Verständnis? Wofür?

Georg Restle am 06.10.2015

Verständnis? Wofür?

Von Georg Restle

Verständnis aufbringen für die Ängste und Sorgen der Bürger in Deutschland. Keine Talkshow mehr ohne diesen Satz, keine Diskussion am Stammtisch und keine Debatte im Bundestag. Verständnis VON oder Verständnis FÜR? Es ist der kleine semantische Unterschied, der den Analysten vom Aktivisten unterscheidet. Den, der Stimmungen deutet von dem, der Stimmung macht. Ja, auch ich verstehe, dass es Ängste vor Flüchtlingen gibt und woher diese Ängste kommen. Nur, mit Verlaub, ich habe kein Verständnis dafür.

Georg Restle

Georg Restle

Ich habe kein Verständnis dafür, dass Menschen Angst haben vor einer "Islamisierung des Abendlandes", wo der Anteil der Muslime im europäischen „Abendland“ gerade mal 4 % ausmacht, und auch dann nur auf 5 % anwachsen würde, wenn sämtliche syrischen Flüchtlinge auf einmal nach Europa kämen.

Ich habe kein Verständnis dafür, dass Menschen in diesem Land davor Angst haben, dass 2, 3 oder 5 Millionen Flüchtlinge uns unserer Lebensgrundlage berauben. In einem Land, das gerade Milliarden Überschüsse erwirtschaftet und dabei von der Armut der Länder profitiert, aus denen viele Flüchtlinge zu uns kommen.

Ich habe kein Verständnis dafür, dass besorgte Bürger Angst davor haben, dass unsere Verfassungswerte in Gefahr geraten, wo doch die Gleichen, die das befürchten, sofort dazu bereit sind, Artikel 1 des Grundgesetzes zu opfern, wenn es um eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen in diesem Land geht.

Nein, ich habe keinerlei Verständnis für diese Ängste – und schon gar nicht dafür, dass Politiker Verständnis für solche Ängste heucheln und dabei nichts anderes tun, als diese Ängste jeden Tag aufs Neue anzufachen.

Stand: 06.10.2015, 18:00

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49 Kommentare

Neuester Kommentar von "Xy", 29.05.2017, 12:52 Uhr:

Der muslimische Anteil von muslimischen Abendland soll gerade mal nur 4 Protent ausmachen? Nun ja, da kam es bei der statistischen Erhebung wahrscheinlich darauf an wer die Erhebung in Auftrag gab und bezahlte. Es gibt diesen denkwürdigen Spruch "Traue keiner Statistik die du nicht selbst manipuliert hast". Wer Länder wie Ungarn, Polen usw. in der Erhebung mit einbezieht der kommt selbstverständlich zu diesem Ergebnis. Und der Erheber hat noch nicht einmal gelogen denn es wurde ja nach dem europäischen Abendland gefragt. Trotzdem wirkt diese Statistik meinungsmanipulierend. Wünscht der Auftraggeber einer statistischen Erhebung zum Beispiel dass es eine Mehrheit für eine feste Geschwindigkeitsbeschränkung in Höhe von 100 km/h nach auf den Autobahnen gibt, werden die Bewohner eines Altersheim gefragt. Sollte die Erhebung keine Geschwindigkeitsbeschränkung ergeben so befragt er gezielt junge Menschen Neuigkeiten einer Motorsportveranstaltung oder von mir aus auch Schüler technisch ...

Kommentar von "B.", 28.05.2017, 22:04 Uhr:

Es wird in Deutschland sehr viel über Fremdenfeindlichkeit gesprochen, besonders von den Anhängern der links-grün-68er Ideologie. Von fanatischen Anhängern einer Ideoogie, welche scheinbar alles was irgendwie deutsch ist hassen und Deutschland am liebsten, wie man es öfter auf beschrifteten Betttüchern bei Demonstrationen sehen kann, "verre"""n" lassen würden. Zu oft haben wir Bürger auch vergleichbare Beschriftungen gesehen wie zum Beispiel "Nie wieder Deutschland". Es gab in Deutschland immer einen für unser Land "gesunden" Bevölkerungsanteil von Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Es war auch - bis auf wenige Jahre vor und während des zweiten Weltkrieges (aufgehetzt durch fanatisch ideologische Politiker) nie ein Problem für die deutsche Bevölkerung. Doch sollte man heute auch Verständnis für die Sorgen von ethnischen Deutschen, auch von Mitbürgern mit Migrationshintergrund, haben welche Sorgen haben dass unsere Heimat durch fehlerhafte oder beabsichtigte Politik zerst ...

Kommentar von "x.y.", 28.05.2017, 15:57 Uhr:

Noch mögen es "nur" 4 Prozent Muslime in Europa geben. Ob die Zahl stimmt sei dahin gestellt. In manchen Ländern gibt es noch weniger Muslime als die besagte Prozentzahl, zum Beispiel Polen. In anderen Ländern gibt es höhere Zahlen. Es geht in dieser Sorge der Durchschnittsbürger vor einer Islamisierung wahrscheinlich nicht nur um syrische Flüchtlinge. Wer will vor Krieg flüchtenden Menschen schon eine Aufnahme verweigern. Zumal diese flüchtenden Menschen vor von unseren westlichen Politikern (Politiker aus NATO-Länder) inszenierte Kriege, Revolutionen, Regierungsstürze, Zerstörungen geflohen sind. Die syrischen Flüchtlinge einzeln heraus zu nehmen verundeutlicht die Sorgen hiesiger Menschen. Es geht um vielerlei politische Entscheidungen welche dazu führen dass die Anzahl von Menschen in Europa zukünftig rapide ansteigen werden. Dazu gehört zum Beispiel auch die sogenannte Familienzusammenführung. Auch die Tatsache dass muslimisch gläubige Zuwanderer eine höhere Geburtenrate h ...

Kommentar von "Langenfeld", 21.05.2017, 12:02 Uhr:

Aus einem Bericht des Monitor vom 15.10.2015: "Es gibt eine Terrorgefahr in Deutschland, aber sie geht nicht von den Flüchtlingen aus. Die Euphorie des Spätsommers ist verflogen, zersetzt auch von einer Angst, gegen die Fakten offenbar nicht ankommen." Es stünde Ihnen gut an, zuzugeben, dass man sich geirrt hat und die damalige, sich gegen jede praktische Erfahrung stehende Berichterstattung für die Erfolge der "Rechtspopulisten" mitverantwortlich war/ist.

Kommentar von "Lindenberg", 01.02.2016, 14:00 Uhr:

In Deutschland müssen 13 Mill Rentner mit weniger als 1000 Eur im Monat auskommen und die Politiker sind gerade dabei 5% des Staatshaushaltes(es werden wohl eher 10% werden),man geht von 50Mrd in den nächsten zwei Jahren aus, für die Flüchtlinge auszugeben. Dafür habe ich kein Verständnis

Kommentar von "der Erleuchtete", 16.01.2016, 11:07 Uhr:

Wichtige Information - Deutschland ist Kriegsgebiet! ... "Ich war gekommen, um zu bleiben", berichtet Salam Mohammad, ein 42-jähriger Kurde aus Kirkuk. "Aber Deutschland tut nichts für mich." Es gebe sehr viele Iraker, die wie er Deutschland den Rücken kehrten.( Auszug "die Welt") Also in den Kriegsgebieten ist es besser als in Deutschland - ich muss meine Vorstellung von Krieg neu definieren. Aber ach, vielleicht müssen wir die Kriegsgebiete auch neu definieren in den USA sterben jeden Tag mehr als 80 Menschen an den Folgen von Schusswaffen, mmmh das habe ich in den Nachrichten auch kaum von einem anderen Kriegsland am Tag gehört ... es ist aber auch schwer ... ich bin wohl doch nicht erleuchtet.

Kommentar von "Südsachse", 14.11.2015, 11:24 Uhr:

Tja, Herr Restle. Da hatte ich ja sowas von recht... Es wäre nun endlich an der Zeit, diese allgemeine Muslimen-Hätschelei zu beenden, denken Sie nicht auch? Frankreich hat jahrzehntelang den gleichen Fehler gemacht, aus falsch verstandener Toleranz die Muslime schalten und walten lassen, sodass regelrechte orientalische Stadtteile entstanden. Diese rechtsfreien Zonen sind zur Brutstätte des Salafismus geworden. Und so wird es leider noch in Deutschland werden, wenn seitens unserer Behörden und grün-linker Sozialromantiker die Augen weiter zugedrückt werden bei den agierenden Familienclans in einigen Großstädten, bei der Verhetzung in den Moscheen durch Hassprediger und einfach zu viel Handlungsfreiheit der islamischen Minderheit an sich. Kennen Sie und Ihre gutmenschlich verklärten Kolleginnen und Kollegen schon des kürzesten Witz des Jahres? Nein? "ISLAM bedeutet FRIEDEN".

Kommentar von "Hans Holtz", 13.11.2015, 23:15 Uhr:

Tja, Herr Restle - wir "besorgten Bürger" sind Kassandra-Anbeter und nicht mehr als überdrehte Spinner? Da schauen Sie nach Paris - wenn da nicht wieder die Salafisten die Verursacher sind, "fresse ich einen Besen"! Aber immer schön weiter die Leute als Rechte denunzieren, die schon seit langem in den PEGIDA-Demonstrationen auf die Gefahr durch den Islam hinweisen. Das Überhandnehmen von Muslimen bedeutet auch für unser Land zukünftig den gleichen sozialen Unfrieden! Zuerst werden durch radikale Islamisten die Juden vertrieben, dann die Christen terrorisiert und, bei Überlegenheit in 15 Jahren, wie in den islamischen Ländern verfolgt und abgeschlachtet. Aber vertreten Sie weiter die unbeirrbare sozialromantische Zunft, wie die unverbesserlichen Rosa-Brillen-Träger der Grünen und Linken. Uns ist schon lange nicht mehr zum Lachen, ihr Journalisten, wir denken mit Bangen an die Zukunft unserer Kinder!

Kommentar von "Südsachse", 13.11.2015, 22:56 Uhr:

Herr Restle, ich bin bereit Ihnen teilweise zu glauben, dass es sich bei den Ängsten unserer Bürger um reine Vorurteile und unbegründete Phobien handelt, wenn bei diesem unseligen Geschehen mit 18 Toten in Frankreich Muslime nicht darin verstrickt waren! Doch wenn, dann sollten Sie Ihr Weltbild umgehend überprüfen und Ihre rosa Brille absetzen... Grüße aus dem asylkritischen Sachsen!

Kommentar von "Hermann Horn / hornhermann@gmx.de", 08.11.2015, 13:28 Uhr:

Sehr geehrter Rerr Restle, etwas weniger Polemik hätte ihrem Beitag die unnötige Schärfe genommen. Warum reden immer alle Journalisten und Gut menschlichen Denker von ängstlixhen und besorgten B+ürgern. Ich versuche Ihnen "kritisch" zu widersprehen. Dr. Ruud Koopmans, Direktor Abteilung Migration, Integration und Transnationalisierung hat in seiner Studie (wzb mitteilung 142 .. Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit Muslime Christen )fest gehalten: 2/3 der berfagten Muslime setzen ihre "Religion" über die Gesetze. 3/4 stellen klar; es gibt nur eine mögliche Auslegung des Koran. Sehr früh hat der Soziologe Wilhelm Heitmeier bereits erkannt (Auszug): Je stärker ein Mensch in prekäre Anerkennunghsverhältnisse gerät, desto eher ist eine Zunahme menschenfeindlicher Einstellungen und Verhaltensweisen zu erwarten. Ich behaupte sogar provokant: Im Zuge der Flüchtlingspolitik erkennen immer mehr Migranten, dass Deutschland seine eigene Zukunft in Frage stellt. Ich bin gerne bereit auch ü ...

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