Katastrophen - die neue DASA-Ausstellung

Katastrophen - die neue DASA-Ausstellung

Von Susanne Schnabel

Vulkanausbrüche, Chemieunfälle und Erdbeben sind Themen in "Alarmstufe Rot". Am Samstag (04.03.2017) hat die DASA ihre neue Ausstellung in Dortmund eröffnet - mit jeder Menge Katastrophen.

Alarmstufe Rot: Impressionen aus der DASA-Ausstellung über Katastrophen

Einsteigen, anfassen und ausprobieren erlaubt! Auf 800 Quadratmetern zeigt die DASA Arbeitswelt Ausstellung viele Original-Objekte, die bei Katastrophen im Einsatz waren. Filme, Fotos und Schautafeln informieren die Besucher über Tragödien aus der Natur, dem Verkehr oder der Industrie, über ihre Ursachen und den Kampf gegen sie.

Einsteigen, anfassen und ausprobieren erlaubt! Auf 800 Quadratmetern zeigt die DASA Arbeitswelt Ausstellung viele Original-Objekte, die bei Katastrophen im Einsatz waren. Filme, Fotos und Schautafeln informieren die Besucher über Tragödien aus der Natur, dem Verkehr oder der Industrie, über ihre Ursachen und den Kampf gegen sie.

Zum Beispiel der Super-Gau von Tschernobyl im Jahr 1986. Schnell begann man mit dem Bau eines Sarkophags zur Umhüllung des explodierten Reaktors. Doch die extremen Wetterverhältnisse, Schnee und Hitze, verbunden mit dem nach wie vor strahlenden Gebäude, sorgten für Risse. Ein neuer Sarkophag soll nun 100 Jahre lang halten.

79 nach Christus wurden Pompeji und weitere Orte in der Nähe des heutigen Neapels durch den Ausbruch des Vesuvs begraben. Eine versteinerte Ascheschicht bewahrte die Katastrophe über Jahrhunderte. Ein Gipsmodell zeigt die letzte Stellung eines Verstorbenen.

101 Menschen starben beim Zugunglück von Eschede im Jahr 1998. Die Räder des Zugs bestanden aus Teilen eines Eisenkerns, einer Zwischenschicht aus Hartgummi zur Dämpfung der Vibration und einem außenliegenden Radreifen aus Stahl. Durch den Dauereinsatz verformte sich der Außenreifen und bekam Risse - bis es zu dem unheilvollen Unfall kam. Danach wurden alle ICE mit Monobloc-Rädern ausgestattet.

Dieses Beiboot der Fähre Finnpartner rettete die Besatzung eines Frachtschiffs, das aufgrund eines Brandes unterging. Das Beiboot war in den Gewässern zwischen Finnland, Schweden und Deutschland unterwegs. Nun ist es der Blickfang auf der Wiese vor der DASA.

An einem Modell wird anschaulich der Einsatz der Feuerwehr bei einem Waldbrand gezeigt. Die Waldbrandgefahr wird in vielen Fällen unterschätzt und auf die leichte Schulter genommen. Deshalb sollte jeder Waldbesucher das Rauchverbot konsequent beachten und auch keinen Müll im Wald zurücklassen.

Die Ausstellung zeigt auch, wie wichtig eine gute Ausrüstung für Arbeiter und Retter ist. Dieser Helm mit "Köpfchen" kommt in Bergwerken, beim Bau von Raffinerien, im Forstbetrieb, in der Landwirtschaft oder im Transport zum Einsatz. Er kann die Luftqualität analysieren, verfügt über einen Stoß-Detektor, kann seinen Träger genau lokalisieren und feststellen, ob er sich noch ausreichend bewegt. Der Helm ist mit dem Notruf-System verbunden und sendet Signale, wenn Gefahr im Verzug ist.

Die Ausrüstung des "Büßers", der früher in Bergwerken unterwegs war, ist dagegen eher dürftig. Er hatte den gefährlichsten Job unter Tage. Büßer krochen in nassen Kleidern durch die Gänge und brannten mit ihren langen Fackeln das hochexplosive Methangas ab. Oft war es ein Sträfling, der im Gegenzug freigelassen wurde - wenn er denn überlebte.

Viele Stationen der Ausstellung sind interaktiv. Zum Beispiel können die Besucher in einem Simulator nachempfinden, wie sich ein Erdbeben anfühlt.

Solche Seismografen zeichnen die Schwingungen der Erdkruste auf.

In diesem Überschlag-Simulator erfährt der Besucher am eigenen Leib, warum der Gurt so wichtig ist. Das Auto dreht sich einmal um die eigene Achse. Aufregend, aber ungefährlich.

Aufregend, ungefährlich und wahnsinnig anstrengend ist der Spacecurl. Das Gerät wurde ursprünglich für das Piloten- und Astronautentraining entwickelt. Heute dient der Spacecurl dem Rückentraining. Mindestgröße für die Benutzung: 1,60 Meter.

Wer kleiner ist, darf mit Sand spielen. Dies ist ein ganz besonderer Sandkasten. Eine Kamera erfasst das geformte Oberflächenrelief der Sandberge und Täler und ein Beamer projiziert im zweiten Schritt die passende Textur auf die Oberfläche: Tiefliegende Bereiche werden mit virtuellem Wasser aufgefüllt, Berge erhalten je nach Höhe eine braune, grüne oder weiße Färbung.

Für Schüler gibt es ein Sonderprogramm. "Alarmstufe Rot" steht bis zum 24. September in der DASA in Dortmund. Die Ausstellung ist täglich bis auf Karfreitag geöffnet, während der Woche von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

Stand: 03.03.2017, 10:00 Uhr