Weltraum-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Weltraum-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Von Andreas Sträter

Zum Tag der Weltraumforschung ist Geschick gefragt: Suchen Sie die Paare und erfahren Sie mehr über schwarze Löcher, Sonnenwind und Forschung im Universum!

Weltall, Grafik

Paar-Suchspiel Weltall

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Astronauten wie Alexander Gerst erleben auf der ISS jeden Tag 16 Sonnenaufgänge und Untergänge. Die Raumstation wiegt nach Angaben der ESA fast 400 Tonnen und umfasst eine Fläche, die einem Fußballfeld ähnelt. Die ISS ist Teil eines weltumspannendes Projekts, bei dem Europa – vertreten durch die ESA – ebenso beteiligt ist wie die USA (NASA), Japan, Kanada und Russland.

Schwarze Löcher sind unheimlich, aber auch faszinierend. Sie besitzen so viel Anziehungskraft, dass sie alle Materie in der Nähe verschlingen. Die Zugkraft der Schwerkraft (Gravitation) ist dabei so enorm, dass sich ihr auch das Licht nicht entziehen kann. Diese besondere Schwerkraft tritt auf, weil die Materie in einen winzigen Raum gepresst wird.

Auf der Sonne brodelt es gewaltig. Sie schleudert ständig geladene Teilchen ins All. Dieser so genannte Sonnenwind besteht vor allem aus Protonen und Elektronen und weht relativ konstant. Kritisch wird es bei Sonnenstürmen und Sonneneruptionen. Seit dem Jahr 2007 beobachtet das Zwillingssondenpaar der "STEREO"-Mission die Massenauswürfe der Sonne und liefert so wichtige Details über solche Teilchenstürme.

Am 6. August 2012 landete der NASA-Roboter "Curiosity" (zu Deutsch: Neugier) auf dem Mars in einem Krater, in dem es wahrscheinlich mal Wasser gegeben hat. Auf der Suche nach Hinterlassenschaften von einfachen Lebensformen analysiert "Curiosity" Proben aus dem Boden und funkt die Ergebnisse direkt zur Erde.

Pluto zählt zu den fernsten Himmelskörpern unseres Sonnensystems – und auch wenn er inzwischen nicht mehr den Status eines Planeten tragen darf, bleibt er für die Wissenschaft hoch spannend. Nach mehr als neun Jahren Flugzeit erreichte ihn am 14. Juli 2015 die US-Raumsonde "New Horizons", um ihn aus der Nähe zu erforschen.

Im Jahr 1977 schickte die amerikanische Weltraum-Organisation NASA zwei Sonden ganz weit hinaus zu den äußeren Planeten. "Voyager 1" (Bild) und "Voyager 2" fliegen immer noch und dürften sich inzwischen weit jenseits der Planetenbahnen befinden. "Voyager 1" soll etwa 19 Milliarden Kilometer weit weg geflogen so – so weit wie noch keines von Menschenhand gebautes Objekt.

Die Internationale Raumstation ISS ist ein fliegendes Labor, in dem sich permanent sechs Astronauten befinden. Eine Schicht auf der ISS dauert etwa ein halbes Jahr bis die Ablösung kommt. Die ISS benötigt etwa 90 Minuten, um die Erde zu umkreisen. Sie sei so etwas wie ein Außenposten der Menschheit im All, heißt es beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Köln.

Der Planet Saturn ist vor allem wegen seiner Ringe bekannt. Seit dem Jahr 2004 wird er von der NASA-Sonde "Cassini" umkreist. Huckepack hat die US-Sonde auch die ESA-Sonde "Huygens" mitgenommen. Diese wurde von der Muttersonde abgetrennt, um den Saturn-Mond Titan zu erforschen. Sie hat herausgefunden, dass die Atomsphäre des zweitgrößten Mondes im Sonnensystem der Erde ähnelte, als vor Milliarden von Jahren das erste Leben entstand.

Astronomen entdecken regelmäßig Planeten, die unserer Erde ähneln. Diese so genannten Exoplaneten liegen außerhalb unseres Sonnensystems und sind Lichtjahre von uns entfernt. Sie umkreisen einen anderen Stern, liegen somit außerhalb des gravitativen Einflusses der Sonne. Die Daten werden über Licht-Veränderungen gewonnen und stammen vom Weltraumteleskop Kepler.

Europas Kometensonde Rosetta und ihre Landeeinheit Philae lieferten neuen Daten über die Entstehung und den Aufbau von Kometen. Rosetta wurde gezielt zum Absturz auf den Kometen Tschuri (Tschurjumow-Gerasimenko) gebracht. Die Forscher der ESA bewerteten die Mission als einen Erfolg.

Stand: 20.07.2017, 06:00 Uhr