Das Beitragssystem spült mehr Geld in die Kassen der Öffentlich-Rechtlichen. Was passiert damit?

Finanzen

Das Beitragssystem spült mehr Geld in die Kassen der Öffentlich-Rechtlichen. Was passiert damit?

Die Rundfunkkommission KEF geht davon aus, dass die Öffentlich-Rechtlichen durch die Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag mehr Geld als beim alten Modell einnehmen. Die Sender können dieses Geld aber nicht einplanen. Es soll nach dem Willen der Länder zurückgelegt werden, damit es zum Beispiel nicht zu einer neuen Beitragserhöhung kommt. So gibt es zum April 2015 erstmals eine Senkung des Rundfunkbeitrags um 48 Cent auf 17,50 Euro.

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben durch die Senkung des Rundfunkbeitrags also perspektivisch weniger Geld zur Verfügung. Auch steigende Ausgaben zum Beispiel durch Tariferhöhungen oder zunehmende Produktionskosten können durch den Rundfunkbeitrag nicht mehr aufgefangen werden. Nach aktuellem Stand ergibt sich für den WDR bis zum Jahr 2018 eine Finanzlücke von 236,3 Millionen Euro. Wir prüfen deshalb im gesamten Unternehmen, an welchen Stellen wir unsere Ausgaben stark eingrenzen bis ganz einsparen - und wovon wir uns verabschieden können. Unser Ziel dabei ist es, das Programm so weit wie möglich zu verschonen. Aber auch hier gibt es keine Tabus. Der WDR wird in den kommenden Jahren 500 Planstellen abbauen.