Dachs & Co erwischen: Wildkameras im Einsatz

Wildkamera hängt am Baum

Dachs & Co erwischen: Wildkameras im Einsatz

Von Anne Preger

  • Mit Wildkameras kann man scheue Tiere gut beobachten
  • Beim Einsatz auf Datenschutz achten
  • Der Wald gilt als öffentlicher Raum und darf nicht überwacht werden

Nachts ist in unseren Gärten einiges los. Mit Wildkameras kann man beobachten, was Dachs, Fuchs oder Steinmarder in der Dunkelheit so treiben. Die Kamerafallen lösen per Bewegungsmelder aus. Im Dunkeln wird die Umgebung mit einem Schwarzlichtblitz ausgeleuchtet.

Nachts sind im Schrebergarten Dachse, Füchse und Rehe unterwegs

Wie viele Tiere man vor die Linse bekommt, hängt auch davon ab, wo die Kamera hängt. Viel versprechend sind Eingänge von Erdhöhlen oder regelmäßig von Tieren belaufene Pfade. Wichtig ist, sich beim Anbringen Zeit zu nehmen und den Bildausschnitt der Kamera mit dem Bildschirm in den Kameras zu kontrollieren.
In einem Bonner Schrebergarten haben wir unter anderem Dachse, Marder, Rehe und Füchse aufgezeichnet.

Zwei Wildtierkameras: ähnliche Qualität für ähnlichen Preis

Wildkameras oder auch Fotofallen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Im Schrebergarten in Bonn hatten wir zwei Modelle mit HD-Auflösung im Einsatz, die sich in der Qualität kaum unterscheiden: das Modell der Firma Dörr zum Preis von etwa 160 Euro und die Kamera von Minox für rund 130 Euro. Beide liefern ein ausreichend gutes Bild sowohl von Tag- als auch von Nachtaufnahmen.

Beim Filmen: Datenschutz beachten

Wildkameras darf man auf den eigenen Schrebergarten oder aufs eigene Grundstück richten. Im Wald sieht die Rechtslage anders aus: Egal wem er gehört, er gilt als öffentlicher Raum und darf deswegen nicht überwacht werden. Für das Gesetz steht der Datenschutz der Menschen, die im Wald unterwegs sind, im Vordergrund.

Ein generelles Wildkameraverbot gibt es in NRW bislang nicht. Wer aber zum Beispiel als Jäger in NRW im Wald eine Wildkamera betreibt, sollte unter anderem auf Folgendes achten: Kameras nur auf Hüfthöhe und nicht in der Nähe von Wegen anbringen, Hinweisschilder aufstellen und Bilder von Menschen sofort löschen.

Stand: 29.06.2017, 06:00