Keine Likes mehr für Facebook – wer setzt dem Netzwerk Grenzen?

Keine Likes mehr für Facebook – wer setzt dem Netzwerk Grenzen?

Facebook ist seit Jahren in den Schlagzeilen – deren Ausrichtung sich in jüngster Zeit aber massiv geändert hat: Wurde Facebook-Chef Mark Zuckerberg noch nach der US-Wahl 2012 dafür gefeiert, dass sein Netzwerk demokratisierende Prozesse unterstütze, gab es nach der Wahl von Donald Trump nur vier Jahre später harsche Kritik. Die Vorwürfe: Über Facebook würden Propaganda und Lügen verbreitet; Russland etwa könne über das Netzwerk die Wahlentscheidungen der US-Bürger beeinflussen.

Und jetzt die erneute Berichterstattung über „Cambridge Analytica“ und das Nutzen der Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern für deren Zwecke. Seitdem wird wieder verstärkt über den Umgang mit Facebook und persönlichen Daten diskutiert. Tatsächlich kehren Unternehmen und Bürger aber nur vereinzelt dem Netzwerk den Rücken zu - zumindest in Deutschland: Nur zwei Prozent der Internet-Nutzer geben laut aktuellem ARD-DeutschlandTrend an, Facebook wegen der aktuellen Berichte zu  „Cambridge Analytica“ nicht mehr zu nutzen; zwölf Prozent nutzen Facebook seitdem weniger. Insgesamt haben 88 Prozent der befragten Facebook-Nutzer wenig oder gar kein Vertrauen, dass Facebook mit ihren persönlichen Daten verantwortungsvoll umgeht; nur 10 Prozent haben großes Vertrauen.

Was ist im aktuellen Fall um „Cambridge Analytica“ genau geschehen? Ist Facebook gefährlich für die Demokratie - oder wird die Macht des Netzwerkes überschätzt? Müssen Facebook und Co. reguliert werden?

Stand: 06.04.2018, 15:31