Pressemeldung vom 16.11.2017

War es Mord? Dramatische Wende im Fall des Asylbewerbers Oury Jalloh

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Der 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte Asylbewerber Oury Jalloh wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit getötet. Das geht aus Ermittlungsakten zu dem Fall hervor, die dem ARD-Magazin MONITOR vorliegen. Die Staatsanwaltschaft Halle will die Ermittlungen dennoch einstellen.

War es Mord? Dramatische Wende im Fall des Asylbewerbers Oury Jalloh

01:29 Min. Verfügbar bis 30.12.2099

Mehrere Sachverständige aus den Bereichen Brandschutz, Medizin und Chemie kommen laut der Unterlagen mehrheitlich zum dem Schluss, dass ein Tod durch Fremdeinwirkung wahrscheinlicher sei als die lange von den Ermittlungsbehörden verfolgte These einer Selbstanzündung durch den Mann aus Sierra Leone. Das sind die Ergebnisse der jüngsten Gutachten und Brandversuche, die sich detailliert mit der Frage nach dem Ausbruch des Feuers in der Arrestzelle beschäftigen.

Sogar der langjährige Ermittler der Staatsanwaltschaft Dessau, der leitende Oberstaatsanwalt Folker Bittmann, bislang ein Verfechter der Selbsttötungs-Theorie, geht in einem Schreiben vom April dieses Jahres daher von einem begründeten Mordverdacht aus. Er hält es demnach für wahrscheinlich, dass Oury Jalloh bereits vor Ausbruch des Feuers mindestens handlungsunfähig oder sogar schon tot war und mit Brandbeschleuniger besprüht und angezündet worden sei. Oberstaatsanwalt Bittmann benennt in dem Brief sogar konkrete Verdächtige aus den Reihen der Dessauer Polizeibeamten.

„Angesichts der neuen Erkenntnisse ist die drohende Einstellung des Verfahrens ein Skandal“, so die Anwältin der Familie Jalloh, Gabriele Heinecke, gegenüber MONITOR. Die Staatsanwaltschaft Dessau hatte sich nach 12 Jahren Ermittlungen mit den neuen Erkenntnissen im April an den Generalbundesanwalt gewandt, dieser hatte die Annahme des Falles jedoch abgelehnt und ihn nach Sachsen-Anhalt zurück verwiesen. Die im Anschluss befasste Staatsanwaltschaft Halle will den Fall laut einer Erklärung vom 12. Oktober 2017 einstellen, weil sich „keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung“ ergeben hätten. Eine weitere Aufklärung sei nicht zu erwarten. Die Anwältin der Familie hat gegen die Einstellung Beschwerde eingelegt und wird angesichts der neuen Erkenntnisse Strafanzeige erstatten.

Die Experten hatten in ihren Stellungnahmen ausgeführt, dass sich der Zustand der Zelle und des Leichnams Jallohs nach dem Brand nicht ohne Einsatz geringer Mengen von Brandbeschleuniger wie etwa Leichtbenzin erklären lasse. Auch sonst deute vieles darauf hin, dass der Brand von dritter Hand gelegt worden sei. Zudem sei die Theorie der Selbstanzündung so gut wie auszuschließen: Oury Jalloh sei vermutlich bei Brandbeginn komplett handlungsunfähig oder sogar bereits tot gewesen, so dass die Annahme, er habe das Feuer selbst gelegt, nicht stichhaltig sein könne.

Bereits bei einer Anhörung des Rechtsausschusses im Magdeburger Landtag am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass die ehemaligen Ermittler aus Dessau den Fall Jalloh mittlerweile neu bewerten, die federführenden Kollegen aus Halle aber auf Einstellung des Verfahrens beharren. Eine daraufhin von den Linken geforderte Akteneinsicht kam nicht zustande: Die Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen im Magdeburger Landtag lehnte das ab. Die innenpolitische Sprecherin LINKEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Henriette Quade, spricht gegenüber MONITOR von „politischer Blockadehaltung“ und wiederholte ihre Forderung nach einem Sonderermittler wie etwa im Fall des NSU. „Er sollte von außerhalb von Sachsen-Anhalt kommen“, sagte sie, „denn in Magdeburg ist von Seiten des Justizministeriums kein Aufklärungswille zu erkennen.“

Die Staatsanwaltschaft Halle war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Stand: 16.11.2017, 06:00 Uhr

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84 Kommentare

  • 84 Thomas Mainthal 29.10.2019, 01:31 Uhr

    Nach neuesten forensischen Untersuchungen durch die Uniklinik Frankfurt ist sogar von schweren Misshandlungen die Rede. Dann wäre es Mord. Irre ich? Laut dem Frankfurter Gutachten zeigen Entzündungen, dass Jalloh zum Zeitpunkt der Verletzungen noch gelebt haben muss, die Brüche ihm also nicht etwa während der Löscharbeiten oder beim Transport in die Leichenhalle zugefügt sein können. Es sei davon auszugehen, dass die Veränderungen „vor dem Todeseintritt entstanden sind“, heißt es im Gutachten.“ Sollte jetzt wieder kein Verfahren aufgenommen werden, handelt es sich dann nicht um den Anfangsverdacht der Rechtsbeugung?

  • 83 Anonym 16.09.2018, 10:36 Uhr

    Nach der feindlichen Übernahme 1989/90 wurden die meisten Volkspolizisten entlassen und durch fragwürdige Subjekte mit fragwürdiger Ausbildung ersetzt.... wie wir hier sehen.

  • 82 Anonym 27.04.2018, 01:58 Uhr

    Zitat: Kommentar von "In dubio pro reo" , 21.11.2017, 16:57 Uhr: "Mir scheint bla, bla,bla........................" Der Fall soll aufgeklärt werden wenn der Mann ein Drogendealer war, dann darf man ihn verbrennen ( nach ihrer Meinung?) oder auch nicht, es geht um Aufklärung. Solche Dinge sind auch hier im Rechtstaat jederzeit mit unschuldigen Menschen möglich Menschen möglich................LEIDER.

  • 81 Bernd Diedler 27.04.2018, 01:49 Uhr

    Dame und Herren, habe gerad eine Dokumentation zum Tod in einer Dessauer Polizeizelle des Oury Jalloh gesehen ist bemerkenswert dreizehn Jahre später ist `s niemand gewesen und das Verfahren soll eingestellt werden. Trotz aller CSI Serien in denen alles aufgeklärt wird, Sie bestätigen mich darin absolut kein Vertrauen zu Polizei oder Justiz zu haben und damit helfen sie z.B. "AFD" Leuten und ihren Anhängern. Diesen Text habe ich an die Stadt Dessau geschrieben, mal sehen wenn die mich besuchen............: Nun dauert es schon dreizehn Jahre indem so bissel ermittelt wird, mögliche Man braucht nur nach Bayern schauen ein G. Mollath verschwand jahrelang hinter Mauern nur weil man ihn Mundtot machen wollte und Ähnliches wär hier in Deutschland leider jederzeit, an jedem Ort möglich...................... Mit Grüßen Bernd Diedler Ps. Das mit CSI habe ich hier eingefügt.

  • 80 Ollantaytambo 07.03.2018, 16:05 Uhr

    Wie so nur drei Todesfälle in Dessau; ich zähle vier: - Hans Jürgen Rose 1997 - Mario Bichtemann 2002 - Oury Jalloh 2005 - Yangjie Li 2016 !

  • 79 Anonym 23.02.2018, 11:22 Uhr

    "Widerstand meint Kampf gegen staatliches Unrecht. Voraussetzung ist, daß der Staat nicht höchster Wert ist, sondern daß Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung gewogen und möglicherweise zu leicht befunden werden können.“ Fritz Bauer, kritischer Jurist und Generalstaatsanwalt in Frankfurt/Main

  • 78 Anonym 23.02.2018, 11:01 Uhr

    Der Tod ist ein Meister aus Dessau

  • 77 bd0rk 26.01.2018, 22:04 Uhr

    Hallo Mitmenschen! Ich kann's leider nur bestätigen, dass bei der Polizei und Justiz in Dessau absolut NICHTS NORMAL ist. Ich wurde brutalst zusammengeschlagen und Täter wurden freigesprochen. Richter und Staatsanwälte verkehren privat u.a. mit den Tätern. Desweiteren hat sich herausgestellt, dass ein bekannter Dessauer Richter der damaligen Schill-Partei angehörte. Wen wundert da noch die Repressionen gegen die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh?! Eine angebliche Beleidigung "kann aufgeklärt werden"(mittels Lügen) aber diverse Morde nicht. Entweder sind die einfach nur unfähig oder die machen das bewusst. ;)

  • 76 Iris Rost 25.01.2018, 19:30 Uhr

    Seht auf meiner Facebookseite "Iris Rost" nach, dann wisst Ihr, was wirklich geschehen ist. Richtchter, Staatsanwälte, Polizei usw. hängen mit drinnen !!

  • 75 Ulli 01.12.2017, 10:59 Uhr

    Ich empfehle allen, die - aus welchen Gründen auch immer - erklären wollen, dass Oury Jalloh sich doch selbst umgebracht hat, folgende Seite im Internet zu besuchen, dort ist der zwölfjährige Kampf gegen institutionellen Rassismus dokumentiert: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/ Noch ein Wort zu Monitor: Ich wünsche mir sehr, dass die ARD in ihrer Programmplanung mehr Sendezeit für kritische Magazine einräumt, anstatt in banalen Talkshows, AFD Politiker zu hofieren. .

  • 74 Egbert 30.11.2017, 22:18 Uhr

    Ein absolutes Armutszeugnis für unseren Rechtsstaat, gut das Monitor da dran bleibt. Da wird ein Mensch in Polizeigewahrsam ermordet und alle verscuhen es tot zu schweigen bzw. behindern die Ermittlungen. Das schlimmste aber finde ich, wie arrogant sich die Justizministerin gegenüber dem Filmteam erhält. Die Frau gehört weg und die Ermittlungen an eine unabhängige Staatsanwaltschaft übertragen, die Schuldigen in Polizei und Politik gehören bestraft. Bitte macht weiter Monitor

  • 73 Heinz Hüser 30.11.2017, 22:16 Uhr

    danke, Monitor, es ist gut, dass es Sie gibt.

  • 72 Hans-Dieter Wiesemann 29.11.2017, 14:20 Uhr

    Danke an MONITOR sich dieses Falles anzunehmen!!! Für mich ist es nicht verständlich, dass bei dieser Fakten- und erheblichen Verdachtslage gegen Mitglieder der Polizei das Justizministerium in Magdeburg nicht weiter zur Aufklärung beitragen will. Der Staasanwaltschaft Halle kann man so nur Verstrickung in den Fal unterstellen.

  • 71 uwe 22.11.2017, 19:02 Uhr

    Bis jetzt keine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft und des GBA?Ein seriöses Magazin sieht anders aus?Habe mich ein wenig mit den Fall beschäftigt .Den ersten Gutachter den die Familie beauftragt hat ein Ire kann man total vergessen(5 Liter B. Kanister usw.)Wäre eindeutig nachweißbar.Das Oury zum Brandbeginn und sogar noch später gelebt hat ist durch mehrere Zeugen(Polizisten Sprechanlage)klar belegt(Hilferufe usw.)Auch durch Gutachten der Gerichtsmedizin!Nur der Bezug der Matratze war etwas schwer entflambar.Der Bezug war aus Kunstleder (Kunstleder schmilzt bei großer Hitze und brennt gut) Also auch der Bezug brennt gut es dauert nur etwas.Wenn man ein Feuerzeug dran hält brennt er nach ca.1 Min.Wer Kunstleder kennt was ,dass es leicht porös wird und dann Risse bekommt.Dann kann man den Bezug auch aufreißen.Das die Polizei keine Fabrik neuen Matratzen sondern alte hatte ist doch klar.Die Gutachter hatten aber nur neue getestet.Die sind natürlich feuerfester. Also ein unrealer Test!

  • 70 In dubio pro reo 21.11.2017, 16:57 Uhr

    Mir scheint hier soll einer zum Märtyrer gemacht werden. Alles was ich lese sind schlichtweg Vermutungen. Nur was fehlt in der Berichterstattung ist Objektivität. Jalloh war alles andere als ein Heiliger. Er hat mit Drogen gedealt und war ein Grapscher. Deshalb wurde er Zugeführt. Aber wir brauchen ja dringend Schuldige in diesem Fall. Das man aber mit nicht bewiesenen Anschuldigungen Existenzen vernichtet scheint hier niemanden zu interessieren. Alles was für mich zählt sind Fakten und nicht hätte, wäre, könnte. In dubio pro reo sollte hier die These lauten. Der Fall ist beendet und zu den Akten gelegt, und dabei sollte es auch bleiben.

  • 69 Daniel 21.11.2017, 11:34 Uhr

    Unfassbar, was hierzulande möglich ist. Während Pegida & Co vom "Linksruck" labern, ist es hier möglich, dass vielleicht sogar eine Hinrichtung durch Polizisten bis in höchste Ebenen gedeckt oder sogar vertuscht wird. Warum ist das kein Aufreger für die Bundespolitik? Und noch schlimmer: Warum nicht für die Bevölkerung. Die Entnazifizierung der Institutionen hier ist noch lange nicht abgeschlossen.

  • 68 Thea Tralisch 21.11.2017, 09:00 Uhr

    Vor Herrn Jalloh gab es schon zwei mysteriöse Fälle in dieser Dessauer Polizeiinspektion. Mario Bichtemann und Hans-Jürgen Rose kamen dort ebenfalls ums Leben ohne dass dies jemals aufgeklärt wurde. Und dann gab es den Fall aus dem letzten Jahr mit dem Mord an einer Chinesin. Die Eltern des (mutmaßlichen?) Täters (Mutter/Stiefvater) sind beide Polizisten dort und an den Ermittlungen beteiligt gewesen. Bei diesem Fall kam es ebenfalls zu Merkwürdigkeiten bei den Ermittlungen. Im Unterschied zu Rosenheim und Hannover werden anscheinend die Beamten der Dessauer Polizei von höchster Stelle gedeckt.

  • 67 uwe 20.11.2017, 15:02 Uhr

    Erstens. Es hat ein rechtskräftiges Urteil gegen einen Polizeibeamten wegen fahrlässiger Tötung und eine hohe Geldstrafe gegeben(10.800Euro).Kleidung ist sehr schnell und leicht zu entzünden. Eine Fixierung lässt die Bewegung der Hand in einem bestimmten Rahmen zu.Die Matratze hatte nur einen feuerabweisenden Bezug.Der aber wenn die Kleidung errst mal brennt und die brennt sowas von, nicht sehr lange wirkt.Die Matratze brannte danach wie Zunder!Alle Ihre neuen Gutachten sagen aber auch: "Die Sachverständigen können eine Selbstanzündug nicht ausschließen"(das weiß auch Monitor)und das ist letztendlich entscheidend."Die vorliegenden Indizien und Gutachten sind nicht eindeutig".(laut Sprecherin Generalbundesanwalt ) Es gibt bis jetzt keine eindeutigen Gutachten!Man will hier unbedingt einen Skandal und nennt nicht alle Fakten.Warum war er den überhaupt in der Zelle?Ich halte eine Selbstanzündung für möglich bzw. nicht auszuschließen wie alle Gutachter übereinstimmend schreiben!

  • 66 Elisabeth Kessler 19.11.2017, 17:32 Uhr

    Auch dieser Fall ist wieder ein Beweis für die Rechtslastigkeit in manchen Gerichten. Man deckt offensichtlich lich lieber Mörder als aufzudecken,dass es auch im Bereich der Polizei solche gibt deren Fremdenhass bis zum Mord führt. Kein Wunder, dass viele Mitmenschen die Rechtssprechung in der heutigen Zeit nicht mehr verstehen. Sobald jemand sich durch seinen Beruf oder andere Umstände sicher fühlt, gibt er/ sie den niedrigsten Instinkten nach. Deshalb wird es wohl solange es Menschen gibt auch Folter und Mord geben.

  • 65 Andreas 19.11.2017, 17:29 Uhr

    "... geforderte Akteneinsicht kam nicht zustande." Welche Folgen hätte das denn gehabt ?

  • 64 Michael 19.11.2017, 12:34 Uhr

    Mit" hoher Wahrscheinlichkeit" , wird es nächste Woche sehr warm in Deutschland.

  • 63 Mühlhäuser, Claudia 18.11.2017, 15:56 Uhr

    Man fühlt sich an das Unrechtsregime in Südafrika zur Zeit der Apartheid erinnert. Auch dort wurden Häftlinge von Polizeibeamten umgebracht und es wurde als Selbstmord (Herzversagen o.ä.) ausgegeben. Auch dort wurden die Täter nie belangt. Es ist nicht nur ein Skandal, es ist verheerend.

  • 62 yanik*2117 18.11.2017, 15:27 Uhr

    Da es nach den Umständen unwahrscheinlich ist, dass das Opfer den Brand in der Zelle selbst gelegt hat, besteht der Mordverdacht also weiterhin. Die belastenden Indizien gegen einzelne Polizeibeamte scheint die Staatsanwaltschaft Halle aber auszublenden, anstatt die erheblichen Verdachtsmomente weiterzuverfolgen. Damit fügt sie dem Vertrauen der Öffentlichkeit in Polizei und Justizbehörden - diese stehen im Global Trust Report 2017 ganz oben auf dem 1. und 2. Platz der Institutionen in Deutschland - noch größeren Schaden zu, als es selbst im Falle einer Verurteilung von Beschuldigten zu erwarten wäre. Die mehr als fragwürdige Einstellung des Verfahrens darf daher unter keinen Umständen das letzte Wort in diesem erschütternden und verstörenden Fall sein - um der Angehörigen des Verstorbenen und des funktionierenden Rechtsstaats willen, denn späte ist besser als gar keine Gerechtigkeit.

  • 61 Matti Illionen 18.11.2017, 11:33 Uhr

    Wer etwas anderes behauptet, ist entweder naiv, oder schlicht ein Lügner. Nur weil Deutschland den Krieg verlor, war und ist die menschenverachtende Ideologie nicht weg. Dafür kamen zu viele davon. Im Gegenteil zu Adenauers-Zeiten wurden viele ehemalige in den Staatsdienst übernommen, und Teile machten doch auch Karriere in diesem Land. Siehe Kiesinger, Filbinger und viele andere. Ganz ehrlich mit meinen nun rund 70 Jahren zieht sich eine latent vorhandene rassistische Gesinnung vieler in Deutschland wie ein roter Faden durch mein Leben. Mein Bruder ist behindert, die vielen Beleidigungen deswegen und Angriffe kann ich gar nicht mehr zählen. Mit einer "Ausländerin" verheiratet, habe ich mich oft geschämt, wie mit meiner Frau auf Behörden umgegangen wurde. Sogar meine Geschwister und meine Eltern machten hier einen Unterschied, im Gegenteil, ich habe mich dann von meiner "Familie" deswegen getrennt, um meiner Frau die ewigen Anfeindungen zu ersparen. Ob Lübeck, Mölln, Rostock

  • 60 sigrid 18.11.2017, 10:49 Uhr

    Man sollte hier etwas vorsichtiger mit Behauptungen von Mord usw.sein?Jeder weiß wie leicht Kleidung besonders Polyester(Flees usw.) brennt.Auch ist eine Fixierung nicht so eng,dass man kein Feuerzeug mehr bedienen kann!Zitat"Anhand der Gutachten habe sich nicht endgültig ausschließen lassen.dass Jalloh sich selbst in Brand gesetzt haben könnte.Zumindest die rechtsmedizinischen Gutachten gingen davon aus,dass Jalloh bei Brandausbruch noch gelebt und seine Handlungsfähigkeit nicht ausgeschlossen werden könne.(Oberstaatsanwältin Halle SZ 16.11)Das was man hier der Polizei vorwirft kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!Der Fall lässt sich nicht mehr aufklären.

  • 59 bürger 18.11.2017, 05:48 Uhr

    wenns um rechtes Gedankengut und alles was dazugehört sind wir doch spitze im wegsehn, aber wehe wenn linke Straftaten begehn, dann wird genau hingeschaut, ok bei den linken sind meist Politiker und andere hochrangige leut in diesem land betroffen, bei den rechten halt nur der einfache bürger und bekanntlich ist das den Politiker usw egal, bissel drumrum reden und gut ist

  • 58 Angelika Mattke 18.11.2017, 00:41 Uhr

    Das sind Methoden eines diktatorischen Polizeistaates, meine Güte Deutschland, wie weit bist Du gekommen ?? Eine Aufklärung für unsere Demokratie ist absolut notwendig !!

  • 57 Freeflight 17.11.2017, 19:57 Uhr

    @Alfred "wer geht mit einem Benzinkanister zur Arbeit? bei neuen Fakten lasse ich mich gerne überzeugen." Es darf halt nicht sein was nicht sein kann. Fehlende Russppuren in der Lunge? Kein Fakt! Erde im Feuerzeug eingebrannt? Kein Fakt! Matratze besteht eigentlich aus unbrennbarem Material und hätte niemals mit einem einfachen Feuerzeug entzündet werden können? Kein Fakt! Wer geht mit einem Benzinkanister zur Arbeit? Nur Tankwarte, ganz bestimmt keine Polizisten, das ist voll der Fakt!

  • 56 wschira 17.11.2017, 19:49 Uhr

    "Petzold, Maria", 16.11.2017, 16:27 Uhr: Wenn einer also mit Drogen handelt oder Frauen begrapscht (nicht bewiesen, nur beschuldigt), kann er bei lebendigem Leib verbrannt werden? Widerliches AfD-Geschrei!

  • 55 Freeflight 17.11.2017, 19:47 Uhr

    Wow.. hat ja nur 12 Jahre gedauert bis man diesen Verdacht jetzt auch mal in der Mainstream-Presse lesen darf, wurde das ganze davor ja noch regelmäßig als "linke paranoia theorie" verunglimpft und schön unter den Teppich gekehrt. Und nun? In 5-10 Jahren gibt es dann vielleicht ein Urteil bei dem der Familie 200€ Schmerzensgeld zugesprochen werden, aber ein Schuldiger wird trotzdem nicht gefunden, das ganze nennt sich dann "Gerechtigkeit"!

  • 54 caspar 17.11.2017, 18:14 Uhr

    Nicht nur haben beteiligte Polizisten in diesem Fall erwiesenermaßen ihre ermittelnden Kollegen und das Gericht belogen. Nicht nur hatte die Staatsanwaltschaft zumindest im ersten, wesentlichen Brandgutachten die Klärung einer möglichen Tatbeteiligung Dritter am Brandgeschehen von vorneherein ausgeschlossen (Nachzustellen war nur eine Selbstentzündung durch das Opfer). Nicht nur wimmeln die Beweisaufnahme (z.B. das Wiederaufgetauchte Feuerzeug mit Anhaftung Tatortfremder Fasern und Haare, dabei jedoch frei von am Tatort vorhandenem Spurenmaterial) und der angenommene Tathergang (Selbstverbrennung) vor Widersprüchen. Spät kommen dem Staatsanwalt bedenken ... schwupps, weg ist das Verfahren. An eine "unabhängige" Staatsanwaltschaft. Die stellt das Verfahren ein. Nicht nur CDU und SPD, sondern auch die Grünen verhindern die angeforderte Akteneinsicht. Polizei, Staatsanwaltschaft, Landesregierung verdecken - damit der Bürger das Vertrauen in den Rechtsstaat behält? Gute Nacht.