungen sehr gut. Im Radio höre ich jeden Tag WDR 2, und im Fernsehen sehe ich auf jeden Fall die Lokalzeit und die Tagesschau. Frage: Warum läuft bei der Radio Verkehrsdurchsage immer diese grauenhafte Hintergrund Melodie? Diese Töne, in immer gleicher Folge sind für mich wie Gehirnwäsche, und ich kann mich auf die eigentliche Durchsage nicht mehr konzentrieren. Bitte sagt mir warum. Mit freundlichen Grüßen Manfred Förster aus Solingen

WDR: Danke für Ihr grundsätzliches Lob des WDR-Programms. Wenn Sie die Hintergrundmelodie bei den Verkehrsnachrichten als "grauenhaft" empfinden, tut uns das leid. Allerdings sehen das die meisten HörerInnen nicht so. Es ist wohl leider nicht möglich, zu 100 Prozent den Geschmack des gesamten Publikums zu treffen.

Hilde (14.10.2013, 19:37 Uhr) zu AKS / Lokalzeit / Trenner:

Ich bin begeistert von der AKS und der Lokalzeit. Ich war grad im Urlaub und habe sie sehr vermisst. Meine Frage ist, warum täglich im Übergang von der AKS zur Lokalzeit das Bild hängt und erst nach weiter- und zurückschalten wieder funktioniert? Viele Grüße :)

WDR Hallo, leider verstehen wir Ihre Frage nicht ganz - könnten Sie konkreter sagen, welches Bild Sie meinen und in wiefern sie vor- und zurückschalten müssen? Das Problem ist uns bisher nicht bekannt.

Brummpa (12.10.2013, 16:08 Uhr) zum Aussehen Björn Freitag:

Sehr geehrter Herr Buhrow, sparen Sie nicht an bestimmten Hygieneartikeln. Kochen kann er ja, der Björn Freitag, aber egal wo er auftritt, immer die langen Haare ohne Schutz...finde ich nicht so toll. Es ist eklig! Thema "Personalhygiene" Während der Arbeit müssen lange Haare zusammengebunden und eine Haube oder eine andere das gesamte Kopfhaar umhüllende Kopfbedeckung getragen werden.

WDR: Schön, dass Sie die Kochkünste von Björn Freitag schätzen. Seien Sie versichert, dass er Profi genug ist, um auch mit dem Thema Hygienevorschriften bestens vertraut zu sein. Sicherlich ist Ihnen bewusst, dass Kochen während einer Fernsehsendung von Ablauf und Rahmenbedingungen her etwas anderes ist, als das Kochen in einer Restaurantküche.

Sven Herzfeld (10.10.2013, 11:14 Uhr) zu Interaktion / Programm:

Ich wünsche mir mehr interaktive Inhalte im Fernsehen, die mit der heutigen Technik zu realisieren wären. Aktuell ist dort z.B. die Xbox one als Bindeglied zwischen Fernsehen und Einbeziehung der Zuschauer näher zu betrachten.

WDR: Das ist ein Thema, das aus unserer Sicht nicht nur wichtig ist, sondern das wir bereits an vielen Stellen im WDR Fernsehen umsetzen: Das Programm bietet schon jetzt jede Menge Möglichkeiten für ZuschauerInnen, sich zu beteiligen. Zum Beispiel über Soziale Netzwerke, Anrufe, Mails oder als Gast in einer Sendung wie aktuell dem WDR-Check.

Lotta (10.10.2013, 10:27 Uhr) zu Rundfunkbeitrag / Ausgaben wofür / Transparenz:

Wenn schon Transparenz, dann auch richtig! Was wird wofür ausgegeben? Wer entscheidet und nach welchen Kriterien Es geht um unsere Gebühren und mich regt die Vorstellung auf, dass viel zu viel Geld ungerechterweise bei nur wenigen landen könnte. Ergo, wer verdient wie viel und wofür?

WDR: Die Geschäftsberichte des WDR stehen für alle zugänglich im Internet. Hier können Sie nachlesen, was für welche Programmbereiche ausgegeben wird. Auch die Gehälter des Intendanten und der DirektorInnen sind dort aufgeführt. Seit einigen Tagen gibt es zudem einen Transparenz­schwerpunkt bei ard.de - dort wird u. a. dargestellt, wofür der Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro verwendet wird. Der WDR wird in den nächsten Wochen eigene Beiträge zu diesem Thema veröffentlichen.

Axel (09.10.2013, 18:48 Uhr) zu AKS / WDR 2 / mehr Regionalität:

Die Aktuelle Stunde im WDR Fernsehen hat sich von ihrer Regionalität verabschiedet und mutierte zur kleinen Tagesschau. Schade, das eine solche, anfangs interessante Sendung, so kaputt gemacht werden musste. Nur die Moderatoren Thomas Heyer und Martin von Mauschwitz kommen gut rüber. Genauso geht es dem Radioprogramm auf WDR 2. Alles Neue machen die Intendanten, nur was? Stundenlange Wiederholungen der gleichen Musiktitel, WDR für eine Stadt, wiederholt bis zum geht nicht mehr. Dann hat es auch der letzte Hörer kapiert oder wechselt zu einer anderen Sendeanstalt. Hören sie mal SWR1 Rheinland Pfalz, regional, interessant, abwechslungsreiche Musik, für jeden was dabei und unaufdringliche Reklame für interne Veranstaltungen. So gehts.

WDR: Danke für Ihre umfassende Rückmeldung. Zur Aktuellen Stunde: Die greift seit längerer Zeit gezielt Themen auf, die auch außerhalb von Nordrhein-Westfalen verortet sind und die trotzdem Einfluss auf die Menschen im Land haben – zum Beispiel der NSA-Skandal oder die Finanzkrise. Damit sieht sich die Redaktion nicht in Konkurrenz zur Tagesschau, sondern bereichert das Informations­angebot innerhalb der Sendung Aktuelle Stunde.

Die Wiederholung von Musik oder Programmelementen bei WDR 2 empfinden Sie als unangenehm, das ist schade. Allerdings sehen das die meisten HörerInnen nicht ganz so - dafür müssen Sie auch die durchschnittliche Verweildauer des WDR 2-Publikums vor dem Radio beachten. Sie wird empirisch erhoben – und bei den ausgeklügelten redaktionellen Regeln für Wiederholungen berücksichtigt.

Gerd Kuhlmann (09.10.2013, 17:49 Uhr) zu Reisekosten Moderatoren:

Da reist ein Dieter Könnes für einen Beitrag der Servicezeit nach London, Hamburg und nach Brüssel. Nettozeit der Übertragung aus diesen Städten ca. 4 Minuten. Mein Gott, muss der WDR Geld haben um solche Dienstreisen zu genehmigen. Es wird Zeit Herr Buhrow, dass hier ein Ende der Großzügigkeit gegeben wird.

WDR: Hallo, seien Sie versichert, dass wir grundsätzlich bei der Programmplanung verantwortungsvoll mit dem von allen BürgerInnen bezahlten Rundfunkbeitrag umgehen. Sie kritisieren die Recherchereisen von Dieter Könnes. Ja, solche Reisen kosten Geld. Deshalb finden sie nur in Ausnahmefällen statt. Wir sind aber nicht nur sorgsam im Umgang mit Kosten. Sondern auch bei journalistischer Sorgfaltspflicht: Nicht alle Themen lassen sich von NRW aus recherchieren – manchmal sind dafür Einsätze vor Ort nötig.

Katharina (09.10.2013, 15:33 Uhr) zu Filmförderung / Sparpläne:

Bin durch einen Artikel in der Rheinischen Post auf diese Aktion aufmerksam geworden und finde es klasse, dass Herr Buhrow und der WDR den Mut haben die Zuschauer einzubeziehen und für mehr Transparenz sorgen wollen! Stimme meinen Vorrednern zu ,die zu Recht ein abwechslungsreicheres Programm von den öffentlich rechtlichen Sendern erwarten! Leider geht es dem WDR nicht anders als anderen Medien. Es muss gespart werden und eben auch am Personal. Spart aber bitte nicht an der Filmförderung. Deutschlands Jungfilmer verdienen eine Chance und auch junge Schauspieler. Ich finde nicht ,dass u.a. Stars wie Iris Berben oder eine Veronika Ferres als Zugpferd gebraucht werden, wenn die Handlung stimmt und mitreißt. Fernsehen ist nicht Theater und wie schon gesagt Qualität an anderer Stelle ,wie dem Drehbuch zählt!

WDR: Sie können sich darauf verlassen, dass wir sehr genau überlegen werden, wie und in welchem Umfang wir sparen. Die Filmförderung ist für uns essentiell - auch, weil dadurch viele ambitionierte Produktionen realisiert werden können, die wir dann in unseren Programmen einem breiten Publikum anbieten können.

Stand: 30.10.2013, 16:57