Europa hat seine Seele verkauft

Georg Restle am 16.01.2018

Europa hat seine Seele verkauft

Von Georg Restle

Na also, geht doch: Die Flüchtlingszahlen sinken. Die Bundesregierung atmet auf. Die Flüchtlingskrise vorbei, als würde ein Spuk zu Ende gehen. Nur dass es eben kein Spuk ist, sondern immer noch bittere Realität. Nein, diese so genannte Flüchtlingskrise ist noch lange nicht vorüber. Ganz im Gegenteil. Sie findet jetzt nur nicht mehr vor unseren Augen statt.

Aber in Syrien, wo in diesen Tagen Hunderttausend auf der Flucht sind vor einer Großoffensive der syrischen Armee. Menschen, die aus Syrien nicht raus- und nach Europa nicht reinkommen.

Auch aus Eritrea versuchen immer noch Tausende zu fliehen, weil ihnen dort Folter, Zwangsarbeit und willkürliche Verhaftungen drohen.

Und in Afghanistan begann das neue Jahr, wie das alte endete: Mit blutigen Anschlägen, denen die Zivilbevölkerung schutzlos ausgeliefert ist.

Wie gut, dass wir uns die Folgen dieses Elends hier nicht mehr antun müssen. Dafür hat Europa, dafür hat die Bundesregierung gesorgt:

Im Mittelmeer zum Beispiel, wo wir gegen alle Regeln des Völkerrechts libysche Milizen aufrüsten, die Flüchtlinge auf offener See verrecken lassen oder in Foltercamps zurückbringen.

Oder in Griechenland, wo wir Familien mit ihren Kinder unter erbärmlichen Umständen vor sich hinvegetieren lassen – getrieben vom zynischen Kalkül, es möge möglichst viele abschrecken nach Europa zu kommen.

Oder in Afrika, wo die Bundesregierung keinerlei Hemmungen hat mit den schlimmsten Diktaturen zu kooperieren – um die Flüchtlinge schon in der Wüste aufzuhalten, wo viele elendig zugrunde gehen. Weit weg von Europa: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Ja, die Flüchtlingszahlen in Deutschland sinken. Aber wir sollten uns nichts vormachen: Dafür hat Europa seine Seele verkauft – mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesregierung. Die Folgen der Flüchtlingskrise seien bewältigt, sagte der Bundesinnenminister heute. Vielleicht kann er jetzt ja ruhiger schlafen. Ich kann es nicht.

Stand: 16.01.2018, 22:30

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192 Kommentare

  • 193 Wieder wird unser Deutschland von den USA in einen Krieg gezogen 10.09.2018, 19:36 Uhr

    Nun fordern US-Politiker unsere Bundesregierung auf im Fall eines Chemiewaffenfalls in Syrien mit den USA, England und Frankreich zusammen militärische Vergeltungsangriffe zu fliegen. Schon seit Wochen kursieren Berichte im Internet darüber dass die von den USA unterstützen Rebellen einen Chemiewaffenfall vorbereiten. Vorab haben US-Politiker diesen Gruppen im Fall des Falles Untersützung zugesichert. Sollte es zur Tat kommen werden mit Sicherheit die Verbündeten aus den NATO-Staaten nicht genau prüfen wer die Waffen benutzte sondern wie vorher schon in vergleichbaren Fällen einfach militärische Gewalt anwenden; mit aller Macht wollen weltbeherrschende US-Politiker unser Deutschland mit in die Eröffnung eines neuen Weltkrieges ziehen. Dieser Krieg in Syrien ist meinem Empfinden ein reiner Angriffskrieg um die für westliche Mächte unangenehme syrische Regierung zu stürzen, vergleichbar wie zum Beispiel in Libyen. Die Unterstützung von Minsterin v.d.Leyen für Krieg ist durchaus denkbar.

  • 192 M. 02.09.2018, 19:27 Uhr

    Die Krisen spitzen sich zu. Niemand will einen neuen Krieg, alle wollen lieber in Frieden mit anderen Menschen, in Freiheit leben, unsere Berufe ausüben (der uns ernährt) und uns einen durchschnittlichen Komfort ermöglicht. Doch es ist vielen Menschen nicht möglich in Frieden und Freiheit zu leben. Diese Menschen sind ein Unglück für uns. Sie ziehen uns in Kriege, Zerstörungen sowie Tod. Es sieht derzeitig so aus als befänden wir uns am Vorabend zum 3. Wektkrieg. Eigentlich falsch ausgedrückt denn wir müssten die „Kalten Kriege“ dazuzählen, die Zeiten zwischen den beiden Weltkriegen. Die Tage gab es wieder in Russland heftige Demonstrationen. Warum? Weil das Rentenalter etwas höher gesetzt werden soll. Wieder gibt es Provokateure, Revoluzzer unter den Demonstranten welche die Demonstrationen zu „Maidanrevolutionen“ steigern möchten um die Regierung zu stürzen. Kaum jemand denkt jedoch daran dass auch eine neue Regierung in Russland das Rentenalter erhöhen wird.

  • 191 Michaela 29.08.2018, 20:22 Uhr

    Es bestehen denkwürdige Parallelen zwischen der Entstehung des 2. Weltkrieges und der potentiellen Gefahr eines 3. Weltkrieges. Vor dem 2. Weltkrieg gab die englische Regierung der polnischen Regierung eine bedingungslose Unterstützungsgarantie im Fall eines Krieges zwischen Deutschland und Polen. Heute haben (laut Medien) von den USA unterstütze Kräfte in Syrien eine Zusicherung der USA, England, Frankreich (und vermutlich auch Israel) wenn es folgend wieder ein Giftfallvorfall in Syrien gibt. Politiker heutzutage verhalten sich in ihrer Politik vergleichbar gefährlich wie Politiker vor den beiden Weltkriegen. Viele unserer heutigen Politiker haben kein Recht auf die unsere Länder in Kriege treibende Politiker des vorigen Jahrhunderts zu schimpfen. Führen derzeitige Politiker uns wieder in einen Krieg wird dieser Krieg weitaus schlimmer und verbrecherischer sein als die beiden Wektkriege zusammen.

  • 190 Schmidt 29.08.2018, 19:46 Uhr

    Vermutlich steht uns wieder ein Chemievorfall in Syrien vor der Tür. Laut einer vorwiegend russisch interessierten Zeitung wird von westlichen Fäden gezogen diese Tat vorbereitet um nun direkt mit militärischen Aggressionen die Regierung in Syrien zu stürzen und das Land aufzuteilen. Schon bei den bisherigen Chemieaktivitäten in Syrien warnte diese russisch geführte Zeitung zutreffend. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird folgend wieder in den Medien der „Westlichen Wertegemeinschaft“ zu lesen sein dass die syrische Regierung die Täter waren.

  • 189 Sch. 26.08.2018, 17:22 Uhr

    Vermutlich scheint es bei deutschen Politikern und Journalisten eine herausragende Eigenschaft zu sein „Zweifrontenkriege“ zu führen. Derzeitig wird in den Medien wieder voll gegen die US-Regierung unter Trump gehetzt. Beständig im Wechsel, einmal gegen Trump, einmal gegen Putin und immer wieder gegen beide. Warum kümmern sich unsere Volksvertreter und deren Meinungsmacher nicht mehr um unser Deutschland anstatt immer wieder andere Lönder anzufeinden.

  • 188 Sch. 26.08.2018, 16:21 Uhr

    Unsere Politiker u.Journalisten gefährden alle durch ihre uns in einen Krieg treibende Aggressionen gegen Russland. Angeblich war das Referendum der Krimer Bewohner für einen Anschluss des Landes an Russland eine Annexion Russlands. Angeblich wurde MH 17 von Russen abgeschossen. Angeblich hat Russland Syrien zerstört. Angeblich geschahen die Giftgasvorfälle unter russischer Verantwortung. Beweise gibt es nicht, nur unbewiesene Schuldzuweisungen um Russland zu dikriminieren, militärisch einzukesseln u. in einen Krieg zu treiben, der millionenhaft schlimmer sein wird als der erste und zweite Weltkrieg zusammen. Die Umweltschäden werden wahrscheinlich die Erde direkt in einer Katastrophe führen welche bisher durch Klimawandel noch harmlos sind. Denkwürdig ist dass unsere Politiker und Journalisten eigene Völkerrechtsbrüche nicht erkennen. Kriegsführungen mitsamt Landbesetzungen der US-geführten Bündnisstaaten (auch Türkei). Versuche die syrische Regierung gleich Maidan zu vertreiben usw..

  • 187 Schneider 19.08.2018, 22:49 Uhr

    Unsere Regierung sträubt sich Russland im Wiederaufbau Syriens mitzuhelfen. Was sind unsere Politiker und Journalisten für Menschen? Hier im Land beschimpfen sie Bürger welche gegen einen unkontrollierten Zuzug von Migranten sind und wollen zunehmend mehr Menschen aus dem islamischen Raum nach Deutschland holen u. wollen der US-Regierung weiter helfen die syrische Regierung zu stürzen. Beim Wiederaufbau Syriens werden viele junge Menschen welche zu uns geflohen sind gebraucht und könnten dort für eine Arneitsentlohnung arbeiten anstatt hier von unseren Steuergeldern. Warum setzt sich unsere Regierung so auffallend dafür ein dass die Ukraine trotz der Nordstream von unseren Steuergeldern Transitgebühren für Gas erhält. Wir brauchen doch keine Abhängigkeit von der Ukraine. Durch diese Gelder, unsere Gelder wird indirekt der Kiewer Krieg gegen die abtrünnigen Ostukrainer bezahlt. Unser erarbeitetes Geld wird für die Weiterführung des Krieges verwendet anstatt für eine Friedensstiftung.

  • 186 Berger 09.08.2018, 11:23 Uhr

    Der derzeitige US-Weltkrieg ist offensichtlich unaufhaltbar. Niemand der Politiker / Journalisten hier in den NATO-Staaten wagt das zu kritisieren. Dem AH wird beständig vorgeworfen die Welt beherrschen zu wollen, die USA beherrscht die Welt. Auch gegen offenbarten Lügen von US-Politiker wagen hiesige Politiker / Journalisten keine Kritik zu üben. So kam heute in den Nachrichten dass die USA wegen dem Skripal-Vorfall erneut Sanktionen gegen Russland verhängt. Skripal, MH17, Brutkästen in Kuweit, Atomwaffen des Irak, Afghanistan-Verbindung zu WTC, Russische Bedrohung der Baltenländer, Georgien, Ukraine, Krim, Libyen, Syrien, Iran, Giftgasvorfälle in Syrien und so weiter und so fort, welcher vernünftig denkender Mensch kann US-Politikern noch Glauben schenken. Die moderne Kriegsführungen der US-Politiker scheinen Lügen, Erpressungen und Sanktionen zu sein. Wann endlich werden US-Politiker vernünftiger, lassen die Menschen anderer Länder in Ruhe und gefährden nicht weiter die Welt.

  • 185 Schon wieder eine große Gefahr des Weltfriedens (nun Iran), verursacht durch die USA 06.08.2018, 22:02 Uhr

    Schon wieder wollen US-Politiker die Welt an den Rand eines totalen Krieges bringen. Die iranische Regierung wollen US-Politiker stürzen, gleich wie derzeitig in Syrien, vorher im Irak, in Libyen, in Syrien, in der Ukraine usw.. Was ist los mit den Erdbeherrschern, den im Westen so titulierten „Befreiern“. Nur noch Krieg, Erpressungen, Sanktionen, Regierungsstürze. Auch unserer deutschen Industrie wird unter Androhung von Sanktionen (Erpressungen) verboten Handel mit dem Iran zu betreiben. US-Politiker gefährden schon seit Jahrzehnten den Weltfrieden und in unseren Bündnisstaaten wird ohne Widerspruch alles hingenommen sowie unterstützt, auch militärisch.

  • 184 Vor dem 2. Weltkrieg führte Deutschland in Spanien Krieg, heute in fast unzähligen Ländern. 06.08.2018, 10:40 Uhr

    Die heutigen uns in einen neuen Weltkrieg treibenden Generationen von Politiker sollten ihre aggressive Politik gegen andere Völker endlich in eine friedliche Poitik verändern. Diese damalige unmenschlich schlimme Zeit darf sich nicht wiederholen. Zur Zeit sieht es so aus als würden ein oder zwei Generation weiter wieder Politiker, Journalisten und sich selbst hervorhebende Prominente „Gegen das Vergessen“ arbeiten müssen. Heute haben unsere „Volksführer“ schon wieder unsere deutschen Soldaten in andere Länder zum Krieg führen geschickt. Heute stehen unsere Soldaten schon wieder voll bewaffnet an der russischen Grenze. Mit der uns vorgaukelnden Begründung einer angeblichen „Russischen Aggression“. Balkankrieg, Afghanistankrieg, Libyenkrieg, Irakkrieg, Syrienkrieg usw., alles „Befreierkriege“ unserer Politiker gegen Menschen führen welche uns nichts angetan haben. Angriffskriege welche unsere Politiker gegen Menschen anderer Länder führen ohne Mehrheitswillen des deutschen Volkes.

  • 183 D. 05.08.2018, 22:04 Uhr

    Fortschreitend sprechen westliche Politiker und Journalisten von einer „Russischen Aggression“, doch es ist klar ersichtlich dass bisher die Politik der NATO-Staaten aggressiv gegen Russland ist. Das Hirngespinst „Russische Aggression“ soll offensichtlich dazu dienen die Länder der Erde in einen Weltkrieg zu drängen, und Deutschland soll in diesen Krieg wieder eine führende Rolle zustehen. Warum Deutschland? Weil in einem möglichen Krieg zwischen NATO und Russland, so hoffen einige Politiker in den USA darauf, dass die beiden Länder Russland und Deutschland total zerstört werden und für viele Jahrzehnte die Bildung einer „Eurasischen Union“ verhindert wird. Im Sinne von US-Politikern soll denkbar eine mögliche wirtschafte Konkurrenz ausgeschaltet werden.