Gesucht: Ihre analogen Fotos und Filme

Das Digit-Team hilft beim Digitalisieren

Gesucht: Ihre analogen Fotos und Filme

Sie haben im Keller noch Kisten und Kartons mit alten Fotos? Sie besitzen Filmrollen und Dias, haben aber keinen Projektor im Haus? Wenn es sich um erhaltenswerte Dokumente handelt, die für unser Archiv des analogen Alltags geeignet sind, unterstützen wir Sie kostenlos beim Digitalisieren.

Ein Jahr lang war das Digit-Team unterwegs in NRW und hat zusammen mit den elf WDR-Regionalstudios Film- und Fotomaterial eingesammelt. Mehr als 10.000 Filmrollen, unzählige Diamagazine und Fotoalben kamen dabei zusammen. So viel, dass wir in den kommenden Monaten mit den Vor-Ort-Aktionen eine Pause einlegen müssen, um alles sorgfältig zu sichten und zu digitalisieren. Dennoch haben Sie auch weiterhin die Möglichkeit, uns analoges Bildmaterial zu übergeben. Unsere Postadresse für den Versand als Paket finden Sie am Ende dieses Artikels. Wenn Sie sich zuvor per Email (digit@wdr.de) oder Kontaktformular (oben auf der Digit-Homepage) an uns wenden, klären wir offene Fragen und können Ihnen weitere Übergabe-Möglichkeiten nennen.

Welche Fotos und Filme wir suchen

Digit-Mitarbeiter im Gespräch mit Medienlieferanten

Wir freuen uns auf ihre Fotos und Filme

Große Chancen angenommen und digitalisiert zu werden, haben vor allem Aufnahmen, bei denen ein besonderes Ereignis im Mittelpunkt steht. Oder Fotos und Filme, bei denen der Zeitgeist der jeweiligen Dekade sichtbar wird. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Eine Aufnahme des Kölner Doms aus den 1960er Jahren ist auf den ersten Blick kaum von einem aktuellen Foto des Doms zu unterscheiden. Interessant für Digit wird eine Aufnahme vor allem dann, wenn das Besondere der jeweiligen Aufnahmezeit an weiteren Merkmalen deutlich wird. An der Kleidung der Menschen etwa, die über die Domplatte schlendern. Röhrenjeans oder Schlaghosen spiegeln die Mode wieder. Die längst nicht mehr sichtbare Architektur oder Reklame der umliegenden Häuser machen das eigentlich Besondere einer solchen Aufnahme aus. Und mit dem zeithistorischen Wert steigt auch unser Interesse.

Vereinfacht kann man sagen, dass die Chancen auf eine Digitalisierung umso größer sind, je älter das Material ist. Nicht, weil uns die 1980er weniger interessieren als die 1960er Jahre. Sondern weil Filmen und Fotografieren im Laufe der Jahrzehnte immer günstiger und damit auch von mehr Menschen genutzt wurde. Umso mehr Material erhalten wir daher auch aus den 1970er und 1980er Jahren.

Welches Format die Aufnahme hat, ist sowohl bei Filmen als auch bei Fotos eher zweitrangig. Ohne Probleme digitalisieren wir Dias aller Formate, Papierabzüge aller Größen und auch Negative (in Streifen oder auf Rolle). Auch die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gebräuchlichen Glasplatten-Negative können wir verarbeiten. Und ganz egal ob Super8, Normal8, Doppel8, oder auch 9,5 und 16mm: Wir haben bislang auch für jeden inhaltlich erhaltenswerten Film eine Digitalisierungs-Möglichkeit gefunden.

Woran wir nur wenig Interesse haben

Ab den 1970er Jahren war die Super8-Filmerei sehr populär. Kaum ein Urlaub, kaum eine Geburt, Hochzeit oder sonstige Familienfeier ohne dass Papa, Opa oder Onkel eine Filmkamera im Anschlag hatte. Daher ist unser Archiv mit entsprechenden Aufnahmen bereits gut gefüllt. Ähnlich verhält es sich mit Film-Aufnahmen der klassischen Urlaubsziele ab dem Beginn des Massen- und Pauschaltourismus in den 1970ern. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Filme und Fotos von Interesse sein könnte, nutzen Sie doch die Suchfunktion der Digit-Homepage. Je weniger Treffer Ihre Suche ergibt, um so höher ist die Chance, dass wir Ihr Material digitalisieren werden.

Bei VHS-Videofilmen haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Bänder je nach Art und Alter oft unterdurchschnittlich ist. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns nach der redaktionellen Sichtung gegen eine Digitalisierung entscheiden deutlich höher als bei anderen Formaten. Problematisch wird es immer dann, wenn die Filme in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchgehend trocken und lichtgeschützt gelagert wurden. Mit dem bloßen Auge kaum sichtbare Veränderungen am Filmband können eine Bearbeitung derart aufwändig machen, dass wir uns dagegen entscheiden müssen.

Was geschieht nach der Übergabe und wie lange dauert es?

Hand greift nach Fotos auf Karton mit Aufschrift Familienbilder

Schätze gefunden

Wenn Sie ihre Fotos, Dias oder Filme an uns übergeben haben, beginnt ein vielschrittiger Prozess, der unter Umständen mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Zuerst wird ihr Material registriert und katalogisiert, damit es später wieder vollständig zu Ihnen zurückfindet. Bei der Film-Digitalisierungen unterstützt uns ein Dienstleister mit jahrelanger Erfahrung auf diesem Gebiet. Um die fachgerechte Digitalisierung von Dias, Papierabzügen und Negativen kümmern wir uns selbst. Zum Schluss werden die Fotos und Filme (in Ausschnitten) auf die Digit-Plattform hochgeladen und von uns mit den Basis-Infos versehen. Im Anschluss bekommen Sie Ihre Fotos oder Filme zusammen mit einer digitalen Kopie auf einem USB-Speicherstick kostenlos von uns zurück. Die Erlaubnis, ihre Aufnahmen verwenden zu dürfen, geben Sie uns bereits mit dem Aushändigen des Materials. Ob wir es tatsächlich zeigen werden, bleibt aber unsere redaktionelle Entscheidung.

So erreicht uns Ihr Material

Stand von WDR Digit mit Logo, Fotowand, und Kartons

WDR Digit vor Ort

Wir empfehlen, Ihre Filme oder Fotos als Paket per Post zu senden (bitte nicht als Brief oder Päckchen). Unsere Adresse: WDR Digit, Appellhofplatz 1, 50667 Köln. Für einen möglichen Verlust auf dem Versandweg können wir keine Haftung übernehmen. Sie können ihre Aufnahmen auch direkt bei uns in Köln abgeben, beim Empfang im Foyer des Vierscheibenhauses am Appellhofplatz 1. Bitte vergessen Sie nicht Ihren Namen und ihre Adresse anzugeben. Wenn vorhanden, gerne auch ihre Mailadresse.

Außerdem wichtig: Legen Sie Ihrer Sendung unbedingt die ausgefüllten und unterschriebenen Nutzungsbedingungen bei, die Sie sich rechts herunterladen und ausdrucken können.

Stand: 03.12.2013, 20:08