Onkel Tonis Vermächtnis

Onkel Tonis Vermächtnis

14:38 Min. | Verfügbar bis 25.11.2018

Toni Schütz ist schon lange tot - aber sein Schatz existiert weiter, denn den hat er Mitte der 1960er seinem Neffen Gerd vermacht. Jahrzehntelang lagert er gut verpackt in einer alten Munitionsbox für Tretminen. Erst im Ruhestand beginnt sich Gerd Schütz intensiv damit zu beschäftigen und entdeckt eine ganz eigene Welt: Die Welt des Onkel Toni. Denn sein Vermächtnis besteht aus 1.500 Metern Filmstreifen: Selbst gedreht zwischen 1938 und den 1950er Jahren - 9,5 mm, Mittellochung. Ein ungewöhnliches Format, das heute kaum einer mehr abspielen, geschweige denn kopieren kann. Mit Hilfe der DIGIT-Redaktion des WDR und einem Berliner Digitalisierungsspezialisten wird aus dem toten Onkel wieder eine hochlebendige Figur. Alte Tanten verwandeln sich in attraktive Frauen, das kriegszerstörte Düsseldorf erglänzt in alter Pracht, Lilli Marleen stolziert durchs Bild, es wird geknutscht, gesungen und gelacht. Gerd Schütz begibt sich auf Spurensuche. Er stolpert dabei über seine eigene Vergangenheit, die seiner Familie - und über eine Eifel-Schönheit, die der Onkel vor 75 Jahren wohl äußerst attraktiv fand.