Dieses Land braucht eine Alternative - die AfD ist es nicht!

Georg Restle am 02.05.2016

Dieses Land braucht eine Alternative - die AfD ist es nicht!

Von Georg Restle

Nun haben sie sich also ein Programm gegeben, die 2.000 Mitglieder der AfD – und vieles, was am Wochenende in Stuttgart zu hören war, klang tatsächlich so, als mache sich hier eine neue Bewegung auf, das politische Establishment mal so richtig kräftig durchzurütteln.

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Auf den ersten Blick möchte man dieser Partei sogar in einigem Recht geben: Die Ideen zu direkter Demokratie, zu Volksabstimmungen oder zur Direktwahl des Bundespräsidenten, sind zwar nicht neu – aber sie stehen für einen weitverbreiteten Wunsch vieler Menschen, an einem System direkter beteiligt zu werden, das ihnen oft genug die arrogante Schulter zeigt. Ein System, dessen Repräsentanten sich in quälender Talkshow-Rhetorik darin erschöpfen, in ständiger Wiederkehr das immer Gleiche zu predigen.

Vor allem deshalb ist die AfD so erfolgreich: Weil das Personal der etablierten Parteien nirgendwo mehr für Aufbruch steht, allenfalls für die uninspirierte Verwaltung des bisher Erreichten. Und nicht einmal das: Die aktuelle Rentendiskussion zeigt beispielhaft, dass weder Schwarz, noch Rot, noch Grün wirklich gewillt sind, der immer tiefer werdenden sozialen Spaltung dieser Gesellschaft entschieden entgegen zu regieren.

Ja, dieses Land braucht eine Alternative. Eine Alternative gegen eine satt gewordene Politikerdemokratie, eine Alternative gegen Sozialabbau, gegen Lobbyismus und gegen die Kanzlerin gewordene Alternativlosigkeit. Eine Alternative vor allem gegen die Erstarrung eines großkoalitionären Politikbetriebs, der an seinen Ritualen zu ersticken droht. Ja, aus all diesen Gründen braucht dieses Land eine Alternative - aber die AfD ist es nicht.

Sie ist es nicht, weil sie im Kern unsozial ist: Weil sie Flüchtlinge und Einwanderer für die soziale Spaltung des Landes verantwortlich macht, statt diejenigen in die Pflicht zu nehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung durch Steuerbegünstigung und Steuerflucht entziehen: die Vermögenden im Land.

Sie ist es nicht, weil sie kleingeistig ist: Weil sie sich einer „identitären Bewegung“ verschrieben hat, die der Republik ein ewig-gestriges Nationalbewusstsein verordnen will, das die Weltbürger im eigenen Land heimatlos macht.

Sie ist es nicht, weil sie keine Partei des Volkes ist, sondern eine Partei der Volksgenossen, die Andersdenkende für „Seuchen“ hält, die wenn schon nicht ausgemerzt, dann jedenfalls ausgegrenzt werden sollen.

Sie ist es nicht, weil sie keine liberale Partei ist, sondern ein elitäres Weltbild pflegt, das Alleinerziehende, Homosexuelle oder alternative Lebensformen an den Rand der Gesellschaft drängt.

Ja, dieses Land braucht eine Alternative; aber keine nationalistisch-völkische, keine elitär-antiliberale und keine, die die Reichen im Land noch reicher machen will. Eine wirkliche Alternative, das wäre eine Partei der Bürger und nicht der Volksgenossen, eine Partei der Engagierten und nicht der Frustrierten, eine Partei der Zukunft und nicht der Vergangenheit.

Stand: 03.05.2016, 13:50

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40 Kommentare

Neuester Kommentar von "Schmidt", 05.12.2017, 11:39 Uhr:

Dieser Leitbeitrag ist Politik eine populistische Hetze gegen politisch anders denkende Mitbürger im Land welche in demokratischer Weise eine in unserem Land zugelassene demokratische Partei gewählt haben. Durch den auch hier im Beitrag praktizierten Populismus, einer Intoleranz gegenüber Andersdenkende um offensichtlich manipulativ eine Bürgermeinung zu produzieren sollten sich Journalisten nicht wundern wenn sie abnehmend beim Volk ihr Ansehen sowie ihre Achtung verlieren. Wir leben im Jahr 2017 und nicht in den Jahren vor den beiden Weltkriegen in denen vergleichbar gegen andere politische Meinungen, gegen Menschen welche irgendwie anders als die ideologisch erzogene Masse sind, gehetzt wurde. Deswegen muss diese aus journalistischer Seite heraus schon fast täglich zu lesende Hetze gegen politisch Andersdenkende endlich beendet werden. Viele Journalisten lassen sich leider zunehmend stärker als Megaphone ihrer Ideologie missbrauchen.

Kommentar von "N.", 24.09.2017, 21:50 Uhr:

Die am stärksten genutzte Wahlthema vor der Bundestagswahl war die offene Hetze gegen die AfD. Nach der Wahl wurde diese Hetze gegen die AfD weitergeführt. So etwas empfinde ich einfach primitiv. Schon die immer wieder gebräuchliche Diffamierung dass die AfD rechtspopulistisch, rechtsnationalistisch und rassistisch sei, das entspricht einem Mobbingverhalten von Jugendlichen im Internet gegen Mitschüler. Es gibt keine klaren Definitionen über Rechtspopulismus, rechtsextrem oder auch nur populistisch. Jeder Journalist, jeder Politiker wirkt um im Volk anzukommen populistisch. Im gesamten Wahlkampf wurde nicht einmal darüber gesprochen ob das deutsche Volk wirklich hinter der gegen Russland gerichteten aggressiven, kriegsproduzierenden Politik der derzeitigen Regierung und vieler Politiker wie Journalisten steht. Ob das deutsche Volk bereit ist für einige wenige kriegsführende ukrainische Milliardäre in einem Krieg gegen Russland ihr Leben zu geben. Ich bin es nicht.

Kommentar von "Heinz", 07.09.2017, 12:53 Uhr:

Mit Verlaub, in den derzeitigen Wahl-Talk-Runden wird gemobbt wie vielerorts in den Schulen bei unreifen Jugendlichen. Oft hat man den Eindruck als würden Politiker der Parteien "Die Linke" und "AfD" nur eingeladen um sie in diesen Runden anzufeinden, zu diskreditieren und zu beleidigen. Die Politiker dieser Parteien kommen kaum zu Wort, werden immer wieder unterbrochen oder man schwenkt einfach zu einem anderen Thema mit der Begründung dass schon alles besprochen wäre, obwohl betreffende Politiker mitten im Satz waren. Wenn dann noch in den Talkrunden der SPD-Maas seine Leistung erwähnt dass er ein Gesetz herausbringen will oder schon hat, dass bei den sozialen Netzwerken nicht mehr gehetzt wird, dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Viele Politiker und Journalisten leben den jungen im Internet tätigen Menschen ja vor wie gemobbt und gehetzt wird. Auch diese Hetze gegen Trump, Putin, Russland, Nordkorea und China zeugt von einem Unanstand und fördert Kriegshandlungen.

Kommentar von "Interessierter-Bürger, der Politik", 28.08.2017, 18:54 Uhr:

Bekanntlich sind speziell Journalisten oft Wendehälse. Derzeitig hetzen alle umlagenstarken Zeitungen gegen die AfD. Eigentlich kein Wunder denn gerade die Berufe wie Journalisten, Pädagogen, Sozialarbeiter usw. sind zu fast einhundert Prozent in der Hand von Anhänger der Deutschland verachtenden links-grün-68er Ideologie. Nun bin ich mal interessiert wie unsere Medien berichten werden wenn die AfD sich zunehmend stärker in der Politik festigt und vielleicht eines Tages andere Parteien nicht herum kommen werden mit der AfD eine Koalition einzugehen.

Kommentar von "ini146", 27.08.2017, 22:38 Uhr:

Um diese Alternativen zu entdecken, bedarf es den Blick über den Tellerand nicht zu scheuen. Denn es gibt auch noch andere (kleinere) Parteien (politische Plattformen). Es sind die, die vom Establishment leider nicht hochgepuscht werden. Stichworte: kritischer Umgang mit dem Digitalkapitalismus, direkte Demokratie, Postwachstumsökonomie etc. Jetzt stellt sich die Frage: 1.)Wieviel Veränderung will Deutschland wirklich? 2. )Politik ist kein Fertigmenü. Jeder, der eine wirkliche Alternative zum Althergebrachten will, ist aufgerufen, in eine hierfür passende Partei einzutreten, wenn er denn wirklich etwas verändern will.

Kommentar von "P.", 26.08.2017, 22:45 Uhr:

Die Kanzlerin lehnt jegliche Aktivität mir der AfD ab. Was hat unser Land für Demokraten? Ein guter Demokrat sollte nach allen Seiten offen sein und in friedlicher Form Gespräche führen können. In der AfD gibt es auch demokratisch denkende Menschen, Menschen welche teils über viele Jahre Kollegen unserer Kanzlerin und Politiker der CDU waren. Unsere Kanzlerin wird nicht müde vor Abschirmung / Abgrenzung zu warnen, jedoch im eigenen Land schirmt sie sich gegen die zugelassene Parteien AfD ab. Wie wir alle wissen ist Ihre Aufgabe gutes für Deutschland zu tun und unser Land vor Schaden zu bewahren. Wenn es demnach geht sollte sie sich eigentlich von den Grünen abgrenzen, denn aus dieser Richtung weht mitunter eine Deutschland gegenüber stark feindliche Politik. Auch ist es unverständlich dass sie mit ukrainischen Nationalisten spricht, deren Regierung sogar mit unserem Steuergeld unterstützt, warum will sie dann nicht auch mit national denkende Bürger unseres Landes sprechen?

Kommentar von "M.", 16.08.2017, 15:34 Uhr:

Das unterwürfige Nachlaufen unserer links-grün-liberal-Demokraten zur USA, dieser Amerikanismus steigert sich. Nun versuchen links-grün-68er auch hier im Land der von Ihnen gehassten Partei AfD eine Nähe zum russischen Staatsdienst anzuhängen. Parallelen zum US-Wahlkampf werden deutlich. Auch Trump und wirft man solche Kontakte immer wieder vor. Wenn ich daran denke wir kurzzeitig die Debatten waren als unsere Kanzlerin vom US-Geheimdienst ausspioniert wurde und nun werden wir jeden Tag davon hören dass die AfD nur deswegen viele Stimmen bekommt weil sie von Russen unterstützt werden. So versucht man uns Bürger einzureden dass ein Ausspionieren durch die sehr USA gut ist und ein Ausspionieren durch Russland total schlecht.

Kommentar von "G.", 09.08.2017, 19:08 Uhr:

Es ist nicht zu erkennen wo die Partei AfD vom den uns im Grundgesetz vorgegeben demokratischen Grundgedanken abweicht. Irgendwie empfinde ich es undemokratisch und ungerecht wenn Journalisten und Politiker linker oder links-grün-68er Überzeugung deutsche Parteien welche denen nicht gefallen als "Rechtsradikal", "Rechtsextrem" oder "Nationalistisch" betiteln. Es gibt keine offizielle Einstufungen über links bis rechts, erst recht nicht als radikal oder extrem. Solche negative Betitelungen anderen Menschen mit anderen politischer Überzeugung vorzuwerfen ist extrem intolerant und undemokratisch. Es fehlt zusätzlich an einer guten Anstandsform wie man mit anderen Mitbürgern umzugehen hat. Übrigens gibt es eine andere Partei in unserem Land welche es über einige Jahrzehnte darauf anlegt alles was irgendwie deutsch ist abzuschaffen. Das ist ein klarer Verstoß gegen unsere Verfassung (Grundgesetz).

Kommentar von "Schröder", 06.08.2017, 18:27 Uhr:

Die AfD hat ein gutes Vorhaben für die Zukunft in ihrem Wahlprogramm. Eine gute Reformierung unseres Landes in alte, über Jahrzehnte bewährte Werte unseres Zusammenlebens. Es wäre schön wenn endlich wieder ein frischer "Besen" in unserer politikbestimmendem Parteienlandschaft kommt. Endlich wieder eine Opposition im Land. In den letzten Jahren konnte man ja den Eindruck gewinnen wir wohnten in der früheren DDR. Die Parteien fochten ja nur noch parteiübergreifend die Ideologie der Links-Grün-68er durch. Eine Ideologie gegen unserem Heimatland, eine Ideologie in der das Interesse für eine Auflösung unseres Landes höher stand als der Erhalt. Es gab und gibt ja schon so etwas wie eine "Sozialistische Einheitspartei", nur der offizielle Zusammenschluss fehlt noch. Wir brauchen des Friedens wegen endlich wieder eine Partei welche Wege sucht um aus dem derzeitigen "Kalten Krieg" gegen Russland herauszukommen. Da bieten sich derzeitig nur die Parteien "Die Linke" und die "AfD" an.

Kommentar von "Friedlich Leben", 01.05.2017, 12:55 Uhr:

Der 1. Mai ist wie selbstverständlich ein Tag geworden an dem selbst wieder aus politischen höchsten Kreisen gegen die den links-grün-68ern gegenüberstehenden vermeintlichen "Rechten", derzeitig immer wieder gegen die AfD eine böse Meinung gemacht wird. Es wird einfach nicht darüber nachgedacht dass nicht alle Bürger des Landes, welche nicht anhängig der links-grün-68er Ideologie sind, der rechten Szene zugehörig sind. Auch wird nicht darüber nachgedacht aus welcher politischen Richtung diejenigen stammen welche hier im Land die Ideologie der Links-Grün-68er Ideologie parteiübergreifend mit geformt haben. Es waren vielfach extrem hantierende linksradikale Straßenkämpfer welche in teils in anarchistischer revolutionären Art den deutschen Staat bekämpften. Immer wieder werden bei Aufzählungen von politisch motivierten Straftaten Rechtsbrüche aus der links-grün-68er Szene verschwiegen und Taten aus der politischen Gegenseite aufgebauscht. Somit wird in den Reihen derjenigen, welch ...

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