Lernende Roboterhand aus Bielefeld

Roboterhand

Lernende Roboterhand aus Bielefeld

  • Roboter kann Objekte selbständig erkunden
  • Großprojekt der Universität Bielefeld
  • Entwicklung kostete bislang eine Million Euro

Der Roboter, der im Wesentlichen aus zwei Händen mit Sensoren und einer Kamera besteht, wurde am Dienstag (30.05.2017) der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Exellenzcluster CITEC entwickelt ihn in den vergangenen vier Jahren.

Unbekanntes erkunden

Der Uni-Professor Helge Ritter programmierte den Roboter mit seinem Team so, dass er von alleine dazu lernen kann: "Das Entscheidende ist, dass der Roboter Objekte erkunden kann. Dass er nicht nur einen Apfel greifen kann, weil er darauf programmiert ist, sondern dass er wenn ein Objekt mit einer neuen Form da liegt, sagen wir eine Banane, dass er auch merkt: oh, ich sehe was anderes, das hat eine andere Form, ich muss den Griff anpassen." Das System funktioniert also, ohne vorher die Merkmale, die Eigenschaften von Objekten wie Obst oder Werkzeug zu kennen.

Eine Million Euro Entwicklungskosten

Das Wissen aus dem sogenannten "Famula"-Projekt könnte zum Beispiel dazu beitragen, dass Serviceroboter sich künftig selbst in neue Haushalte einarbeiten. Rund eine Million Euro Forschungsgelder hat die Entwicklung der Robotor-Hände bislang gekostet. Derzeit bewirbt sich die Universität Bielefeld um weitere Gelder.​

Stand: 30.05.2017, 12:35