Gefährliche Intubation: Müssen Covid-19-Erkrankte unnötig sterben?

MONITOR vom 11.03.2021

Gefährliche Intubation: Müssen Covid-19-Erkrankte unnötig sterben?

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Bericht: Jan Schmitt, René Bucken

Gefährliche Intubation: Könnten mehr Covid-19-Erkrankte überleben? Monitor 11.03.2021 07:44 Min. UT Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste Von Jan Schmitt, René Bucken

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Georg Restle: „Bei all dem sollten wir nicht vergessen, dass politisches Versagen in der Pandemie am Ende Menschenleben kostet. 72.810 Menschen sind bisher in Deutschland mit Bezug zu COVID-19 gestorben. Viele davon einsam und mit einem Schlauch im Hals, isoliert auf einer Intensivstation. Und genau das ist das Problem. Eine nicht unerhebliche Zahl dieser schwer Erkrankten hätte vermutlich gerettet werden können, wenn ihnen genau diese Tortur erspart geblieben wäre. Eine invasive Beatmung kann für COVID-Patient*innen nämlich zum Tode führen, vor allem dann, wenn sie zu früh erfolgt. Das alles sollte mittlerweile eigentlich längst bekannt sein, ist es aber offenbar nicht – jedenfalls nicht auf vielen deutschen Intensivstationen. Jan Schmitt und René Bucken.“

Barbara Kerkhoff ist froh. Ihre COVID-19-Erkrankung ist fast abgeklungen. Ihr Leben stand auf der Kippe. Durch eine Maske wurde sie anfangs ganz, und dann immer etwas weniger beatmet. Dadurch bekam die Lunge genau die Sauerstoffmenge, die sie brauchte. Die Maske muss dabei genau angepasst werden. Ihr Arzt – ein Spezialist für diese Beatmung.

Prof. Gerhard Laier-Groeneveld, Lungenklinik Neustadt: „Sobald die Patienten halt Luftnot verspüren, würden wir anfangen, sie mit einer nichtinvasiven Beatmung zu versorgen. Die Patienten haben dann Zeit, das zu erlernen und das Ziel wäre so, dass sie während der Beatmung nicht selbst atmen müssen, so dass ihre Atemmuskeln sich entlasten können.“

Ihre Lunge hat so gelernt, wieder selbst zu atmen. Aber in den meisten anderen Kliniken wäre Barbara Kerkhoff anders behandelt worden. Die so genannte „Intubation“ gilt seit Beginn der Corona-Pandemie als Standard-Behandlung auf Intensivstationen.

In Deutschland werden derzeit 57% aller COVID-19-Intensivpatient*innen intubiert. Das heißt: Ein Schlauch – lateinisch Tubus – wird tief durch den Rachen einführt und sie werden im künstlichen Koma beatmet, meist über mehrere Wochen. Klar ist, bei schwersten Erkrankungen kann die Intubation Leben retten. Auch Polizeisprecher Wolfgang Weidner litt schwer unter COVID-19. Doch er wurde am Bethanien Krankenhaus in Moers mit Maske beatmet, ohne Intubation. Die ist für ihn eine furchtbare Vorstellung.

Wolfgang Weidner: „Diese Angst, die ich da hatte, einfach über längere Zeit einfach in Narkose zu sein und dann auch irgendwie ein Plastikrohr im Hals zu haben, was einen dann irgendwie am Leben hält, wie auch immer. Wo man selber keinen Einfluss mehr drauf hat und wo man komplett praktisch in die Hände anderer dann auch gelegt wird, also, das war schon ne Vorstellung, wo ich wirklich Angst auch hatte. Und ich bin froh, dass mir das erspart geblieben ist.“

Behandelt hat ihn Thomas Voshaar. Gemeinsam mit Kollegen von der Fachklinik Klostergrafschaft hat er die Sterblichkeit bei Maskenbeatmung untersucht und dazu ganz aktuell eine Studie vorgelegt. Die Studie entstand aus Erkenntnissen der ersten COVID-19-Welle und wurde nun in einem renommierten Fachmagazin veröffentlicht. Dafür wurden 78 schwer Erkrankte ausgewählt, die üblicherweise alle intubiert worden wären. Aber siebzig von ihnen wurden anders beatmet und nicht intubiert. Nur acht bekamen eine Intubation. Insgesamt starben 6 Menschen, 7,7%. Zum Vergleich: Von den 78 schwer Erkrankten würden auf deutschen Intensivstationen 34 anders behandelt und 44 intubiert. Hier sterben allerdings derzeit 29%, fast viermal so viele. Denn in Deutschland sterben über die Hälfte der intubierten Patient*innen. Weniger Intubierte, weniger Tote? Voshaar will die Intubation jedenfalls möglichst vermeiden.

Dr. Thomas Voshaar, Krankenhaus Bethanien Moers: „Wenn ich jemanden intubiere – auch jetzt noch – der auch ohne Intubation hätte gut weiterleben können und ich intubiere ihn sozusagen unnötig, dann setze ich ihn auch einer unnötigen Gefahr aus und das bedeutet auch, dass wir wahrscheinlich unnötig Leben damit riskieren.“

In der ersten Corona-Welle wurden sogar 75% der schwer Erkrankten auf Intensivstationen intubiert. Dafür machte sich auch der damalige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin stark. Er sagte im April 2020, zunächst könne man zwar anders beatmen,

Prof. Rolf Rossaint, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, 27. April 2020: „wenn aber dann die Erkrankung noch schwerer ist – und das ist eben bei 75 Prozent der Intensivpatienten – dann muss man aber auch zum richtigen Zeitpunkt die Intubation durchführen.”

Merkwürdig, danach wurden die strikten Handlungs-Leitlinien für Ärzte etwas gelockert und die Rate an Intubationen in Deutschland sank plötzlich von 75% auf 57%. Aber reicht das?

Dr. Thomas Voshaar, Krankenhaus Bethanien Moers: „Ich glaube ganz eindeutig, dass man diese Zahl deutlich reduzieren kann und dass es immer noch zu viele Patienten sind, die intubiert werden.“

Prof. Rossaint glaubt das nicht. Wir treffen ihn wieder. Im MONITOR-Interview nennt er sehr genaue Werte zu Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung, ab denen schwer Erkrankte intubiert werden müssten.

Prof. Rolf Rossaint, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin: „Grundsätzlich gilt – das machen wir grundsätzlich auf der Intensivstation – wir gucken erst mal nicht-invasiv geht. Aber die Patienten, die dann viel, viel kränker sind, wo dann eben die Sättigung von mehr als nur noch 80% – nicht 93, sondern 80% – ist, wo die Atemfrequenz 35, 40 ist, wo der Patient nur noch kämpft, Luft zu bekommen. Diese Patienten muss man dann direkt intubieren.“

Sehr eindeutige Leitwerte für eine Intubation also. Nur, es scheint auch anders zu gehen. Denn Polizeisprecher Wolfgang Weidner hätte nach dieser Maßgabe direkt intubiert werden müssen, seine Werte waren noch schlechter. Corona hat er aber ohne Intubation nach sieben Tagen in der Klinik hinter sich gehabt. Heute ist er zur Nachbesprechung anhand des CT-Bildes da.

Wolfgang Weidner: „Und dort ist deutlich zu sehen, dass die Lungenentzündung da fast verschwunden ist. Und das finde ich nach sechs Wochen, finde ich das einfach toll also, da bin ich sehr, sehr froh, diese Werte zu haben.“

Solche Erfahrungen macht auch Prof. Martin Tobin. Er forscht und lehrt in Chicago und ist weltweit die Koryphäe für Lungenerkrankungen. Tobin sagt, in Deutschland werde – wie in den meisten Ländern – viel zu viel intubiert. Und, nicht nur die COVID-19-Erkrankung selbst berge große Gefahren, sondern auch und vor allem die Behandlung mit Intubation.

Prof. Martin Tobin, Loyola Universität Chicago (Übersetzung Monitor): „Sobald man einen Schlauch eingeführt hat, ermöglicht man den Eintritt aller möglichen Erreger, neben COVID. Und das setzt den Patienten einer Menge an Super-Infektionen aus. Wir wissen aus 40 Jahren Erfahrung, wenn Sie jemanden haben, der krank ist und man ihn ohne Intubation behandeln kann, wird es ihm deutlich besser gehen, als wenn Sie intubieren, denn das erhöht die Sterblichkeit.“

Dr. Thomas Voshaar, Krankenhaus Bethanien Moers: „Wir brauchen sozusagen keine neue Evidenz dafür, dass eine solche invasive Beatmung mit Komplikationen einhergeht. Hingegen bräuchten wir natürlich dann schon mal eine Evidenz, dass jetzt bei COVID alles ganz anders sein soll, und diese Evidenz fehlt.“

Und so lange sie fehlt, wird man auch nicht wissen, wie viele Menschen wirklich intubiert werden müssten oder nicht. Und wie viele – auch wegen der Behandlung – ihr Leben lassen.

Georg Restle: „Man fragt sich, warum die Lernkurve in dieser Pandemie bei so vielen Verantwortlichen im Land so unglaublich langsam steigt. Und das gilt ganz sicher nicht nur fürs Thema Intubation.“

Stand: 11.03.2021, 22:15

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40 Kommentare

  • 40 Frage 23.08.2021, 15:21 Uhr

    Gibt es zu dieser Sendung ein Update neuesten Datums. Oder wird es kommen, Herr Restle?

  • 39 Dr. Friedrich Flachsbart 05.08.2021, 17:19 Uhr

    Am 4. August 2021 erschien im New England Journal of Medicine: "Therapeutic Anticoagulation with Heparin in Noncritically Ill Patients with COVID-19". Thrombose tötet. Heparin verhindert Thrombose. Herzliche Grüsse F. Flachsbart

  • 38 Dr. Friedrich Flachsbart 25.07.2021, 18:32 Uhr

    Woran sterben Patienten mit COVID-19 Ihrer Meinung nach? Diese Frage an Prof. Gerd Laier-Groeneveld möchte ich als sein älterer Kollege aus dem Krankenhaus Lenglern (Spezialausbildung durch Prof. U. Hüttemann, 1978-1980) beantworten. Damals kam der Pathologe zur Sektion. Und er fand Thrombo-Embolien als Todesursache bei den Lungen-Kranken. In der Herzchirurgie der Universität Göttingen zerstörten Thrombosen der kleinen Arteriolen in Lunge und Niere die Erfolge der Herzchirurgen um Prof. Koncz. Zu seinem 65. Geburtstag 2001 konnte eine hämolytisch-hämorrhagische Lungenerkrankung beschrieben werden, in Analogie zum hämolytisch-urämischen Syndrom. Unfraktioniertes Heparin in niedriger Dosis (10 IU/kg KG/Stunde änderte die katastrophalen disseminierten intravasalen Gerinnungs-Störungen (DIC). Prof. Koestering hat es bestätigt. 2020 stellte sich die Frage der Thrombose von kleinen Lungenarteriolen erneut: COVID-19. Unfraktioniertes Heparin würde helfen. Vor Dialyse und vor ECMO angewandt.

  • 37 Prof. Dr. Helmuth Forst 01.05.2021, 10:56 Uhr

    @Prof G Laier-Groeneveld: Reinhold Messner war als lungengesunder, hoch trainierter Sportler nach mehreren Wochen Anpassung in großen Höhen wenige Minuten auf dem Mt. Everest. Andere Sportler scheiterten im Höhenlungenödem (mit und ohne Sauerstoff) bei dem Versuch solche Höhen zu erreichen. Der Vergleich mit einem alten, u.U. vorerkrankten Menschen mit diffuser Infiltration der gesamten Lunge infolge COVID19 geht also fehl. Stephen Hawkin litt an AML. Die Beatmung war also wegen Versagens der Atemmuskulatur (Atempumpe) notwendig. Das Lungengewebe war - anders als bei COVID19 - davon nicht betroffen. Erst nach einer Pneumonie musste er über eine Kanüle in der Luftröhre (!) maschinell beatmet werden und lebte danach beatmet noch 23 Jahre. Welchen Schaden vermuten Sie durch "zu niedrige" Atemzugvolumina? Woran sterben Patienten mit COVID19 Ihrer Meinung nach?

  • 36 Ava Liv 17.04.2021, 18:19 Uhr

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  • 35 Ava Liv Schönfeldt 17.04.2021, 18:17 Uhr

    Danke für den Bericht. Wird das mal jemand untersuchen? Ich denke viele wären noch am Leben. Es gibt ja mehr Geld für einen Patienten der künstlich beatmet wird. Vielleicht sind viele auch an einer super Infektion nach der Beatmung gestorben? Unter den Ärzten und Pflegern gibt es einen Begriff.... Wir machen ihn Pflegegeschmeidig.. Das bedeutet künstliche Beatmung und ins Koma legen. Schrecklich. Ich bin davon ausgegangen das sie erst alles andere versuchen. In der ersten Welle sind viele wahrscheinlich an diesen Maßnahmen gestorben. Ich denke aber auch das es oft einfach nicht um die Gesundheit geht sondern ums Geld. Hätte ich auf die Ärzte gehört, hätte ich schon mehrere unnötige OP gehabt. Traurig ist das. Das gute ist das es nun alles herauskommt. Man vertraut den Ärzten blind. Das sollte man nicht tun. Traurig ist das die sehr guten Ärzte unter den schwarzen Schafen leiden. Danke für die Aufklärung.

    • Ananda 11.05.2021, 23:21 Uhr

      Danke für die Bestätigung was viele ahnen und wissen : die Ärzte sind überwiegend angewiesen mit den Patienten Geld zu verdienen. Daher sollte man zum eigenen Schutz kritisch alle Massnahmen hinterfragen. Vieles macht einen vll kränker oder bringt den Tod.

  • 34 Prof. Dr. Helmuth Forst 29.03.2021, 21:56 Uhr

    Die "wissenschaftliche Arbeit" von Voshaar et. al. aus dem ERJ Open Res ist nicht mehr als eine Fallserie. Sie beschreibt, dass die am schwersten an COVID-19 Erkrankten, die deswegen intubiert werden mussten, die schlechteste Prognose aufweisen. Sie ist kein Beweis dafür, dass die Intubation diesen Patienten geschadet hat. Die Arbeit hat keine wissenschaftliche Begutachtung durchlaufen: eingereicht am 12.01., angenommen am 13.01. Irritierend ist, dass einer der Mitautoren (D. Köhler) schon einmal mediale Aufmerksamkeit durch das Leugnen der Gefährlichkeit von NOx erregte und ihm danach ein "Rechenfehler" nachgewiesen wurde. Die S3-Leitlinie zur Therapie von Patienten mit COVID-19 empfiehlt eine Sauerstoffsättigung >89%, "unter ständiger Intubationsbereitschaft" einen Therapieversuch mit Sauerstoff oder nicht-invasiver Beatmung und bei bei Versagen dieser Maßnahmen die Intubation. Bedauerlich, dass der WDR einer schlecht recherchierten Einzelmeinung so viel Aufmerksamkeit verschafft.

    • Prof G Laier-Groeneveld 04.04.2021, 19:27 Uhr

      Reinhold Messmer ist auf dem Mount Everest mit einer Sättigung von 60% und einem pO2von 30mmHg. Stephen Hawkins ist rund um die Uhr beatmet und hat über 37 Jahre ein erfolgreiches Leben. Lohnt es sich da nicht darüber nachzudrenken, was Intubation, Beatmung mit zu niedrigen Atemzugvolumina und Sedation bei den Menschen anrichtet. Die sterben doch nicht an COVID-19.

    • M. Schroeter 24.04.2021, 22:59 Uhr

      Danke! Das waren ganz genau meine Gedanken dazu. Außerdem wird hier propagiert, Ärzte würden sofort zum Spatel greifen. Das war noch nie lege artis und hat sich durch Covid auch nicht geändert.

  • 33 Heinz Stahlknecht 21.03.2021, 15:13 Uhr

    Politiker als auch Journalisten eiern täglich um Nebelkerzen rum. Staatsversagen und kein Eingeständnis. Ist es etwa nicht dringend wichtig, die Bevölkerung für neue Staatslenkung in ALLEN Bereichen abstimmen zu lassen? Fast jeder Trainer, außer Bubikopp Löwe, wird bei Niederlage abgelöst.

  • 32 Brüder und Schwestern 19.03.2021, 22:52 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 31 Heiko S 17.03.2021, 21:05 Uhr

    Wieviele Patienten wurden anders und falsch behandelt, nur weil ein positiver PCR-Test vorlag? Dabei gibt es keine therapeutischen Unterschiede zwischen den verschiedenen ARE-Viren. Die pneumologischen Kliniken sind von Anfang an gegen Intubationswahnsinn angegangen.

    • Prof. Dr. Helmuth Forst 30.03.2021, 14:45 Uhr

      Haben Sie übersehen, dass die S3-Leitlinie - Empfehlungen zur Therapie von stationären Patienten mit COVID-19 "von Anfang an" federführend von den Vertretern der Fachgesellschaft der Pneumologen mit verfasst wurden? Von welchen pneumologischen Kliniken sprechen Sie und wie sind die gegen den von Ihnen behaupteten "Intubationswahnsinn" angegangen?

  • 30 C. Martin 16.03.2021, 23:37 Uhr

    Ein wirklich schädlicher, populistischer und schlecht recherchierter Beitrag. Es wird so dargestellt, als wäre die Maskenbeatmung der Intubation schlicht überlegen und die deutschen Ärzte weigerten sich, diesen Fakt anzuerkennen. Irgendwann funktioniert NIV einfach nicht mehr, es werden im Beitrag grenzwerte genannt, die durchaus realistisch sind. Ein solcher Patient sagt nicht „Nein“ zur intubation, er sagt gar nichts mehr. Sein ganzer körper und auch sein Geist bieten alle noch vorhandenen Reserven auf um in dieser geschwindigkeit weiteratmen zu können um irgendwie das lebensnotwendige O2 ins Blut zu bekommen. Hierbei atmet er schon hochkonzentrierten Sauerstoff. Die periphere Sättigung von 80% zeigt aber, dass er das nicht schafft. Er japst quälend nach luft und Arzt genau wie Patient stehen mit dem Rücken an der Wand. Jetzt bleibt nur die Intubation. Die Maske hat bereits versagt. Die schädliche Intubation vermeiden tötet diesen Patienten.

  • 29 B. B. 16.03.2021, 19:50 Uhr

    Niemand kann versprechen dass die Impfstoffe nur auf die bisher bekannt gewordenen Nebenwirkungen beschränkt bleiben (heute steht in Medien dass eine junge Frau nach Impfung erblindet ist). Es ist ein Fehler kurz nach Freigabe der Impfstoffe die Menschen zu Massenimpfungen zu drängen. Zumindest hätten die Schwangerschaftsmonate einer Frau abgewartet werden müssen. Wer kann garantieren dass es ab Herbst des Jahres nicht massenhaft Fehlgeburten gibt oder Kinder mit Körperbehinderungen geboren werden?

    • Aga Bellwald 22.03.2021, 10:03 Uhr

      Liebe(r) B.B., hier geht es aber nicht um' Impfen, sondern um's Intubieren und die damit verbundenen Gefahren.

  • 28 Andreas 16.03.2021, 09:26 Uhr

    Ich kenne eine Behandlung im Krankenhaus folgendermaßen. Patient wir ins Krankenhaus eingeliefert mit Atemnot. Schlauch in den Rachen, dann PZR Test. nach zwei Tage Schlauch raus Patent negativ. Er hatte ein Herzinfarkt.

  • 27 Julia 14.03.2021, 16:51 Uhr

    Sehr einseitige Darstellung vom Thema. Aerosolbildung und Gefahr für das Pflegepersonal wurde nicht berücksichtigt. Niedrige Sättigung über lange Zeit führt zu Schädigung von andere Organe. Grundsätzlich schauen wir ob NIV geht wenn Patient nicht mehr hoch ansteckend ist.

    • Peter 05.04.2021, 20:16 Uhr

      Es darf doch nicht sein, dass eine potentielle Ansteckungsgefahr durch erhöhte Aerosolbildung bei einer für den Patienten besseren Behandlungsmethode dazu führt, dass eine andere Behandlungsmethode gewählt wird, die medizinisch noch nicht nötig wäre. Wenn das ein grundsätzliches Vorgehen ist, so wie Sie es schreiben, na dann gute Nacht.

  • 26 Lady Franziska 12.03.2021, 20:20 Uhr

    Vielen Dank für diese Berichterstattung. Sie war nötig, ob es manchen Arzt passte oder nicht. An oder mit Corona gestorben, diese Aussage ist mir zu billig. Invasive Beatmung wird immer häufiger alten Patienten abgeraten wegen dem hohen Risiko. Bei Corona schienen Ärzte das vergessen zu haben.

  • 25 Dr. Manhattan 12.03.2021, 18:02 Uhr

    Es ist nur komisch, dass Dr. Wodarg genau das bereits vor fast einem Jahr gesagt hatte. Aber er wird von den gleichen Leuten, die jetzt diesen Beitrag produzieren, als Spinner und Verschwörungstheoretiker oder sogar Corona-Leugner bezeichnet. Und das ist nicht das einzige wo er oder Dr. Baghdi recht hatten.

    • Walter Knoch 13.05.2021, 12:39 Uhr

      Sehr geehrter Herr Doktor Manhattan, wir recht Sie haben? Endlich, Ende März 2021, bringen Georg Restle und Monitor dem verehrten Publikum den - sorry - alten Hut als brandneue Erkenntnis auf die Mattscheibbe. Bereits aml24. 3. 2020 schrieb Dr. Gunter Frank, praktizierender Arzt in der Kurpfalz, auf AchGut unter Verweis auf ein Statement des Verbandes Pneumologischer Kliniken: Sterben Coronapatienten auch an falscher Beatmungstechnik? Er wurde unter die Verschwörungstheoretiker subsummiert? Ich fürchte die Erwähnung von AchGut setzt mich hier der großen Gefahr aus, wegen "Verstoß gegen die Netiquette (die Redaktion)" gelöscht zu werden. Letzte Bemerkung: Besser man lernt spät, als nie. Verzeihung, ein bisschen Sarkasmus darf nicht, muss sein!

  • 24 Flachsbart 12.03.2021, 17:48 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren! Aus der inneren Medizin hat sich die Lungen- und Bronchialheilkunde entwickelt. Die Anaesthesie hatte einen grundsätzlich anderen Ansatz, sie hat sich aus der Physiologie die Denkmodelle genommen. Es sind zwei vollkommen verschiedene Denkmodelle. Wie zwei Sprachen, wie zwei Religionen. Die Kirchenfenster der St. Jacobi Kirche in Göttingen zeigen einen ähnlichen Streit zwischen Katholiken und Lutheranern zur Zeit der Reformation. Damals starben viele am englischen Schweiß. Herzliche Grüße Friedrich Flachsbart

  • 23 Prof. Dr. A. Schleppers 12.03.2021, 13:55 Uhr

    Anästhesisten kritisieren erneute WDR-Berichterstattung zu Beatmung / Intubation vom 11.03.2021 „Völlig unnötige und unqualifizierte Emotionalisierung eines wichtigen intensivmedizinischen Themas“ Nürnberg. Der „Berufsverband Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und die „Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) üben scharfe Kritik an der Berichterstattung des WDR über die Intubation / Beatmung von Covid-19 Patienten am 11.03.2021. In einem Brief an WDR-Intendant Buhrow schreibt der BDA / DGAI Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Alexander Schleppers, es handele sich um eine „inhaltlich falsche, völlig unnötige und unqualifizierte Emotionalisierung eines wichtigen intensivmedizinischen Themas, die zu einer völlig unnötigen Verunsicherung der Bevölkerung und damit der Patienten“ führe. Ein Patient wird dann Intubiert und beatmet, wenn alle anderen Optionen ausgerezt wurden und nicht "einfach so". Besuchen Sie gerne mal eine Covid Intensivstation!

    • Julia 14.03.2021, 16:53 Uhr

      Stimme völlig zu;)

  • 22 Robolino 12.03.2021, 13:50 Uhr

    Dieses Thema ist seit fast einem Jahr bekannt. Schon die Zahlen aus China waren hier wenig vielversprechend. Leider hat das Palatinat der Corona-Politik - auch vertreten vom ÖRR - dieses bislang bis auf wenigen Ausnahmen geflissentlich ignoriert. Es ist ein Anfang, dieses stärker in den ÖRR zu bringen. Es fehlt noch so viel mehr zum Thema Corona.

  • 21 Rolf Müller 12.03.2021, 10:55 Uhr

    Ärzte behandeln oft für den Juristen. Weicht man vom Standard ab und der Patient stirbt, hat das Krankenhaus bei Klage ein Problem; je nach Gutachter geht das gut oder schlecht aus. Daher sind Behandlungsmethoden recht unbeweglich; erheblicher Nachteil, wenn sich Viren was Neues einfallen lassen. Dazu kommt, weil man wie im Tunnelblick den Schwerpunkt auf Verbreitung nach Computersimulationen gesetzt hat und in Impfung das Wundermittel sieht, ist das Wissen über Corona selbst und Behandlung völlig in den Hintergrund geraten. Man hat nach einem Jahr noch immer keinen Schimmer warum die Viren von so vielen nicht bemerkt werden und 0,23% (WHO) „in Verbindung mit Covid19“ sterben. Hohes Lebensalter und viele Nebendiagnosen ist bei jeder Infektion schlecht, das allein sagt nichts aus. Man kann auch „in Verbindung mit Erkältung“ sterben und irgendwann stirbt man notfalls ganz ohne Verbindung mit Krankheit. Aus Fehlern könnte man lernen und hier könnte man viel lernen was alles nicht geht.

  • 20 Andreas 12.03.2021, 09:48 Uhr

    Das war endlich ein super Beitrag. Es wurde Zeit. Endlich ein Bericht der aufzeigt wie es auch besser geht. Mir tun die Personen leid die durch die Intubation gestorben sind. Das Moerser Modell ist in meinen Augen das wirkliche bessere und gute dabei. Auch dieses Model aus dem BETHANIEN Krankenhaus habe ich in meinen Patientenverfügung geschrieben.