Die Recyclingquote schwächelt

Zahl der Woche – Abfall

Die Recyclingquote schwächelt

  • 64 Prozent aller Siedlungsabfälle wurden 2013 recycelt
  • Auch Verbrennung kann Verwertung sein
  • Verbrauch von Verpackungsmaterial steigt an

Immerhin ist der Anteil von recyceltem Abfall seit dem Jahr 2000 im 13,9 Prozentpunkte angestiegen. Doch seit 2006 stagniert diese Entwicklung. Von diesem Zeitpunkt an steigt allerdings die Verwertungsquote für Abfall deutlich an. Doch wo liegt der Unterschied zwischen "Verwertung“ und "Recycling“?

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Unter Verwertung verstehen die Experten ganz allgemein, dass der Abfall einen "sinnvollen Zweck“ erfüllt. Recycling ist somit also eine Form der Verwertung. Dem steht die Abfallbeseitigung auf Deponien oder in der Müllverbrennungsanlage gegenüber. Aber auch das Verbrennen von Abfall kann eine Verwertung sein – nämlich dann, wenn damit zum Beispiel Wärme und Strom erzeugt werden.

Genau diese energetische Verwertung hat nach Angaben des Wirtschaftsdienstes Euwid dazu geführt, dass die Recyclingquote für bestimmte Abfallgruppen teilweise deutlich zurückgegangen ist. Bei Altglas beispielsweise von 100 Prozent auf 93 Prozent, bei Verpackungen liegt der Rückgang bei vier Prozentpunkten – von 57 auf 53 Prozent.

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Beim Verpackungsabfall – dem Hauptbestandteil der Gelben Tonnen und Säcke – lässt sich eine weitere Besonderheit feststellen. Nach der Einführung des dualen Systems der Abfallentsorgung ging die Abfallmenge zunächst deutlich zurück, während die Verwertungsquote in gleichem Maße zunahm. Heute ist die Verwertungsquote für Verpackungsmüll so hoch wie nie – die Menge des Verpackungsmülls ist allerdings seit Ende der 90er Jahre ebenfalls angestiegen. Und zwar deutlich über den Wert von 1991.

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Die bisherigen Zahlen der Woche

Stand: 29.01.2016, 06:00